Markus Persson

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Markus Persson

Markus Alexej Persson (* 1. Juni 1979 in Stockholm, Schweden), auch bekannt als Notch (englisch für „Kerbe“), ist ein schwedischer Spieleentwickler, der durch das Spiel Minecraft bekannt wurde, welches er anfangs vollständig in Eigenarbeit entwickelte. Er ist seit Anfang 2011 Eigentümer der von ihm gegründeten Mojang AB. Am 1. Dezember 2011 trat er seinen Posten als Hauptentwickler von Minecraft an Jens Bergensten ab, um sich anderen Projekten zu widmen.[1]

Leben[Bearbeiten]

Geboren in Stockholm, verbrachte Markus Persson seine Kindheit in Edsbyn. Markus Persson begann das Programmieren im Alter von sieben Jahren am Commodore 128 seines Vaters. Im Alter von acht Jahren hatte er bereits sein erstes textbasiertes Action-Adventure geschrieben. Heute programmiert er vor allem mit der Programmiersprache Java, wobei er früher auch gelegentlich C++ verwendete. Seine berufliche Laufbahn als Spieleentwickler führte ihn unter anderem zu King.com,[2] wo er bis 2009 arbeitete und unter anderem das Spiel Luxor programmierte. Zu dieser Zeit arbeitete er auch nebenberuflich bei der Online-Foto-Plattform Jalbum. Persson ist außerdem Mitbegründer des Spiels Wurm Online, an welchem er allerdings nicht mehr mitarbeitet. Neben seiner Tätigkeit als Spieleentwickler ist er auch Musiker im Bereich der Elektromusik, dort unter dem Namen „Markus Alexej“. Im Juni 2014 ersteigerte Persson eine von fünf Testpressungen des nie veröffentlichten Caustic-Window-Albums aus dem Jahr 1994 für 46.300 US-Dollar.[3]

Persson lebt in Stockholm im Stadtteil Södermalm. Vom 13. August 2011 bis 15. August 2012[4] war Persson mit Elin Zetterstrand, der Schwester des Malers Kristoffer Zetterstrand, verheiratet. Persson ist Mitglied der Hochbegabtenvereinigung Mensa International und Mitglied der schwedischen Piratenpartei. Sein Markenzeichen ist ein Fedora.[5]

Weitere Spiele[Bearbeiten]

Markus Persson hat nicht nur Minecraft entwickelt, sondern auch noch viele andere Spiele, unter anderem im Rahmen der Ludum-Dare-Wettbewerbe, an denen er seit 2008 regelmäßig teilnimmt. Zu seinen bekannteren Spielen neben Minecraft gehören Breaking the Tower, ein minimalistisches Echtzeit-Strategiespiel (RTS), sowie Minicraft, ein zweidimensionales, an Minecraft angelehntes Actionspiel, Außerdem noch die Spiele Cobalt und Scrolls.

Am 1. Dezember 2011 gab er sein Amt als Chefentwickler von Minecraft an Jens Bergensten ab, um sich der Entwicklung anderer Spiele zu widmen.

Nach mehreren Andeutungen, an der Entwicklung eines im Weltraum angesiedelten Open-World-Spiels interessiert zu sein, kündigte Persson am 1. April 2012 an, dieses Spiel „Mars Effect“ nennen zu wollen – ein auf eine markenrechtliche Auseinandersetzung zwischen Mojang und BioWare gemünzter Aprilscherz in Anlehnung an die Mass-Effect-Serie. Am 3. April enthüllte er den tatsächlichen Namen des Spiels, das 0x10c heißen wird, doch zurzeit ist dieses Projekt stillgelegt.[6][7][8]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Simon Parkin: The Creator. In: The New Yorker, 5. April 2013

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Word of Notch: Och med dom orden så passar jag micken (englisch). 2. Dezember 2011.
  2. Eigendarstellung von Markus Persson auf der Website seiner Firma Mojang AB, zuletzt gesichtet am 25. September 2011
  3. Minecraft-Erfinder ersteigert Testpressung für 46.300 $ bei intro.de, abgerufen am 30. Juni 2014
  4. „As of today, I am single.“, aufgerufen am 15. August 2012.
  5. Fakten über Notch
  6. Markus Notch Persson stellt Entwicklungsarbeiten komplett ein. 19. August 2013. Zugriff: 21. August 2014
  7. Mars Effect – offizielle Webpräsenz. Darin: „This was an April Fools joke. Or rather, the name was. The game is real.“
  8. 0x10c – offizielle Webpräsenz