Martin Göhring

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Martin Göhring (* 21. November 1903 in Ostdorf (Württemberg); † 8. März 1968 in Mainz) war ein deutscher Historiker.

Der evangelische, aus einer landwirtschaftlichen Familie stammenden Göhring studierte in Tübingen, Paris, Halle und Kiel, wo er 1932 promoviert wurde und sich 1938 habilitierte. 1939 wurde er Dozent an der Universität Halle, war jedoch ab 1940 zur Bearbeitung der Akten des französischen Außenministeriums abgestellt. Von 1942 bis 1944 war er außerordentlicher Professor in Straßburg. Göhring war seit 1934 Mitglied der NSDAP. 1945 wurde Göhring Lehrbeauftragter an der Universität Tübingen, 1947 Gastprofessor an der Technischen Hochschule Stuttgart. 1951 ging er als Direktor (Abteilung für Universalgeschichte) an das Institut für Europäische Geschichte in Mainz. Von 1961 bis zu seinem Tod war er ordentlicher Professor in Gießen.

Den Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit bildete die Geschichte Westeuropas, insbesondere Frankreichs. Einer seiner Assistenten war Ernst Schulin, später Professor für Neuere Geschichte in Freiburg.

Schriften (Auszug)[Bearbeiten]

  • 1946 (2. Aufl. 1947): Weg und Sieg der modernen Staatsidee in Frankreich
  • 1958 (2. Aufl. 1959): Bismarcks Erben 1890–1945. Deutschlands Weg von Wilhelm II bis Adolf Hitler. [1]
  • 1965: Napoleon : Vom alten zum neuen Europa

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Duchhardt (Hrsg.): Martin Göhring (1903–1968). Stationen eines Historikerlebens. von Zabern, Mainz 2005 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 64). ISBN 3-8053-3526-1
  • H. Duchhardt: Martin Göhring und seine Beziehungen zur französischen Geschichtswissenschaft, in: Ulrich Pfeil (Herausgeber) Die Rückkehr der deutschen Geschichtswissenschaft in die „Ökumene der Historiker.“ Ein wissenschaftsgeschichtlicher Ansatz, München: Oldenbourg, 2008 (Pariser Historische Studien, 89), Perspectiva.net
  • Henrik Eberle: Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus. Mdv, Halle 2002, ISBN 3-89812-150-X, S. 372

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Kapitel Der Zweite Weltkrieg - bis zur Kriegswende 1941 + Links