Marklose Nervenfaser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Marklose Nervenfasern sind Axone (Nervenzellfortsätze), bei denen sich nur eine einzige Wicklung von Schwannschen Zellen ausbildet. Dadurch sind sie schlechter gegen die extrazelluläre Flüssigkeit isoliert als markhaltige Nervenfasern und nicht zur saltatorischen Erregungsleitung befähigt. Die Bezeichnung „marklos“ ist eigentlich irreführend, denn sie besitzen eine Myelinscheide, allerdings nur mit einer Wicklung.

Aktionspotentiale können in marklosen Nervenfasern nur mit einer Geschwindigkeit von 0,2-2 Metern pro Sekunde (vergleiche: bis zu 120 m/s in markhaltigen Nervenfasern) fortgeleitet werden.

Marklos sind die postganglionären vegetativen Nervenfasern und Nervenfasern, die der Schmerz- und Temperaturwahrnehmung dienen.

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen