Marta Abba

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Marta Abba (* 25. Juni 1900 in Mailand; † 24. Juni 1988 ebenda) war eine italienische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Abba besuchte die Schauspielschule der Accademia dei Filodrammatici ihrer Geburtsstadt und debütierte 1922 unter Regisseur Virgilio Talli in Anton Tschechows Die Möwe. Bereits im Folgejahr verpflichtete sie Luigi Pirandello als erste Dame für sein Teatro d'Arte di Roma, wo Abba jahrelang nahezu ausschließlich in seinen Stücken spielte und seiner Arbeit neue Kraft gab. Die komplexe Beziehung des 58-jährigen Autors und der 25-jährigen Schauspielerin wird in mehreren Büchern thematisiert.[1] 1928 gründete Abba ihre eigene Schauspielgesellschaft, mit der sie neben Pirandello auch andere europäische Autoren aufführte und für die sie Regisseure wie Max Reinhardt und Guido Salvini verpflichtete. Auch Tourneen im In- und Ausland, insbesondere den Vereinigten Staaten, folgten. Im Januar 1938 heiratete sie dort Severance A. Millikin aus der gleichnamigen Unternehmerfamilie und nahm ihre Auftritte in bescheidenem Umfang nach ihrer Rückkehr (1952, nach der Scheidung von ihrem Mann) in die Heimat wieder auf. Nur zwei Mal spielte sie in Filmen.[2]

Schauspielerin Cele Abba ist ihre Schwester. Marta Abba veröffentlichte ihre Biografie als La mia vita di attrice.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1933: Il caso Haller
  • 1934: Teresa Confalonieri

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. So in Benito Ortolani (Hrsg.): Pirandello's Love Letters to Marta Abba. 1994, 371 S. ISBN 978-0-691-03499-7
  2. Enrico Lancia, Roberto Poppi: Dizionario del cinema italiano. Le attrici. Gremese 2003, S. 7