Mark Miller (Basketballspieler)

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Basketballspieler
Mark Miller
Spielerinformationen
Geburtstag 15. September 1975
Geburtsort Chicago (IL), USA
Größe 185 cm
Position Point Guard /
Shooting Guard
College Illinois-Chicago
Vereine als Aktiver
1995–1998 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten UIC Flames (NCAA)
1998–1999 KroatienKroatien KK Split
199900000 TurkeiTürkei Fenerbahçe Istanbul
2000–2001 DeutschlandDeutschland Telekom Baskets Bonn
2001–2002 FrankreichFrankreich Paris Basket Racing
200200000 GriechenlandGriechenland Olympia Larisa
000002003 FrankreichFrankreich CSP Limoges
2004–2005 PolenPolen Trefl Sopot
Vereine als Trainer
2009–2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten UIC Flames (NCAA; AC)
Seit 0 2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten RMU Eagles (NAIA; AC)

Mark Miller (* 15. September 1975 in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Basketballtrainer und ehemaliger -spieler. Als Spieler war Miller erfolgreich in Europa aktiv und gewann 2001 die Auszeichnung als „Most Valuable Player“ (MVP) der höchsten deutschen Spielklasse Basketball-Bundesliga. Seit 2010 ist er als Trainerassistent für das Hochschulteam der privaten Robert Morris University (Illinois) in seiner Heimatstadt tätig.

Miller studierte in seiner Heimatstadt an der University of Illinois at Chicago und spielte drei Spielzeiten von 1995 bis 1998 für das Hochschulteam Flames in der Horizon League der NCAA Division I. Obwohl er nur drei Spielzeiten für dieses Team absolvierte, gehört er trotzdem zu den „All-Time-Leaders“ bei dieser Mannschaft in diversen statistischen Kategorien wie erzielte Punkte und Ballgewinne.[1] Die seit 1981 in der Division I und seit 1994 in der MWCC beziehungsweise Horizon League spielenden Flames gewannen mit Miller 1998 erstmals die Meisterschaft ihrer Conference und konnten sich damit auch erstmals für die landesweite Endrunde qualifizieren, wo sie in der ersten Runde gegen die 49ers der University of North Carolina at Charlotte unterlagen. Miller wurde für seine sportlichen Leistungen bereits fünf Jahre später 2003 in die „Athletics Hall of Fame“ (deutsch Sportler-Ruhmeshalle) seiner Hochschule aufgenommen.[2]

Millers sportliche Erfolge bei den Flames reichten jedoch nicht als Empfehlung für ein Engagement in der am höchsten dotierten Profiliga NBA, daher verließ er sein Heimatland und wurde Profi in Europa. In der Saison 1998/99 war er zunächst beim kroatischen Traditionsverein KK Split aktiv. Die größten Erfolge dieser Mannschaft lagen jedoch schon knapp zehn Jahre zurück, als man vor dem Zerfall Jugoslawiens den europäischen Vereinsbasketball mit drei aufeinanderfolgenden Landesmeistertiteln von 1989 bis 1991 dominieren konnte. Mittlerweile konnte man sich auf heimischen Terrain nicht einmal mehr gegen KK Cibona Zagreb behaupten, die mit dem kroatischen Double 1999 ihre achte kroatische Meisterschaft in Folge feierten. Für die Spielzeit 1999/2000 wechselte Miller ins türkische Istanbul und spielte für Fenerbahçe in der Türkiye Basketbol Ligi. Miller absolvierte für den Verein neben sechs Europapokalspielen nur sechs Meisterschaftsspiele, nach drei Auftakterfolgen folgten drei Niederlagen und er wurde Ende Oktober durch seinen beinahe 20 cm kleineren Landsmann Keith Jennings ersetzt.[3]

Trotz des vorzeitig beendeten Engagements in der Türkei nahmen die Telekom Baskets aus Bonn Miller für die BBL-Saison 2000/01 unter Vertrag. In der höchsten deutschen Spielklasse blühte Miller auf und erzielte durchschnittlich knapp 18 Punkte und fünf Assists pro Spiel. Im Saporta Cup erreichte er mit der Mannschaft auf europäischem Terrain das Viertelfinale, während er mit den Bonnern auf nationaler Ebene nach einem dritten Platz in der Hauptrunde in die Play-off-Finalserie um die deutsche Meisterschaft einzog, wo man gegen den Serienmeister Alba Berlin jedoch in drei Spielen sieglos blieb. Miller wurde in einer Fan-Abstimmung zum MVP der gerade abgelaufenen Saison der BBL gekürt.[4] Für die folgende Saison 2001/02 wechselte er in die französische LNB zu Racing Basket in Paris, die er mit Bonn in der Gruppenphase des Saporta-Cups zuvor besiegt und am Weiterkommen gehindert hatte. Der französische Meister von 1997 hatte jedoch seine besten Zeiten schon hinter sich und verpasste in dieser Spielzeit die Play-offs um die nationale Meisterschaft.

Für die Saison 2002/03 unterschrieb Miller einen Vertrag in der ersten griechischen Liga A1 Ethniki bei Olympia aus Larisa. Die Saison sollte jedoch für die Thessalier katastrophal als Tabellenletzter enden, Miller selbst wurde erneut bereits nach vier Spielen freigestellt.[5] Im März 2003 kehrte Miller in die französische Liga zurück zu einem weiteren Verein mit einem großen Namen, der seine besten Zeiten schon hinter sich hatte. Bei Cercle Saint-Pierre aus Limoges, wie KK Split ehemaliger Titelgewinner im Landesmeister-Wettbewerb, absolvierte Miller noch elf Saisonspiele[6] und konnte mit dem Verein auf dem drittletzten Tabellenplatz gerade so eben den erneuten Absturz in die Zweitklassigkeit verhindern. Erst Anfang 2004 hatte Miller ein neues Engagement beim polnischen Vizemeister Trefl aus Sopot. Mit den Ostseestädtern gewann er 2004 erstmals die nationale Meisterschaft, die den Beginn einer Serie von Meisterschaftserfolgen für diesen Verein markieren sollte. In der ULEB Euroleague 2004/05 spielte Miller dann mit dem polnischen Verein erstmals auf höchstem europäischen Vereinsniveau. Etwas überraschend überwand der polnische Neuling die erste Gruppenphase und ließ in seiner Gruppe Traditionsmannschaften wie Olympiakos Piräus, CB Estudiantes und KK Partizan Belgrad hinter sich. In der zweiten Gruppenphase der sechzehn besten Mannschaften Europas war man jedoch chancenlos und kassierte sechs Niederlagen in sechs Spielen. Wegen fortschreitender und wiederkehrender Verletzungsprobleme unter anderem an den Knien fand Miller nach der Verteidigung der polnischen Meisterschaft 2005 kein neues Engagement.

2010 wurde Miller als Assistenztrainer an der privaten Robert Morris University in seiner Heimatstadt vorgestellt. Das Hochschulteam Eagles gehört in der unbedeutenderen College-Liga NAIA zu den führenden Mannschaften im Basketball und hat von 2004 bis 2011 immer mindestens das Viertelfinale erreicht und fünfmal davon das Final Four-Turnier.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 2011-12 UIC Men's Basketball Online Media Guide – Section: Opponents & Records. University of Illinois at Chicago, S. 3ff., abgerufen am 2. Juni 2012 (PDF (7,9 MB), englisch).
  2. UIC Athletics Official Site – UNIVERSITY OF ILLINOIS AT CHICAGO ATHLETIC HALL OF FAME MEMBERS. University of Illinois at Chicago, abgerufen am 2. Juni 2012 (englisch).
  3. Mark Miller - Turkish Basketball League Player – 1999-2000 Regular Season. tblstat.net, abgerufen am 2. Juni 2012 (englisch, Spielerstatistiken).
  4. Player of the Year: Mark Miller! schoenen-dunk.de, 9. Juni 2001, abgerufen am 2. Juni 2012 (Wiedergabe einer Presseinfo).
  5. Mark Miller Player Profil (2002-2003). doudiz.com, abgerufen am 2. Juni 2012 (englisch, Spielerstatistiken).
  6. Mark Miller - Limoges – Joueurs - Pro A. LNB.fr, abgerufen am 2. Juni 2012 (französisch, Spielerstatistiken).
  7. Men's Basketball - Chicago NAIA - RMU. robertmorris.edu, abgerufen am 2. Juni 2012 (englisch, Übersicht über Erfolge des Basketball-Programms der RMU Chicago).