Martin Hannett

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Martin Hannett (* 31. Mai 1948 in Manchester; † 18. April 1991 ebenda) war ein britischer Musikproduzent, der entscheidenden Anteil an der New-Wave-Bewegung hatte.

Hannett war eng mit dem Label Factory Records verbunden, dessen Band Joy Division (nebst anderen Factory-Künstlern wie The Durutti Column, The Happy Mondays etc.) er zu ihrem unverkennbaren Sound verhalf. Im Jahr 1982 trennte er sich im Streit über finanzielle Belange vom Label. Zu diesem Zeitpunkt war er schon stark drogenabhängig. Er starb 1991 im Alter von 42 Jahren an Herzversagen. Er hatte in seinen letzten Monaten so stark an Gewicht zugenommen, dass sein Sarg zunächst nicht in das für ihn ausgehobene Grab passte.

Ein Pseudonym Hannetts war Martin Zero.

In die Kategorie Moderne Sage gehört die Behauptung, dass Martin Hannett das Album "In God We Trust, Inc." der Dead Kennedys produziert hat. Lediglich bei der Ansage des Stückes "Nazi Punks Fuck Off" heißt es "Fuck off, overproduced by Martin Hannett", was wohl als zynische Anmerkung von Jello Biafra zu werten ist.

Der Schauspieler Andy Serkis verkörperte Hannett in dem Film 24 Hour Party People, der die Geschichte der Musikszene von Manchester in den Jahren 1976 bis 1997 darstellt.

Auswahldiskographie als Produzent[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Singles/EPs[Bearbeiten]

  • Buzzcocks, Spiral Scratch 1977
  • U2, "11 O'Clock Tick Tock" 1980
  • ESG, "ESG" 1981
  • New Order, "Everything's Gone Green" 1982
  • Kitchens of Distinction, "Quick as Rainbows" 1990

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Machau In memoriam Martin Hannett. Ein ausführliches Porträt. In Zwielicht 1, S. 6, 2006 [1]
  • Colin Sharp Who killed Martin Hannett: The Story of Factory Records' Musical Magician Aurum Press England. ISBN 1-84513-174-6

Weblinks[Bearbeiten]