Marta Fuchs

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Marta Fuchs bei der Probe zum „Rosenkavalier“ an der Staatsoper (1937)
Marta Fuchs als Kundry mit Heinz Tietjen und Ivar Andrésen bei den Proben zum Parsifal , Bayreuther Festspiele 1936

Marta Fuchs (* 1. Januar 1898 in Stuttgart; † 22. September 1974 in Stuttgart-Sonnenberg) war 1923 Konzertsängerin und ab 1928 Opernsängerin in Aachen.

1930 wechselte sie an die Staatsoper in Dresden. Nach der Umschulung vom Alt zum hochdramatischen Sopran sang sie u. a. Marschallin, Isolde, Brünnhilde, Arabella und Fidelio. Einen Teil ihrer Alt-Partien behielt sie sogar nach ihrem Fachwechsel zum dramatischen Sopran bei.

In den Jahren von 1933 bis 1942 stand sie im Mittelpunkt der Bayreuther Festspiele, wo man sie als Isolde, Kundry und vor allem als Brünnhilde feierte. Am 20. Februar 1935 übernahm sie die Partie der Maria Tudor in der Uraufführung von Rudolf Wagner-Regeny's "Der Günstling". Dem nationalsozialistischen Regime stand sie allerdings distanziert gegenüber. Legendär ist ihr Gespräch mit Hitler im Jahr 1936: "Herr Hitler, sie mache’ e’ Krieg!" Auf Hitlers verneinende Beteuerungen antwortete Fuchs: "Ich trau’ ihne’ nicht". Im Mai 1939 fragte Hitler Marta Fuchs bei einem Empfang: "Na, hab ich ’e Krieg gemacht?" Marta Fuchs sagte nur: "Ich trau’ ihne’ noch immer nicht!".[1]

1941 sang sie die Fidelio-Leonore an der römischen Oper.

Gastspiele gab sie in Bayreuth (z.B. 1938 Kundry in Parsifal), Amsterdam, Paris, London, Berlin, Wien und Salzburg. 1935 sang sie Die schweigsame Frau in der Uraufführung. 1945 kehrte sie zurück nach Stuttgart und 1952 erfolgte ihr Rückzug von der Bühne.

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Gottfried von Einem, Erinnerungen

Literatur[Bearbeiten]

  • Roswitha von der Borne, Johannes Lenz: Marta Fuchs: 1898-1974 "Das schwäbische Götterkind". Johannes Mayer Verlag, Stuttgart 2010. ISBN 978-3-86783-010-2

Weblinks[Bearbeiten]