Martin Kilian

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Martin Kilian (* 21. Mai 1928 in Strehlitz (Landkreis Namslau);[1][2]2. Juli 2014[3][4] in Wernigerode) war ein deutscher Bobfahrer und Sportfunktionär.

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner Aussiedlung aus Niederschlesien arbeitete Kilian in Nachterstedt als Bergmann. 1948 trat er in die SED ein. Von 1950 bis 1957 war er als Bobfahrer aktiv. 1951–1959 war er als Lehrer tätig und wurde 1959 Direktor der Wilhelm-Raabe-Oberschule in Wernigerode. Als dort Bürgermeister Gustav Strahl aus gesundheitlichen Gründen 1962 zurücktrat, wurde er auf Vorschlag der SED-Kreisleitung dessen Nachfolger. Seine Wahl fand in der Stadtverordnetenversammlung am 24. Oktober 1962 statt. Anschließend war er 28 Jahre lang Bürgermeister von Wernigerode.[5]

Von 1982 bis 1990 war Kilian Präsident des Schlitten- und Bobsportverbands der DDR. Ferner war er Vizepräsident des Internationalen Bob- und Skeletonverbandes (FIBT). 1988 wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet.[6]

Im März 1990 wurde Kilian zum letzten Präsidenten des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) der DDR gewählt. Der DTSB löste sich am 15. Dezember 1990 durch den Beitritt zum Deutschen Sportbund (DSB) und die Gründung von fünf neuen Landessportbünden auf. Sein im DSB übernommenes Amt des Vizepräsidenten legte Kilian im Herbst 1991 nieder.

2008 erhielt er anlässlich seines 80. Geburtstages die Goldene Ehrennadel des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland.

Er starb im 87. Lebensjahr im Caroline-König-Stift in Wernigerode.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wer war wer in der DDR
  2. [tt_news=7465&tx_ttnews[backPid]=2&cHash=78a903c92275637c134209603ec6171a BSD: Der BSD tauert um Martin Kilian aus Wernigerode]
  3. Früherer FIBT-Vizepräsident Martin Kilian verstorben, Website des FIBT
  4. Robert Schwarz: Früherer Bob-Verbandschef Kilian gestorben. Mitteilung auf motorvision.de vom 7. Juli 2014 (abgerufen am 7. Juli 2014).
  5. Rainer Schauer: Ratlos unter Fachwerkdächern. In: Die Zeit, Nr. 13/1991 vom 22. März 1991.
  6. Neues Deutschland, 26. April 1988, S. 4