Marnheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Marnheim
Marnheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Marnheim hervorgehoben
49.63258.0408333333333207Koordinaten: 49° 38′ N, 8° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Kirchheimbolanden
Höhe: 207 m ü. NHN
Fläche: 9,95 km²
Einwohner: 1639 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 165 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67297
Vorwahlen: 06352, 06351
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 045
Adresse der Verbandsverwaltung: Neue Allee 2
67292 Kirchheimbolanden
Webpräsenz: www.kirchheimbolanden.de
Ortsbürgermeister: Klaus Duwensee
Lage der Ortsgemeinde Marnheim im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Marnheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden an.

Geographie[Bearbeiten]

Marnheim liegt an der Pfrimm in unmittelbarer Nähe von Kirchheimbolanden und bildet Das Tor zum Zellertal. Folgt man dem Fluss Pfrimm kommt man nach einigen Kilometern in Worms an.

Zu Marnheim gehören auch die Weiler und Wohnplätze Berghof, Elbisheimerhof, Froschauerhof, Mittelmühle, Riedenmühle, Rothenbergermühle, Sandbrunner Häuschen und Steinmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 774 wurde Marnheim erstmals urkundlich im Lorscher Codex als Mawenheim erwähnt. Wahrscheinlich ist der Ort aber als Siedlungsgegend noch älter, wie Funde in der Umgebung belegen. Im Jahre 1135 wird Marnheim dann Mouwenheim genannt, wie eine Urkunde eines gewissen Arnold von Mouwenheim bezeugt.

Im Mittelalter gehörte Marnheim längere Zeit zur Herrschaft Bolanden, später zur Kurpfalz und im 18. Jahrhundert zu Nassau-Weilburg, also zu Kirchheimbolanden. Im Zusammenhang mit den Revolutionskämpfen von 1849 unterzeichnete hier der damalige Prinz von Preußen, spätere Kaiser Wilhelm I., die völkerrechtlich umstrittene „Erklärung der Rheinpfalz in den Kriegszustand“. Der Tisch, an dem dies geschah, ist als historisches Möbelstück im Heimatmuseum in Kirchheimbolanden erhalten.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Marnheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG WGR Gesamt
2014 3 4 7 2 16 Sitze
2009 3 4 7 2 16 Sitze
2004 3 4 5 4 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Marnheim e.V.

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

  • Klaus Duwensee (FWG)

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber über blauem Wellenschildfuß ein roter Balken, oben ein auf dem Balken stehendes achtspeichiges rotes Rad“.

Gemäß einem zu 1626 belegten Siegel drückt das Wappen die Vogteirechten erwachsenen Ortsherrschaften der Herren von Bolanden und von Wartenberg aus. Der Wellenschildfuß stellt die Pfrimm dar, die durch Marnheim fließt.

Das Wappen wurde im Juli 1930 von dem Bayrischen Staatsministerium des Innern in München genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Überrest des Pfrimmtalviaduktes

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Marnheim

Sport[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde verfügt über ein Sport- und Freizeitzentrum mit Sauna, zwei Kegelbahnen, einem Sportplatz, drei Tennisplätzen und über eine Schießanlage.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die Kerwe findet am zweiten Wochenende im September statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Verkehrsanbindung für das Auto ist mit der in der Nähe gelegenen A 63 mit Anschluss in Kirchheimbolanden sehr gut, darüber hinaus führt an dem Ort die B 47 vorbei.

Marnheim besitzt einen Bahnhof an der Zellertalbahn LangmeilMonsheim, mit der man den Ort während der Sommersaison an Sonn- und Feiertagen erreichen kann.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Der Ort verfügt über einen Kindergarten sowie Kinderspielplatz, einen Grillplatz, Bürgerraum sowie einer Bücherstube.

Bildung[Bearbeiten]

In Marnheim gibt es eine Grundschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Rafik Schami (* 1946), Schriftsteller, lebt und arbeitet in Marnheim

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marnheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 90 (PDF; 2,3 MB)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen