Markthalle Basel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Markthalle von innen
Markthalle von aussen

Die Markthalle Basel (auch "Grossmarkthalle" genannt) wurde 1929 errichtet und bis 2004 für den Marktbetrieb genutzt.

Das Schalengewölbe der Achteckkuppel war eine Weiterentwicklung der Kuppelkonstruktion der Leipziger Großmarkthalle. Es hat bei einer Spannweite von 60 Meter eine Stärke von acht Zentimetern und besitzt die Form von Zykloiden.

Der Entwurf der Markthalle Basel stammt von dem Architekturbüro Gönner & Rhynner. Sie wurde von der Züblin AG nach den Plänen und Berechnungen von Hubert Rüsch der Dyckerhoff & Widmann AG ausgeführt. Zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung war die Markthalle der drittgrösste Stahlbeton-Kuppelbau der Welt. Die Anlage steht heute unter Denkmalschutz.[1]

Der Zoo Basel beabsichtigte, in der Markthalle ein "Polarium" einzurichten, mit der Haltung von Pinguinen und anderen Tieren, die aus den Polargebieten stammen. Dieses Konzept gewann die breite Unterstützung der Bevölkerung, einiger Politiker und auch der Tourismusförderung.[2] Die Stadt Basel verkaufte die Markthalle jedoch an einen Immobilien-Investor, der in den Jahren 2009 bis 2011 umbaute und sanierte. Auf zwei Etagen sind Flächen für Modegeschäfte, Gastronomie, ein Bergsport- und ein Computergeschäft entstanden; unter der Kuppel finden hin und wieder Veranstaltungen statt. Direkt neben der Markthalle wurde zur gleichen Zeit ein zwölfstöckiger Turm mit Wohnungen erstellt.

Nur das Bergsport- und das Computerfachgeschäft wurden rege besucht, während die auf hochpreisige Mode ausgerichteten Geschäfte sich über eine Besucherflaute beklagten. Mit einem neuen Konzept - mit der Einrichtung von Marktständen und Gastronomiebetrieben - wird seit Anfang 2014 versucht, die Besucherzahlen zu verbessern.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Günschel: Große Konstrukteure 1 Freyssinet, Maillart, Dischinger, Finsterwalder. Ullstein, Berlin 1966.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.markthalle-basel.ch/markthalle-basel/die-neue-einkaufskultur/geschichte/ (abgerufen am 2. Juli 2012)
  2. http://www.20min.ch/print/story/12543126, aufgerufen am 25. September 2014
  3. http://bazonline.ch/basel/stadt/Neues-Konzept-fuer-Basler-Markthalle--zurueck-zu-den-Wurzeln/story/22067330, aufgerufen am 25. September 2014

47.5494444444447.5872222222222Koordinaten: 47° 32′ 58″ N, 7° 35′ 14″ O; CH1903: 611186 / 266536