Martim Afonso de Sousa

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Martim Afonso de Sousa, Gemälde von Benedicto Calixto, 1923

Martim Afonso de Sousa (* um 1500 in Vila Viçosa, Portugal; † 21. Juli 1564 oder 1571 in Lissabon) war ein portugiesischer Seefahrer, Kolonisator und erster Gouverneur von Brasilien.

Im Auftrag von König Johann III. führte er von 1530 bis 1533 eine Flotte von fünf Schiffen und mit 500 Mann Besatzung nach Brasilien. Dort gelang es ihm, in Pernambuco befindliche französische Seeräuber und Holzhändler zu besiegen und zu vertreiben. Anschließend reiste er mit seiner Flotte weiter nach Süden und gründete am 22. Januar 1532 im heutigen Bundesstaat São Paulo den Ort São Vicente, die erste europäische Siedlung in Brasilien. 1533, nach seiner Rückkehr in die Heimat, erhielt Martim Afonso de Sousa in Anerkennung seiner Dienste auf Lebenszeit das Kapitanat von São Vicente, einem der zwölf Bezirke, in die Brasilien eingeteilt wurde. 1534 wurde er nach Indien entsandt. Dort griff er in die Kriege zwischen den Herrschern von Kotschin und Calicut ein. Auch dort war er erfolgreich und konnte die portugiesischen Besitzungen verteidigen und erweitern. Von 1542 bis 1545 war er Gouverneur der indischen Besitzungen. 1545/46 kehrte er wieder nach Portugal zurück und wurde dort Mitglied des Staatsrats. 1542 wurde er wieder nach Indien gesandt, blieb drei Jahre dort und leitete – nach allgemeinem Urteil – eine korrupte und ineffektive Verwaltung.

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