Markus Feldmann
Markus Feldmann (* 21. Mai 1897 in Thun; † 3. November 1958 in Bern; heimatberechtigt in Glarus und ab 1940 in Bern) war ein Schweizer Politiker der BGB (spätere SVP).
Leben und Werk [Bearbeiten]
Der Jurist und Journalist Feldmann wurde 1945 in den Regierungsrat (Exekutive) des Kantons Bern gewählt, wo er zunächst die Gemeinde- und Sanitätsdirektion und später die Erziehungs- und Kirchendirektion leitete. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges kam es 1950 im sogenannten Berner Kirchenkampf zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Feldmann und einer Gruppe von Pfarrern um den Theologen Karl Barth, zu der als prominentestes Mitglied Walter Lüthi gehörte.
Feldmann wurde am 13. Dezember 1951 in den Bundesrat gewählt und verstarb im Amt. Während seiner Amtszeit stand er dem Justiz- und Polizeidepartement vor und gehörte der damals neu gegründeten Liga gegen den Lärm an.
Er war 1955 Vizepräsident des Bundesrates und 1956 Bundespräsident. Während seines Präsidialjahres wurde der indonesische Staatspräsident Sukarno in Bern empfangen.
Feldmann liegt begraben auf dem Berner Schosshaldenfriedhof.
Literatur [Bearbeiten]
- Markus Feldmann (1897–1958). Bundesrat, Journalist, Tagebuchschreiber / hrsg. vom Schweizerischen Bundesarchiv. Bern: Schweizerisches Bundesarchiv, cop. 2001. ISBN 3-908439-06-X
- Markus Feldmann Tagebuch 1923–1958 / bearb. von Peter Moser unter Mitarb. von Roger Sidler ... [et al.]. [Bern] – Basel: Schweizerische Gesellschaft für Geschichte – Kommissionsverlag Krebs, 2001–2002. 6 Bde. ISBN 3-85513-331-X (Bd. 1), ISBN 3-85513-332-8 (Bd. 2), ISBN 3-85513-333-6 (Bd. 3), ISBN 3-85513-334-4 (Bd. 4), ISBN 3-85513-335-2 (Bd. 5), ISBN 3-85513-336-0 (Bd. 6)
Weblinks [Bearbeiten]
- Peter Stettler: Markus Feldmann im Historischen Lexikon der Schweiz
- Zur Edition des Tagebuchs von Markus Feldmann, abgerufen 10. November 2011
- Literatur von und über Markus Feldmann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Eduard von Steiger | Mitglied im Schweizer Bundesrat 1952–1958 |
Friedrich Traugott Wahlen |
Daniel-Henri Druey | Jonas Furrer | Jakob Stämpfli | Josef Martin Knüsel | Jakob Dubs | Paul Cérésole | Fridolin Anderwert | Emil Welti | Louis Ruchonnet | Adolf Deucher | Eugène Ruffy | Eduard Müller | Ernst Brenner | Robert Comtesse | Josef Anton Schobinger | Ludwig Forrer | Arthur Hoffmann | Camille Decoppet | Heinrich Häberlin | Johannes Baumann | Eduard von Steiger | Markus Feldmann | Friedrich Traugott Wahlen | Ludwig von Moos | Kurt Furgler | Rudolf Friedrich | Elisabeth Kopp | Arnold Koller | Ruth Metzler-Arnold | Christoph Blocher | Eveline Widmer-Schlumpf | Simonetta Sommaruga
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Feldmann, Markus |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker (BGB) |
| GEBURTSDATUM | 21. Mai 1897 |
| GEBURTSORT | Thun |
| STERBEDATUM | 3. November 1958 |
| STERBEORT | Bern |
