Marmorierter Panzerwels

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Marmorierter Panzerwels
Marmorierter Panzerwels (Corydoras paleatus)

Marmorierter Panzerwels (Corydoras paleatus)

Systematik
Otophysa
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Überfamilie: Loricarioidea
Familie: Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae)
Gattung: Corydoras
Art: Marmorierter Panzerwels
Wissenschaftlicher Name
Corydoras paleatus
Jenyns, 1842
Marmorierter Panzerwels

Der Marmorierte Panzerwels (Corydoras paleatus) (lateinisch: palea = spreu, punktiert) ist ein Süßwasserzierfisch der Gattung Corydoras. Er kann eine Länge von bis zu etwa 7 cm erreichen und 10 bis 13 Jahre alt werden.

Merkmale[Bearbeiten]

Wie alle Panzerwelse ist der Marmorierte Panzerwels ein Darmatmer, das heißt, er muss von Zeit zu Zeit an der Wasseroberfläche Luft holen. In Gefangenschaft sollte er daher nicht in einem Becken mit geschlossener Schwimmpflanzendecke gehalten werden.

Flossenformel[1][Bearbeiten]

Ökologie[Bearbeiten]

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Marmorierte Panzerwels ist im Amazonasgebiet des tropischen Südamerikas beheimatet. Er ist in Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay im Rio Parana und Río de la Plata verbreitet. Die Gewässer, in denen der Marmorierte Panzerwels vorkommt, weisen folgende Wasserwerte auf:

  • einen pH-Wert von 6 bis 8
  • einen GH-Wert von 2° bis 19°d
  • einen KH-Wert von 2° bis 9°
  • und eine Temperatur von 18° bis 28 °C.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

In der freien Wildbahn vollziehen die Marmorierten Panzerwelse nach der Regenzeit, wenn sich das Wasser wieder erwärmt hat, ihr arttypisches Paarungsverhalten, nach der Regenzeit befinden sich sehr viele Schwebstoffe und somit auch Beutetierchen im Wasser. Die Tiere vollziehen ein spezielles Paarungsverhalten, bei dem das Männchen das Weibchen umkreist und stark zuckt. Das Weibchen sucht zum Ablaichen gut geeignete Stellen, wie geschützte Steine und Blätter, um anschließend daran die ca. 150 Eier zu heften, die die Männchen anschließend befruchten.

Ernährung[Bearbeiten]

Der Marmorierte Panzerwels ist allesfressend (omnivor) und ernährt sich, indem er am Boden und in Bodennähe nach Algen, Detritus, Kleintieren und Pflanzenteilen sucht.

Aquaristik[Bearbeiten]

Die Tiere sind Schwarmfische und sollten bei Aquarienhaltung in Gruppen von mindestens sechs bis sieben Tieren gepflegt werden, jedoch sollten in größeren Aquarien auch mehr Tiere gehalten werden (z.B. bei 126 l sollten es mind. 10-12 sein). Der Marmorierte Panzerwels ist sehr friedlich und kann auch mit kleineren Fischen oder Garnelen problemlos vergesellschaftet werden. Wichtig ist ein weicher, nicht scharfkantiger Bodengrund (Sand ist optimal), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können. Er kann in Becken ab 54 l (60 cm x 30 cm x 30 cm Standardaquarium) gehalten werden.

Zucht[Bearbeiten]

Es handelt sich um eine sehr leicht zu züchtende Art. Die Laichbereitschaft wird durch die Simulation einer Regenzeit (starke, abrupte Teilwasserwechsel mit Temperaturschwankungen) eingeleitet. Zur erfolgreichen Zucht benötigt man ein weibliches Exemplar und zwei männliche. Ein Weibchen legt nacheinander etwa 150 durchsichtig-weiße Eier, die an großen Blättern, Steinen oder einfach an die Aquarienscheiben geklebt werden. Die Weibchen zeichnen sich durch ihre Fülligkeit und Größe, gegen die kleineren, schlankeren Männchen aus. Die Eier sollten von den Alttieren nach kurzer Zeit getrennt werden. Die Eier brauchen etwa 3 bis 5 Tage bis zum Schlüpfen. Die Larven sind sehr klein und teilweise durchsichtig. Zwei bis drei Tage nach dem Schlüpfen, wenn der Dottersack aufgebraucht ist, können die Larven mit Artemia-Nauplien gefüttert werden. Später kann feinstes Flockenfutter aus Algen und Mischfutter gegeben werden.

Futter[Bearbeiten]

Im Aquarium eignet sich zudem folgendes Futter: Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven, Grindalwürmer), Frostfutter (Cyclops) und Trockenfutter (Tabletten, Futterflocken). Der Marmorierte Panzerwels sucht immer wieder am Boden nach Essbarem und durchwühlt ihn mit seinen Barteln.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. Weltbild Verlag., Augsburg 1995, ISBN 3-89350-991-7.