Markus Pieper (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Markus Pieper (2014)
Markus Pieper ist regelmäßig einer der Redner beim Politischen Aschermittwoch der CDU in Recke – hier 2014 mit Anja Karliczek und Karl-Josef Laumann.
Markus Pieper im Gespräch mit dem CDU-Mitglied Hermann Fischer (rechts), der seinerzeitigen CDU-Bundestagskandidatin Anja Karliczek und dem nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Wilfried Grunendahl während des 15. Jazz-Frühschoppens des CDU-Ortsverbands Mettingen auf dem Schultenhof-Gelände.

Markus Pieper (* 15. Mai 1963 in Hameln) ist ein deutscher Politiker. Er ist seit 2004 Europaabgeordneter der CDU für Nordrhein-Westfalen und vertritt den CDU-Bezirksverband Münsterland. Im Europäischen Parlament ist er für die Europäischen Volkspartei Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr und Mittelstandssprecher seiner Fraktion. Pieper ist zudem Vorsitzender der Europakommission der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT)[1]

Biographie[Bearbeiten]

Markus Pieper studierte Geographie, Volkswirtschaft und Raumplanung an den Universitäten Hannover und Göttingen. Als Diplom-Geograph promovierte er 1994 über den Bedeutungswandel industrieller Standortfaktoren beim späteren Präsidenten der Universität Hannover, Ludwig Schätzl, zum Dr. rer. nat..[2] Ab 1989 und später parallel zur Dissertation arbeitete Pieper als Projektleiter bei der Unternehmens- und Kommunalberatung Troje GmbH in Hann. Münden. 1994 wechselte er zur Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland und wurde dort 1996 Geschäftsführer. Von 1998 bis 2005 war er auch stellvertretender Vorsitzender des niedersächsischen Verbandes für Sicherheit in der Wirtschaft.[3] Von 1994 bis 2004 war er zudem Lehrbeauftragter der Universität Osnabrück und 2014 an der der Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

2004 wurde Markus Pieper in das Europäische Parlament gewählt. Zu seinen weiteren politischen Funktionen zählt seit 2007 die Mitgliedschaft im Landesvorstand der nordrhein-westfälischen CDU und seit 2010 der stellvertretende Vorsitz im CDU-Kreisverband Steinfurt.[3][4] Von 2001 bis 2004 war er zudem Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Lotte. Über die politischen Funktionen hinaus engagiert er sich unter anderem in der Europa-Union sowie seit 2004 als stellvertretender Vorsitzender beim Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerk NRW (DEPB) und seit 2007 als Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin.[3]

Europäisches Parlament[Bearbeiten]

Im Europäischen Parlament gilt Pieper als Experte für Struktur- und Regionalpolitik. Er war von 2009 bis 2014 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für regionale Entwicklung[5] und befasste sich als Berichterstatter des Parlaments mit Erweiterungsfragen und der Aufnahmekapazität der EU. Zudem war er verantwortlich für den Parlamentsbericht zur Zukunft der Kohäsionspolitik ab 2014 sowie die Haushaltsentlastung der Europäischen Kommission 2012.

In der Legislaturperiode des Europäischen Parlaments 2014 bis 2019 ist Markus Pieper als Mitglied in den Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr gewechselt.[5] Er ist Sprecher des Mittelstandskreises der EVP-Fraktion und Sprecher des CDU/CSU-Parlamentskreises Mittelstand (PKM Europe). Ferner ist er weiterhin stellvertretendes Mitglied im Industrieausschuss und im Haushaltskontrollausschuss sowie im Europaausschuss des Deutschen Bundestags. Weitere Mitgliedschaften hat er in der Delegation für parlamentarische Kooperation der EU mit Ländern Zentralasiens und in der interfraktionellen Arbeitsgruppe „Nachhaltige Jagd, ländliche Entwicklung, Wald“.

Privates Leben[Bearbeiten]

Markus Pieper ist verheiratet und hat mit seiner Frau Sabine Lockstedt drei Kinder. Die Familie lebt in Lotte. Er ist evangelisch-lutherischer Konfession und Mitglied in örtlichen Vereinen, im regionalen Hegering und der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung sowie in der Europa-Union Steinfurt und dem Münsterland e.V..[3]

Zitat[Bearbeiten]

„Ich bin kein pflegeleichter Europäer, aber ich stehe zu dieser Idee.“

Markus Pieper 2014 gegenüber den Westfälischen Nachrichten[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Markus Pieper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. MIT-Kommissionen 2013-2015; abgerufen am 4. Oktober 2014
  2. Link zur Dissertation mit dem Titel Das interregionale Standortwahlverhalten der Industrie in Deutschland
  3. a b c d Angaben zum Lebenslauf im Webauftritt von Markus Pieper; abgerufen am 4. Oktober 2014
  4. Vorstandsteam des CDU-Kreisverbands Steinfurt; abgerufen am 4. Oktober 2014
  5. a b Angaben in der Abgeordneten-Datenbank des EU-Parlaments; abgerufen am 4. Oktober 2014
  6. Martin Ellerich: Europaabgeordneter Dr. Markus Pieper: „Wir haben Europa viel zu verdanken“ - Erfolge trotz der EU-Regelungswut. In: Westfälische Nachrichten, Online-Fassung vom 28. Januar 2014; abgerufen am 4. Oktober 2014