Markt Einersheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Markt Einersheim
Markt Einersheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Markt Einersheim hervorgehoben
49.68333333333310.3290Koordinaten: 49° 41′ N, 10° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Iphofen
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 7,74 km²
Einwohner: 1201 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97348
Vorwahl: 09326
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 148
Marktgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 28
97348 Markt Einersheim
Bürgermeister: Bruno Gamm (Unabh. Wählerschaft)
Lage des Marktes Markt Einersheim im Landkreis Kitzingen
Landkreis Bamberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Würzburg Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Wiesenbronn Segnitz Rüdenhausen Rödelsee Obernbreit Martinsheim Marktsteft Markt Einersheim Marktbreit Mainstockheim Mainbernheim Kleinlangheim Kitzingen Geiselwind Castell (Unterfranken) Buchbrunn Albertshofen Abtswind Willanzheim Wiesentheid Volkach Sulzfeld am Main Sommerach Seinsheim Schwarzach am Main Prichsenstadt Nordheim am Main Iphofen Großlangheim Dettelbach Biebelried Landkreis HaßbergeKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Der im 9. Jahrhundert erstmals als Einheresheim erwähnte Ort Markt Einersheim ist mit 1201 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) ein Markt des Landkreises Kitzingen in Unterfranken. Im nördlichen Teil von Bayern gelegen, gehört der Markt zum Verwaltungsgemeinschaft Iphofen. Er liegt an der alten Heeres– und Handelsverbindung von Nürnberg nach Frankfurt am Rande des Steigerwaldes.

Die Gemeinde Markt Einersheim hat eine Fläche von etwa 7,74 Quadratkilometern. Es ist ein Markt mit sichtbaren Resten der ehemaligen Kirchenburg und der Ortsbefestigung. Einige alte Fachwerkbauten, das Schloss und der moderne Brunnen gestalten den Marktplatz. Weinberge, Waldgebiete, Wiesen und Ackerland prägen trotz großer Fabrikhallen außerhalb des Ortskerns immer noch den ländlichen Charakter der Ortschaft.

In früheren Zeiten war Markt Einersheim durch Straße und Bahn an zwei große Städte, Würzburg und Nürnberg, angebunden. Die Bewohner verdienten mit Landwirtschaft und Handel an der Alten Reichsstraße ihren Lebensunterhalt. Darüber hinaus litt der Ort über die Jahrhunderte in zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen der Landesherren immer wieder unter durchziehenden und Quartier nehmenden Soldaten. Dies traf sowohl auf Freunde wie auch Feinde zu.

Das 20. Jahrhundert brachte in Markt Einersheim den wirtschaftlichen Wandel. Die Landwirtschaft trat immer mehr in den Hintergrund mit der Ansiedlung von zunächst drei Großbetrieben. Die Firma Fritsch expandierte in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts und die Bäckerei Fuchs kam in den Ort. Das Werk der Knauf Gruppe entstand. Zahlreiche weitere Unternehmen siedelten sich seither im Markt an.  

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Markt Einersheim liegt in der Region Würzburg (Bayerische Planungsregion 2) und gehört zur Helmitzheimer Bucht. Diese schiebt sich in tief in den Steigerwald hinein und öffnet sich westwärts zum Maintal.[2]:8

Markt Einersheim, im Hintergrund der Bullenheimer Berg

Geologie[Bearbeiten]

Der Steigerwald gehört zur Keuperstufe des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes. Die Helmitzheimer Bucht liegt in der Zone des Gipskeupers. Die Grenze des Sandsteinkeupers ist identisch mit der Waldgrenze.[2]:8, 9

Klima[Bearbeiten]

Hier herrscht mildes und trockenes Klima vor.

Politik und Kommunales[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Bruno Gamm (Unabhängige Wählerschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 935 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 198 T€.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Markt Einersheim ist eine selbstständige Gemeinde. Sie gehörte von 1862 bis 1972 zum Landkreis Scheinfeld im Regierungsbezirk Mittelfranken. Am 1. Juli 1982 fand der Wechsel zum Landkreis Kitzingen statt. Der Marktflecken schloss sich am 1. Mai 1978 mit Rödelsee, Markt Willanzheim und der Stadt Iphofen zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammen.[2]:7

Zu Markt Einersheim gehören acht Ortsteile[3]:

Es gibt nur die Gemarkung Markt Einersheim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Markt Bibart und Iphofen.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung In Silber ein Bund von sechs beerenförmigen roten Früchten mit langen grünen Stielen, die unten von einem goldenen Ring zusammen gehalten werden.

Wappengeschichte Einersheim bekam die Marktrechte wahrscheinlich 1542. Im ältesten bekannten Gerichtssiegel steht in der Umschrift ebenfalls das Jahr 1542. Der Ortsname Markt Einersheim taucht erstmals 1801 auf. Die Art der im Wappen dargestellten sechs Früchte, deren Stängel durch einen Ring zusammengehalten werden, sind in ihrer Bedeutung unklar. Sie werden entweder als Hagebutten oder Mohnkapseln angesehen. König Ludwig hat 1847 die Weiterführung des alten Wappens genehmigt. In der Niederschrift werden die Früchte als Hiften (Hagebutten) oder als Holzbirnen bezeichnet. Bei dieser Genehmigung wurden Farben nicht genannt. Sie stammen aus der Wappensammlung von Otto Hupp. (Kaffee Haag Album von 1920)

Es besteht eine Wappenführung seit dem 16. Jahrhundert. Die Neuverleihung fand am 6. Juli 1847 statt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten]

Der Ort hieß im 9. Jahrhundert EinJirihesheim bzw. Einheresheim. Das Grundwort ist althochdeutsch heim, was Wohnung, Behausung, Heimstatt oder Aufenthaltsort heißt. Als Bestimmungswort kommt der Personenname EiniJirih dazu. Spätere Namensformen waren:

  • 1144 Einresheim
  • 1148 Enrsheim
  • 1182 Enersheim
  • 1258 Einrisheim
  • 1263 Emerichesheim
  • 1270 Einresheim
  • 1297 Enricheshain
  • 1319 Enershei(m)
  • 1340 Ernsheim
  • 1349 Ennersheim under Speckfeld
  • 1376 Eynresheym
  • 1407 als Einersheim
  • 1530 Marck Eynersheimb
  • 1550 Marck Aynersheim
  • 1801 Markteinersheim, Limburg-Speckfeldischer Marktflecken
  • 1973 Markt Einersheim

Die Ergänzung Markt bezeichnet ab 1530 den Rechtsstatus, Märkte abhalten zu dürfen.[4]

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Reihengräberfunde in der Nähe des Marktes weisen auf die erste Besiedlung um 600 hin. Der Ort wurde wohl zur Zeit der fränkischen Landnahme gegründet.

Im Jahre 837 schenkte ein Arnhelm einen Besitz in Wingartesheim an das Kloster Fulda. Nach der Lagebeschreibung handelt es sich um einen Platz nahe bei Markt Einersheim. In der Wildbann–Schenkungsurkunde Kaiser Heinrichs II. an das Hochstift Würzburg aus dem Jahr 1023 wird der Ort dann als Aingerichesheim angegeben.[5]:85, 86

Wappen an der Kirchendecke von St. Matthäus

Erstmals erscheint Einresheim 1144 in einer Urkunde von Stift Haug in Würzburg. 1148 taucht ein Helwic de Enrsheim als Adeliger in den Unterlagen auf. Er könnte bereits der Erbauer der Burg Speckfeld gewesen sein. Villa Einrisheim gehörte in der Castell’schen Teilungsurkunde von 1266 zum Besitz der Grafen zu Castell. Ludwig von Hohenlohe erhielt 1349 für seine Verdienste von Kaiser Karl IV. Zoll und Geleit zu Enersheim under Speckfeld als Lehen. Da er ohne männlichen Erben starb, kam dieser Besitzanteil an seine Schwäger. Grafen Leonhard zu Castell erhielt Schloss Speckfeld mit Turm sowie den Unterteil des Dorfes mit der Dorfmühle. In den Besitz von Schenk Friedrich von Limpurg kam eine steinerne Kemenate und der obere Teil von Markt Einersheim mit der Eckelheimer Mühle.

1435 und 1445 erwarben die Schenken von Limpurg auch den Besitz des Grafen Wilhelm zu Castell, jedoch ohne den Speckfelder Wildbann. In den folgenden 300 Jahren wählten die Limpurger das Bergschloss Speckfeld als ihre Residenz. Dieses wurde im Bauernkrieg zerstört, jedoch später wieder aufgebaut. Reichserbschenk Carol von Limpurg erhob den Ort 1542 zum Marktflecken. Im Dreißigjährigen Krieg litt die Burg Speckfeld unter mehreren Plünderungen von schwedischen und auch kaiserlichen Truppen. Wegen des maroden Zustandes gab Vollrath von Limburg die Burg Speckfeld auf. Er erbaute sich 1685 in Markt Einersheim ein neues Schloss in Fachwerkbauweise.  Mit dem Tod der letzten Schenken 1705 und 1713 gingen die Reichslehen an Brandenburg. Der Eigenbesitz der Herrschaft Speckfeld mit den Schlössern Markt Einersheim und Sommerhausen gelangte über die Tochter Amalie des Schenken Eberhard an die Grafen von Rechteren. Sie hatten bis zur Mitte des 20. Jh. in den genannten Orten einen Wohnsitz.[6]

Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Seit 1972 gehört die Ortschaft zum Bezirk Unterfranken und seit 1978 zur Verwaltungsgemeinschaft Iphofen.

Am 23. März 1972 wurde der Gemeindename Einersheim amtlich in Markt Einersheim geändert.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Veranschaulichung der Tabellen
Jahr 1840 1846[8] 1861[9] 1867[10] 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987
Einwohner 798 770 729 774 774 739 692 700 1081 1019 1033 1114
Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Einwohner 1210 1200 1211 1181 1171 1146 1175 1151 1165 1171

Quelle der Angaben ohne Einzelnachweis: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung[11]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Torhäuser[Bearbeiten]

Im 14. Jahrhundert entstanden die Torhäuser an den Straßenzugängen des Ortes.[12]

Das Hirtentor ist nicht mehr vorhanden. Es wurde 1867 abgerissen.  

Vom Würzburger Tor mit der Wohnung für den Flurer und Nachtwächter wurde im Jahre 1680 ein Stockwerk abgetragen. Seit 1980 beherbergt es ein Heimatmuseum. Nach seiner großen Sanierung 1999 ist es einansprechendes Zeugnis der Vergangenheit. 

Auch das Nürnberger Tor musste 1728 um ein Stockwerk zurückgebaut werden. Seit 1983 beherbergt es das Gemeindearchiv.  

Kirchenburg[Bearbeiten]

Anlage[Bearbeiten]
Reste der Ummauerung auf der Südseite
St. Matthäus in Markt Einersheim

Die Lage der evangelisch–lutherischen Pfarrkirche St. Matthäus weist auf ihre ursprüngliche  Schutzfunktion für die Bevölkerung hin. Sie wurde auf einer Anhöhe erbaut. Nach drei Seiten fällt der Höhenrücken ab. Beim Ausbau zur Kirchenburg musste nur die Nordseite für Verteidigungszwecke stärker gesichert werden. Der Chorturm liegt in der Mitte der Anlage und dem Eingang gegenüber. Er besitzt eine Mauerstärke von 1,15 m und vom Erdgeschoss gab es keinen Zugang nach oben. Nur über Leitern war der Eingang dieser letzten Zuflucht erreichbar. Seine schmalen Fenster im zweiten Stockwerk sind Hinweis auf ehemalige Schießscharten. Oben hatte dieser Wehrturm einen Wehrgang. Von hier aus konnten Wächter die Umgebung weithin beobachten.[5]:15,16

Um die Kirche herum befand sich bis 1599 der Kirchhof. Eine Wehrmauer mit Ecktürmen umgab ihn. Die Castell–Limpurgischen Teilungsurkunde vom 23. September 1414 berichtet von zwei einander gegenüber liegenden Zugängen zum Kirchhof. Das "Kirchtor“ lag auf der Nordseite an der Stelle des Durchgangs unter dem Rathaus. Auf einer fast geraden Linie am Wehrturm vorbei befand sich auf der Südseite das "Kirchtörlein“. Vom Turm ca. 5 Meter in östlicher Richtung war die Seelenmesskapelle an die Wehrmauer angebaut. Nur zwei gotische Zugänge erinnern noch an sie. 1682 wurde sie als „Beinhauß im Kirchhoff“ genutzt..[5]:15–19 

Kirchengebäude[Bearbeiten]

Alte Dachlinien an der Turmwand und auf dem Kirchenboden lassen den Rückschluss auf eine romanische Vorgänger–Basilika um das Jahr 1000 zu.[5]:15,16

Vermutlich existierte ein Vorgängerbau aus Holz bereits seit der Zeit des Frankenapostels Kilian. Diese Annahme wird dadurch erhärtet, dass 742 die Kirche von Dornheim als Tochterkirche von Markt Einersheim erwähnt wird.[13] Außerdem berichten die Quellen im Zeitraum von 741 bis 1297 von einem Ort "Kirchheim“. Er lag in der Pfarrei Markt Einersheim. Allerdings ist sein genauer Standort unbekannt. Seine Rechte gingen 1297 auf die Pfarrei von Markt Einersheim über. Um 1300 gehören auch die Orte Dornheim, Altmannshausen, Hellmitzheim, Possenheim, Stierhöfstetten und Prühl dazu.[2]:19

Das jetzige Gotteshaus ist St. Matthäus geweiht. Es besitzt einen Chorturm und erhielt das heutige Aussehen im Jahre 1626. In diesem Jahr fand die Erweiterung des Kirchenschiffs nach Norden statt. Der Turm und die Südwand blieben bestehen. Die  alte Messkirche wurde zu einer protestantischen Predigtkirche umgestaltet und drei Altäre als „letzte Reste des Papsttums hinweggetan“. Im Jahre 1700 ersetzte man das Fachwerkgeschoss mit Wehrgang und Ziegeldach durch eine massive Glockenstube und eine Welsche Haube mit Laterne. Die Westwand wurde 1868 über die Aufgänge zu den Emporen nach außen verrückt.[2]:19

Bei der Renovierung der Kirchenbauten 1976 entstand an Stelle der alten Pfarrscheune ein neues Gemeindezentrum.

Innenraumgestaltung[Bearbeiten]

Eine große Anzahl von kleinen Kunstwerken bietet der Innenraum der kleinen Marktkirche.[2]:19–24

Der Chorraum besitzt ein gotisches Kreuzrippengewölbe. Es sitzt auf Kapitellen, einem Mädchenkopf mit Blattknospen. Der ursprünglich steinerne Altartisch blieb ohne Schmuck erhalten. Auf ihm stand das große Kruzifix, welches heute nahe bei  der Kanzel hängt. Die zugehörigen Figuren von Maria und Johannes unter dem Kreuz sind verschwunden. 1890 wurde der neugotische Altar gestiftet. Unter dem Kreuz stehen auch hier links Maria und rechts Johannes. Das Herrschaftsgestühl fand nach dem Abbruch der Herrschaftsempore im Chorraum einen angemessenen Platz.

Das Kirchenschiff besitzt eine Kassettendecke aus Holz. In der Mitte findet sich das Wappen der Schenken mit der Jahreszahl 1626.

An der Kanzel ist in dem 1953 freigelegten Feld der Apostel Paulus zu sehen und auf der Rahmenleiste die Jahreszahl 1657.

Auf dem Taufstein im Renaissancestil verbirgt sich die Jahreszahl 1627 in römischen Zahlensymbolen in der Inschrift: MITNICHTEN ACHT DIE TAUFE KLEIN / DENN SIE MACHT VON SUENDEN REIN! SORDIBVS INSIGNI PVRGAMVR SANGVINE CHRISTI. Dieser kelchförmige Sandstein wurde von 1728 bis 1869 durch ein kleines hölzernes Taufbecken ersetzt. Der Besucher findet es am Eingang zum Grafenstand.

An der Wand des Chorbogens über der Kanzel hängt ein von Georg Brenck (* 1564; † 1635) aus Bad Windsheim im Jahre 1602 geschaffenes Kruzifix. Daneben ist das Denkmal für Philipp von Limpurg (* 1486; †1599), dessen Vater Erbschenk Friedrich von Limpurg († 1521) und Ehefrau Catharina von Wertheim († 1499) angebracht. Auf der linken Seite findet sich das Epitaphium des Schenk Gottfried zu Limpurg († 1581) und seiner Gemahlin Agnes von Wied. Daneben hat sich Graf Carolus, Erbschenk von Limpurg–Speckfeld (* 1498; † 1558) einen Erinnerungsstein gesetzt. Auch seine engsten Angehörigen, Gattinnen und Kinder, sind mit ihm unter dem Kreuz vereint.

Drei schmiedeeiserne Fahnenhalter mit Sturmhaube und Sporen auf der Empore erinnern an den Schenken Franziskus, der bei der Krönung von Ferdinand IV. das Schenkenamt ausführte. Die ehemaligen Kampffahnen wurden 1977 ersetzt. Sie tragen das Wappen der Kirche, der Limpurg und des Ortes.

Drei Sandsteinplatten liegen über dem Eingang zur 1626 geschaffenen Gruft. Nach dem Tode von Gräfin Thekla 1911 wurde die Grablege an der Gangkreuzung geschlossen und 1976 zugemauert. Graf Icho von Rechteren–Limpurg–Speckfeld sorgte dafür, dass die Grabdenkmale vorher herausgeschafft und an der Westseite der Kirchenburg aufgestellt wurden.

Die Kirche erhielt die erste Orgel 1675 aus der Kapelle der Burg Speckfeld. Trotz Reparatur verkaufte die Gemeinde sie bereits 1692 wieder und der Erlös floss in die Anschaffung eines neuen Musikinstruments. Dieses musste 60 Jahre später wieder ersetzt werden. Der dreitürmige Orgelprospekt des Würzburger Hoforgelmeisters Johann Philipp Seuffert aus dem Jahre 1752 wurde beim Einbau einer neuen Schleifladenorgel 1983 erhalten. Orgelbauer Wolfgang Hey aus Urspringen in der Rhön schuf mit 1516 Pfeifen, 3 Manualen und 24 Registern ein Musikinstrument, welches zu Kirchenkonzerten Besucher aus der ganzen Umgebung anlockt. Die drei Glocken harmonieren in den Tönen F, As und B. 1811 entstand die große Glocke in der Glockengießerei von Adam Klaus in Markt Nordheim. Die Werkstatt der Gebrüder Rincker in Sinn schuf die mittlere und kleine Glocke 1954.

Rathaus[Bearbeiten]

Das Rathaus wurde 1567/68 errichtet. Es ist ein zweigeschossiger Bau mit Walmdach und Fachwerk im Obergeschoss.

Speckfeld[Bearbeiten]

Weithin sichtbar liegt auf einem Bergkegel nördlich von Markt Einersheim die Turmruine des Bergschlosses Speckfeld. Die Ritter von Speckfeld wählten wohl um 1200 die Anhöhe zum Bau ihrer Burg. Von hier aus konnten sie die alte Hochstraße, die durch feuchten Wiesengrund führte, gut bewachen und schützen. Heute ist von dem Bergschloss nicht mehr viel erhalten, denn man benutzte ab 1700 den verfallenen Bau als Steinbruch.[2] :50–51 Es werden 1716 der Giebel der Pfarrkirche St. Matthäi sowie die Mauer des westlichen Kirchhofs mit diesen Steinen ausgebessert.[5]

Schloss[Bearbeiten]

Schloss Einersheim

Nachdem Schenk Vollrath von Limpurg die Burg Speckfeld aufgegeben hatte, erbaute er sich 1685 einen neuen Wohnsitz im Ort in Fachwerkbauweise am Marktplatz.

Durch die Tochter Amalie des letzten Schenken Georg Eberhard gelangte das Schloss an die Grafen von Rechteren-Limpurg. 1859 entstand unter Graf Friedrich Ludwig von Rechteren-Limpurg–Speckfeld der zweistöckige Erweiterungsbau im neugotischen Stil mit breiter Front zur Straße. Die Wappen des Erbauers und seiner Ehefrau Luitgard Gräfin von Erbach–Fürstenau sind über dem Eingangsportal festgehalten.

1969 erwarb es Nikolaus Knauf von den Erben der Gräfin Adolphine von Rechteren–Limpurg–Speckfeld.[2]:23–26

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Naturschutzgebiet Schlossberg mit zugewachsener Ruine Speckfeld

Schlossberg[Bearbeiten]

Wie die Infotafel am Naturschutzgebiet Schlossbergsattel bei Markt Einersheim berichtet, ist der Schlossberg 410 m hoch und liegt am Südrand der Südspitze des Steigerwalds. Die Ursache für die Entstehung der Hänge und des Plateaus sind die unterschiedlich harten Schichten des mittleren Keupers. Auf dem Schlossbergsattel findet sich der Schilfsandstein.

Die geschützte Fläche hat eine Größe von ca. 78 ha. Das Gebiet gehört zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 und besteht aus kleinen Acker–Parzellen mit unterschiedlicher Nutzung. Zahlreichen bedrohten Pflanzen und Tieren wurde hier Lebensraum erhalten. Zum Beispiel bieten die Reste der Burgruine Speckfeld verschiedenen Fledermausarten Zuflucht.

Vereine[Bearbeiten]

  • Historische Burschenschaft Markt Einersheim
  • Freiwillige Feuerwehr Markt Einersheim e.V.
  • Gesangverein 1864 Markt Einersheim
  • Kindergarten- Förderverein
  • Kleintierzuchtverein Markt Einersheim u. Umgebung von 1988 e.V.
  • Krieger- und Militärkameradschaft 1872
  • Gräflicher Schützenverein von 1603 e. V. Markt Einersheim
  • Volkstrachtenverein Markt Einersheim e. V.
  • Projekt Waisenhaus Sri Lanka e. V.
  • Sportverein Markt Einersheim e. V

Diese zehn Vereine prägen das Zusammenleben im Ort.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die durch Markt Einersheim verlaufende B 8 durchquert heute nach dem Bau der Umgehungsstraße nicht mehr die Ortsmitte, sondern ist nördlich ihrer ursprünglichen Lage trassiert. Dabei trennt sie das Industriegebiet der Firma Knauf und den Ort voneinander.

1865 erhielt Markt Einersheim eine Bahnstation an der Eisenbahnlinie Nürnberg–Würzburg. Sie verläuft südwestlich von Markt Einersheim. Bis 1982 befand sich hier ein Haltepunkt für den Personenverkehr. Nach dem Ausbau dieser Hauptbahnstrecke Nürnberg–Würzburg in Nordbayern steigt heute im Fernverkehr die ICE–, Güterzug– und Regionalzugfrequenz stetig. 

Industrie und Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Ort lag an einer wichtige Ost-West-Verbindung, der Alten Reichsstraße. Sie war eine Fernhandels- und Heerstraße von Nürnberg nach Frankfurt und die Fortsetzung der Goldenen Straße von Prag nach Nürnberg. An der rege frequentierten Straße durch Heere, Kauf- und Handelsleute hatten Gasthäuser und Handwerker wie Schmiede, Wagner und Sattler in früheren Zeiten eine wichtige Bedeutung. Daneben war Markt Einersheim bis in das 20. Jh. von der Landwirtschaft geprägt. Besonders der Weinbau zeugt noch von der ehemaligen bäuerlichen Struktur des Marktfleckens. Die früher zahlreichen kleinen Weinlagen von Markt Einersheim wurden zusammengefasst zum Einersheimer Vogelsang. Dieser Frankenwein wächst an Südhängen rund um das Wengertshäusla und am Sonn– und Schlossberg. Die Fläche ist mit 50 Hektar nördlich der Bundesstraße recht beträchtlich.

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 413 und im Bereich Handel und Verkehr 73 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 72 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 746. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 1 Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 41 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1202 ha, davon waren 875 ha Ackerfläche und einige ha Dauergrünfläche.

Heute stehen in dem Marktflecken mit einer Einwohnerzahl von 1250 Personen ca. 600 Arbeitsplätze zur Verfügung. Es gibt Betriebe, Handwerker, Dienstleister und Kleinstfirmen.[12]Am Ort sind folgende größere Unternehmen ansässig:

FRITSCH Bäckereiausstattung und Bäckereitechnik wurde 1926 gegründet. Die Firma expandierte in der Mitte dieses Jahrhunderts mit der Schaffung von Werkzeugen, die zur Rationalisierung in den Backstuben beitrugen.[14]

Das Werk von Knauf Gips entstand 1943 durch die mächtigen Gipsvorkommen vor den Toren Markt Einersheims.

Die Marktbäckerei Fuchs begann 1900 im Sudetenland und kam mit der Umsiedlung 1953 in den Ort.[15]

Die MEIDEL-GRUPPE ist ein Speditions- und Logistikunternehmen. 1906 war es in Breslau gegründet worden. Der Wiederaufbau begann 1948 nach der Vertreibung zunächst in Markt Bibart und anschließend am heutigen Stammsitz im unterfränkischen Markt Einersheim.[16]

Das Unternehmen Böhm-Bau GmbH aus Markt Einersheim ist bekannt für seinen Holzbau seit 1696. Durch den Zwang zum Energieeinsparen boomte im Werk vor allem dem Holzhausbau.[17]

Auch die SG Stahl Großküchen GmbH, ein Unternehmen der BLANCO Professional Gruppe, hat ihren Sitz in Markt Einersheim.[18]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Der Marktflecken besitzt alle zum Leben notwendigen Einrichtungen: Kindergarten, Grundschule, Zahnarzt, Apotheke, Bäcker, Metzger, Lebensmittelladen, Banken und Friseur.[12]

Bildung[Bearbeiten]

Schulhaus von 1881

Es gibt im Marktflecken einen Kindergarten und eine Kinderkrippe.

Die schulische Unterweisung lag bis zur Übernahme durch den Staat 1919 in den Händen der Kirche. Aus diesem Grund war das Schulgebäude in unmittelbarer Nähe der Kirche untergebracht. Bereits 1558 wurde das jetzige Wohnhaus am Marktplatz 4 als erstes Schulhaus in Markt Einersheim errichtet. Über der Lehrerwohnung im Erdgeschoss befand sich der Unterrichtsraum für alle schulpflichtigen Kinder.[2]:33

1881 beschloss der Markt ein neues Schulhaus an der Südseite der Kirche zu bauen. Dieses enthielt zwei Unterrichtsräume. Als das Gebäude wiederum zu klein geworden war, errichtete der Markt 1963 das vierklassige Schulhaus mit Schulküche, Werkraum und Gymnastikhalle. Mit dem Beginn des Schuljahres 1972/73 besuchten die Klassen 7 – 9 die Verbandsschule Iphofen. Seit 1981 werden in dem Gebäude nur die Kinder der Grundschule Hellmitzheimer Bucht unterrichtet. Sie kommen aus den Orten Possenheim, Hellmitzheim, Dornheim, Nenzenheim, Mönchsondheim und Markt Einersheim. Ein weiterer Anbau kam 1993 hinzu. Ab dem Jahr 2000 besaßen die Grundschulkinder der Verbandsschule die Möglichkeit einer Mittagsbetreuung. Die nächsten Gymnasien sind Kitzingen und Scheinfeld.[12]

Die Gemeindebücherei befindet sich im Gebäude der Grundschule Hellmitzheimer Bucht. Sie ist gut ausgestattet und bietet Lesestoff für jeden Geschmack.

Sport[Bearbeiten]

Der Marktflecken besitzt ein Sportzentrum mit Mehrzweckhalle, einen Sportplatz, Bolzplatz und Kinderspielplatz.

Das Terrassen-Freibad im Mühlengrund bildet für die Bürger Markt Einersheim und zahlreiche Besucher aus den umliegenden Orten im Sommer einen Anziehungspunkt.

Für den Wanderer erschließt der Naturerlebnisweg Speckfelder Runde den Nahbereich von Markt Einersheim.

Durch ihre Lage am Steigerwald Panoramaweg von Bamberg nach Bad Windsheim erfährt die Ortschaft ihre Einbettung in die fränkische Vielfalt.[19]

Mit zwei Routen von 25 km (Radweg Nr. 9) und 33 km (Radweg Nr. 7) berührt der Fernradweg Vom Main zur Aisch den Ort. Die Radwanderkarte des Landkreises Kitzingen beschreibt sie.[12]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Carolus Schenk zu Limpurg–Speckfeld (*1498; † 1558) erhob 1542 Markt Einersheim zum Markt. Auch führte er 1550 die Reformation ein. 

Fritz Ortner (*23. September 1913; † 2005), Altbürgermeister und Ortschronist, erhielt für seine Verdienste um Markt Einersheim das Bundesverdienstkreuz. Auch eine Straße wurde nach ihm benannt.

Nikolaus Knauf, der mit zahlreichen internationalen Ehrungen ausgezeichnet wurde, ist Ehrenbürger von Markt Einersheim. 1969 erwarb Nikolaus Knauf das Schloss von den Erben der von Rechteren –Limpurg–Speckfeld. Er renovierte es und machte den Marktflecken zu seinem Wohnsitz. Der neue Bürger beteiligte sich am politischen Geschehen im Ort und Kreis. Ihm zu Ehren erhielt die Nikolaus-Knauf-Straße seinen Namen. 

Der Zahnarzt Otto Hellmuth (1896–1968), Gauleiter der NSDAP und Regierungspräsident von Mainfranken im nationalsozialistischen Deutschen Reich, wurde in Markt Einersheim geboren. 

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wolf–Armin Frhr. v. Reitzenstein: LEXIKON FRÄNKISCHER ORTSNAMEN. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978 3 406 59131 0.
  •  Landkreis Kitzingen (Hrsg.): Kunst– und Kulturführer durch den Landkreis Kitzingen. 2 Auflage. Farbendruck Brühl, Marktbreit 1993.
  •  Dekanat Markt Einersheim (Hrsg.): Dekanat Markt Einersheim. Evangelische Gemeinden im Steigerwald. Druckhaus Goldammer, Scheinfeld 1978, ISBN 3 87214 092 2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Markt Einersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d e f g h i  Fritz Ortner, Markt Markt Einersheim (Hrsg.): Illustrierter Führer durch Markt Einersheim und seine Geschichte. Druckerei Hügelschäffer, Mainbernheim 1986.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111114/162622&attr=OBJ&val=1662
  4.  Wolf–Armin Frhr. v. Reitzenstein: LEXIKON FRÄNKISCHER ORTSNAMEN. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978 3 406 59131 0, S. 140.
  5. a b c d e  August Bomhard, Fritz Ortner, Marktgemeinde Markt Einersheim (Hrsg.): 700 Jahre Kirchengemeinde Markt Einersheim. Orts– und Pfarrchronik. Druck + Papier Meyer GmbH, Scheinfeld 1997, ISBN 3-89014–117–X.
  6.  Jesko Graf zu Dohna: Markt Einersheim. In: Jesko Graf zu Dohna (Hrsg.): Auf den Spuren der Grafen zu Castell. Vier Türme GmbH, Benedict Press, Münsterschwarzach 2004, S. 41–45.
  7.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 565.
  8.  Eduard Vetter, Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand–und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846.
  9.  Speckner Josef, Speckner Josef (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern mit ihrer Bevölkerung im Dezember 1861. Zängl, München 1863 (http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10380156-6, abgerufen am 25. September 2013).
  10.  k. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869 (http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10385405-5, abgerufen am 25. September 2013).
  11.  Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Statistik kommunal 2012. Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten für den Markt 
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  12. a b c d e f Herzlich Willkommen in Markt Einersheim. Abgerufen am 5. Juni 2013.
  13.  Hans Sommer: Markt Einersheim. In: Dekanat Markt Einersheim. Evangelische Gemeinden im Steigerwald. Verlag der Ev.–Luth.Mission, Erlangen 1978, ISBN 3 87214 092 2, S. 58.
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SG STAHL-GROSSKÜCHEN! Abgerufen am 3. Oktober 2013.
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