Martha Cooper

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Martha Cooper (* 1942 in Baltimore, Maryland) ist eine US-amerikanische Fotojournalistin, die mit ihren Bildern insbesondere die Entwicklung der New Yorker Hip-Hop-Kultur dokumentiert hat.

Während der Urban Discipline Graffiti-Art Ausstellung in Hamburg, 2001

Biografie[Bearbeiten]

Martha Cooper fotografierte bereits im Alter von drei Jahren. Nach dem Collegeabschluss am Grinnell College in Iowa ging sie 1963 mit dem Friedenskorps als Englischlehrerin nach Thailand.

Nach zwei Jahren Unterricht fuhr sie 1965 mit einem Motorrad über 20.000 Kilometer von Thailand nach Oxford, England und begann ein Studium der Ethnologie. Sie ist der Meinung, die Möglichkeiten der Kamera nicht zu nutzen und sucht nach einem Weg, Fotografie und Anthropologie zu verbinden.

Nach Anstellungen am Smithsonian Institut, der Universität Yale und einem Praktikum beim National Geographic heiratete sie 1969 den Anthropologen Stewart Guthrie; beide lebten bis 1971 in Japan.

Martha vor einer Fotoinstallation in Berlin, 2014.

Nach der Rückkehr in die Vereinigten Staaten arbeitete sie ab 1973 als Fotografin für die New York Post. Im Zuge dessen traf sie 1979 in Manhattans Lower East Side den Graffiti-Writer HE3, der sie in Kontakt mit der Writing-Szene brachte. Cooper lernte schnell weitere bekannte Sprüher wie Dondi kennen und begann, die Arbeiten der Jugendlichen systematisch abzulichten.

Im Januar 1980 machte Martha Cooper die ersten Fotos von einem Phänomen, was heute als Breakdance bekannt ist. Bei den Bildern handelt es sich um die ersten Dokumente, die über Breakdance berichten.[1]

Das Buch Subway Art, das sie 1984 zusammen mit dem Fotografen Henry Chalfant veröffentlichte, wurde zum Meilenstein der Writing-Dokumentation und sorgte maßgeblich für eine mediale Verbreitung des Phänomens in Europa.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Henry Chalfant, Martha Cooper: Subway Art. 2 Auflage. Thames & Hudson Inc., New York 1984, ISBN 978-0500273203 (englische Originalausgabe, online, abgerufen am 4. Januar 2014).
  • R.I.P.: New York Spraycan Memorials, Thames and Hudson, 1994
  • Hip Hop Files: Photographs 1979-1984, From Here to Fame, 2004
  • Street Play, From Here to Fame, 2005
  • We B*Girlz, text by Nika Kramer, Powerhouse Cultural Entertainment Books, 2005
  • Subway Art, Martha Cooper & Henry Chalfant, Hamburg: Edel Edition, März 2009
  • Name Tagging, Martha Cooper, Mark Batty Publisher, Juli 2010
  • Zeb.Roc.Ski.(Hrsg.): From here to fame. Publishing 2006.
  • Martha Cooper Hip Hop Files – Photographs. 1979-1984.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brenson Lee: Planet B-Boy - Video Dokumentation über die B-Boy Kultur