Markt Erlbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Markt Erlbach
Markt Erlbach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Markt Erlbach hervorgehoben
49.49416666666710.655833333333385Koordinaten: 49° 30′ N, 10° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Höhe: 385 m ü. NHN
Fläche: 60,9 km²
Einwohner: 5500 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91459
Vorwahl: 09106
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 145
Marktgliederung: 22 Ortsteile
Webpräsenz: www.markt-erlbach.de
Bürgermeisterin: Birgit Kreß (Freie Wählerliste)
Lage des Marktes Markt Erlbach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Markt Erlbach ist ein Markt im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Mittelfranken.

Kirche St. Kilian

Geografie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Markt Erlbach ist mit knapp 61 km² Gemeindefläche die fünftgrößte Gemeinde des Landkreises. Der Ort liegt auf dem Hochplateau der Frankenhöhe.


Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Markt Erlbach besteht aus insgesamt 33 Ortsteilen[2]:

Klima[Bearbeiten]

Durch seine Lage in Mitteleuropa befindet sich Markt Erlbach in der warmgemäßigten Klimazone. Dabei liegt der Ort im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima.


Durchschnittliche Temperatur- und Niederschlagswerte
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 4 9 14 19 22 24 24 19 14 7 3 Ø 13,5
Min. Temperatur (°C) -2 -1 1 4 8 11 13 13 10 6 2 -1 Ø 5,4
Niederschlag (mm) 29,5 27,5 35,0 30,0 33,7 50,8 56,7 40 37,5 41,3 37,4 35,5 Σ 454,9
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27,5
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33,7
50,8
56,7
40
37,5
41,3
37,4
35,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

In waldreicher Gegend, auf der Anhöhe des Naturparks Frankenhöhe, liegt Markt Erlbach. Der Name kommt von Erlenbach, dessen Quelle innerhalb der Gemarkung liegt.

"Waldland - Königsland", so hieß es zur Zeit Karls des Großen. Aufgefundene Hügelgräber um Markt Erlbach weisen auf eine viel frühere Besiedelung hin. Eine frühe Kirchengründung, von der viele Filialkirchen ausgingen, und die Lage an der Heerstraße zwischen den Reichsstädten Nürnberg, Bad Windsheim und Rothenburg o.d.T. führten Markt Erlbach durch eine wechselvolle Geschichte, waren aber auch die Voraussetzung für die Entwicklung zu einem Schwerpunkt für Handwerk, Handel und Gerichtsbarkeit. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf einen Stiftungsbrief über das Kloster Heilsbronn von 1132 zurück. Auch in späteren Jahren wird Markt Erlbach oft zusammen mit Kirchen erwähnt. 1144 wird bereits von einer Kirche Erlbach gesprochen. 1384 wird Erlbach als „oppidum“ – befestigter Ort - bezeichnet und führt im Siegel das hohenzollerische Wappen (Brackenkopf auf dem schwarz-weißen Schild). Siehe hierzu auch die Darstellung im Kirchenfenster der Kilianskirche von 1380.

Nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges siedelten sich in Markt Erlbach und Umgebung zahlreiche österreichische Glaubensvertriebene an, die den wirtschaftlichen Wiederaufstieg unterstützten.[3]

Markt Erlbach gehört seit dem Pariser Vertrag von 1810 zu Bayern.

Im Jahr 1911 wurde der Gemeindename amtlich von Erlbach in Markt Erlbach geändert.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juni 1968 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Buchen und Kotzenaurach eingegliedert. Am 1. Januar 1970 kamen Losaurach und Teile von Altselingsbach hinzu. Eschenbach, Jobstgreuth, das im Jahr 1875 von Clausaurach umbenannte Klausaurach, Siedelbach und Teile von Buchklingen folgten am 1. Januar 1972.[4] Linden kam schließlich am 1. Januar 1978 hinzu.[5]

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:

CSU SPD Bürgerblock/Die unabh. Demokraten Freie Wählerliste Gesamt
2008 7 4 4 5 20 Sitze
2002 9 4 4 3 20 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau mit von Rot und Silber gestücktem Schildbord ein gelehnter, von Silber und Schwarz gevierter Schild, darauf ein silberner Kübelhelm; Helmzier ein goldener Brackenkopf mit roter Zunge und rotem Ohr, der unten zu einer goldenen Helmdecke ausgezogen ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Torhaus von Markt Erlbach von 1700
  • Kirche St. Kilian
  • Pfarrkirche St. Leonhard (Ortsteil Linden)
  • Kirche St. Jobst (Ortsteil Jobstgreuth)
  • Torhaus
  • Altes Rathaus
  • Altes Schießhaus v.1689
  • Marktplatz
  • Weeth
  • Rangau-Handwerker-Museum

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

In Markt Erlbach treffen sich die Staatsstraße 2252, die B 13 mit der B 8 und die Staatsstraße 2255, die die B 13 mit der B 470 verbindet. Außerdem hat die Staatsstraße 2244, die an der Anschlussstelle Bamberg der A 70 endet, hier den Ausgangspunkt.

In der ersten Hälfte der 1880er Jahre wurde Markt Erlbach mit dem Postbuslinien Ansbach – Dietenhofen – Markt Erlbach an die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim angeschlossen.[6] Mit dem Bau der Verlängerung der Zenngrundbahn von Wilhermsdorf nach Markt Erlbach wurde im Januar 1902 begonnen. Die Strecke wurde am 5. Dezember 1902 eröffnet. Markt Erlbach ist seitdem Endbahnhof, eine weitere Haltestelle befindet sich im Ortsteil Eschenbach.

Ein weiteres Angebot ist die Buslinie 129 der Omnibusverkehr Franken von Dietenhofen nach Neustadt an der Aisch.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Markt Erlbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek
  3. Eberhard Krauß: Exulanten im früheren Evang.-luth. Dekanat Markt Erlbach im 17. Jahrhundert. Nürnberg 2011 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 26). ISBN 978-3-929865-35-6
  4. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 536.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 723.
  6. Peter Ramsenthaler: Lokalbahn Nürnberg- Unternbibert-Rügland : Von der Frankenmetropole in den Rangau. H-und-L-Publ.-Souvenirs-Verlag Bleiweis, Schweinfurt 1996, ISBN 3-928786-48-2, Seite 2