Markt Rettenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Markt Rettenbach
Markt Rettenbach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Markt Rettenbach hervorgehoben
47.947510.395679Koordinaten: 47° 57′ N, 10° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Höhe: 679 m ü. NHN
Fläche: 51,45 km²
Einwohner: 3718 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87733
Vorwahl: 08392
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 168
Adresse der
Marktverwaltung:
Ottobeurer Str. 10
87733 Markt Rettenbach
Webpräsenz: www.markt-rettenbach.de
Bürgermeister: Alfons Weber (CSU / ÜWG)
Lage des Marktes Markt Rettenbach im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
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Markt Rettenbach ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Geografie[Bearbeiten]

Markt Rettenbach liegt jeweils 20 km von Memmingen und Mindelheim entfernt in der Region Donau-Iller in Oberschwaben.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Markt Rettenbach, Engetried, Eutenhausen, Frechenrieden, Gottenau, Holzerwald, Lannenberg, Mussenhausen und Wineden.

Zum Markt Markt Rettenbach gehören unter anderem die Orte Markt Rettenbach, Arlisberg, Altisried, Burg, Engetried, Erlis, Eutenhausen, Flohkraut (PLZ 87671), Frechenrieden, Gottenau, Griesthal, Hammerschmiede, Hinterbuchenbrunn, Hochholz, Kapelle, Köndlberg, Krautenberg (PLZ 87724), Lannenberg, Lichtenau, Linden, Mussenhausen, Neubuchenbrunn, Rohrhof, Rotmoos, Vorderbuchenbrunn, Windenberg und Wineden.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Raum um Rettenbach ist seit dem 6. und 7. Jahrhundert besiedelt. Urkundlich wird erst 1152 ein "Rotinbach" in den Ottobeurer Klosterbüchern erwähnt. Rettenbach war seit 1547 Herrschaft der späteren Fürsten Fugger-Babenhausen. 1790 erhielt Rettenbach Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern, die Fürsten Fugger hatten aber bis 1848 bedeutende Reservatrechte. Am 18. Dezember 1901 erfolgte die Umbenennung der Gemeinde in Markt Rettenbach.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform wurde am 1. Juli 1971 die bis dahin selbständige Gemeinde Lannenberg eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Wineden hinzu.[2] Am 1. Mai 1978 folgten Engetried, Eutenhausen, Frechenrieden, Gottenau und Mussenhausen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 3279 Einwohner[3]
  • 1970: 3226 Einwohner[3]
  • 1987: 3282 Einwohner
  • 2000: 3652 Einwohner
  • 2011: 3635 Einwohner
  • 2012: 3718 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Alfons Weber (CSU/ÜWG).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1380 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 251 T€.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Von den 16 Sitzen im Gemeinderat entfallen auf die einzelnen Parteien/ Wählergruppen folgende Sitze:

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 16. Dezember 1866 durch König Ludwig II. von Bayern genehmigt.

Blasonierung: „Von Gold, Rot und Blau schräglinks geteilt; im roten Feld ein silberner Schrägwellenbalken, im goldenen ein blauer Stern, im blauen zwei silberne Sterne.“

Der silberne schräge Wellenbalken im roten Feld steht für den Ortsnamen „Rotinbach“ oder auch „Röttebach“, der als Bach aus dem Rotmoos kommt. Die silbern - blauen Sterne verweisen im damaligen Zeitgeist „auf das Glück der bayerischen Staatszugehörigkeit“. Die Feldfarben Gold - Blau nehmen Bezug auf die Hauptfarben im Wappen der Familie Fugger und erinnern damit an die mehr als 300jährige Fuggersche Herrschaft über den Ort. Wohl in Anlehnung an das ältere Wappen des Fuggermarktes Babenhausen war das Gemeindewappen von 1866 über dem Schildhaupt noch mit einer Mauerkrone und zwei Wimpeln versehen. Der heraldische rechte Wimpel ist gold und blau geviert und in den Farben wechselnd mit der Fuggerlilie belegt; der heraldisch linke ist gold und schwarz geviert. Beide Wimpel sind mit einem Schildchen in Rot bzw. Blau sowie Symbolen der Verbundenheit zur ehemaligen Herrschaft versehen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Jakob
  • Fuggerschloss
  • Zehentstadel (ehm. Lagerhaus)
  • Kirche St. Jakobus der Ältere, eine Station auf dem Bayerisch-Schwäbischen Jakobusweg
  • Steinfelsen
  • Schlössle in Gottenau
  • Ehemalige Burgmühle zu Rettenbach mit Fachwerkgiebel

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 38, im produzierenden Gewerbe 182 und im Bereich Handel und Verkehr 46 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 131 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.226. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 13, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 157 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3.153 ha, davon waren 2.852 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 149 Kindergartenplätze mit 134 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 21 Lehrern und 349 Schülern

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Markt Rettenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 521.
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.