Martin Kilian

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Martin Kilian (* 21. Mai 1928 in Wernigerode;[1]2. Juli 2014[2]) war ein deutscher Bobfahrer und Sportfunktionär.

Leben[Bearbeiten]

Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn als Bobfahrer wurde er Direktor der Wilhelm-Raabe-Oberschule in seiner Heimatstadt Wernigerode. Als dort Bürgermeister Gustav Strahl aus gesundheitlichen Gründen 1962 zurücktrat, wurde er auf Vorschlag des SED-Kreisleitung dessen Nachfolger. Seine Wahl fand in der Stadtverordnetenversammlung am 24. Oktober 1962 statt, anschließend diente er 28 Jahre lang seiner Heimatstadt als Bürgermeister.[3] Von 1982 bis 1990 war Kilian Präsident des Schlitten- und Bobsportverbands der DDR. Ferner war Kilian Vizepräsident des Weltbobverbandes.

Im März 1990 wurde er zum letzten Präsidenten des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) der DDR gewählt. Der DTSB löste sich am 15. Dezember 1990 durch den Beitritt zum Deutschen Sportbund (DSB) und die Gründung von fünf neuen Landessportbünden auf. Sein im DSB übernommenes Amt des Vizepräsidenten legte Kilian im Herbst 1991 nieder.

2008 erhielt er anlässlich seines 80. Geburtstages die Goldene Ehrennadel des deutschen Bob- und Schlittenverbandes.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Martin Kilian im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Robert Schwarz: Früherer Bob-Verbandschef Kilian gestorben. Mitteilung auf motorvision.de vom 7. Juli 2014 (abgerufen am 7. Juli 2014).
  3. Rainer Schauer: Ratlos unter Fachwerkdächern. In: Die Zeit, Nr. 13/1991 vom 22. März 1991.