Martin Laciga

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Martin Laciga Volleyball (Beach)
Martin Laciga Austrian Masters 2008.jpg
bei den Austrian Masters 2008 in St. Pölten
Porträt
Geburtstag 25. Januar 1975
Geburtsort Aarberg, Schweiz
Größe 1,95 m
Weltrangliste Position 16 (World Tour Ranking Team, 30.Januar 2013)
Erfolge
1997 - EM-Dritter
1998 - Europameister
1999 - Europameister, Vize-Weltmeister
2000 - Europameister, 5. Olympische Spiele
2001 - Vize-Europameister
2002 - Vize-Europameister
2004 - 5. Olympische Spiele
2008 - 9. Olympische Spiele
2009 - 3. Rang Grand Slam Moskau , Schweizermeister
2010 - Schweizermeister
(Stand: 30.Januar 2013)

Martin Laciga (* 25. Januar 1975 in Aarberg, Schweiz) ist einer der erfolgreichsten Beachvolleyball-Spieler der Schweiz.

Als Weltnummer 1 des Jahres 1999, Vize-Weltmeister im selben Jahr, dreifacher Europameister, zweifacher Vize-Europameister, dreifacher Schweizermeister, mit diversen Top-Ten-Platzierungen an Olympischen Spielen und als Schweizer Team-Sportler des Jahres 1999 hat Martin Laciga legendäre Leistungen für den Schweizer Beachvolleyball-Sport erbracht. Insgesamt bestritt Laciga bisher 206 Turniere - nach dem Brasilianer Emanuel Rego (225 Turniere) weltweit die meisten Wettkämpfe im Beachvolleyball. Am 30.Januar 2013 gab er seinen Rücktritt bekannt.

Erfolge[Bearbeiten]

Seit Mitte der 90er-Jahre, als sich Beachvolleyball vom Freizeit- zum Profisport entwickelte, waren sie mit dabei – die Brüder Martin und Paul Laciga, und haben den noch jungen Profi-Beachvolleyball in der Schweiz entscheidend mitgeprägt: Die Laciga-Brüder waren von 1995 bis 2004 das erfolgreichste Schweizer Beachvolleyball-Team. Unter anderem wurden sie 1999 Vize-Weltmeister und nahmen bis 2003 an drei weiteren WM-Turnieren teil. Nach dem dritten Platz bei der EM 1997 gewannen sie die Europameisterschaft von 1998 bis 2000 dreimal in Folge; 2001 und 2002 wurden sie Vize-Europameister. An den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen wurden sie Fünfte. Nach Athen trennten sich die Brüder und Martin Laciga spielte 2005/2006 mit Markus Egger. 2007 wurde Jan Schnider sein Partner, mit dem er sich 2008 für die Olympischen Spiele in Peking qualifizierte und den 9. Rang erspielte. Ab 2009 spielte Laciga mit dem Brasilianer Jefferson Bellaguarda und erzielte mit ihm beachtliche Erfolge auf der FIVB World Tour.

Anfänge[Bearbeiten]

Das erste Mal in einem Beachvolleyball-Turnier trat Martin Laciga 1992 mit seinem Bruder Paul als Team im Luzerner Strandbad Lido. Mit dem fünf Jahre älteren Bruder belegte er damals, bei der ersten Beachvolley-Schweizermeisterschaft überhaupt, den 17.Rang und die Begeisterung für den Sport. Zwei Jahre später holten die Brüder Laciga bereits den ersten nationalen Sieg und sie überlegten zum ersten Mal, Profispieler zu werden. Im Jahr darauf spielten sie an ihrer ersten World Tour. Trotz des gemeinsamen Starts der Brüder Laciga blieben die Liebesbekundungen der Schweizer Meisterschaft in Form von Goldmedaillen aber eher zurückhaltend. Drei Meistertitel in all den Jahren sind gemäss Martin Laciga eine relativ bescheidene Ausbeute. Zu seiner Verteidigung muss man allerdings anfügen, dass die Latte für den Gewinn des Meistertitels - vor allem zu Beginn des neuen Jahrtausends - extrem hoch lag, nämlich auf World Tour Niveau. Das Finale der Schweizermeisterschaft hätte damals, als drei Schweizer Teams in den Top-10 der Weltrangliste klassiert waren, genauso gut das Endspiel eines internationalen Turniers sein können.

Beginn der Profikarriere[Bearbeiten]

Die besten Spieler kamen gemäss Martin Laciga damals klar aus Brasilien und den USA. Sie waren eines der wenigen europäischen Spitzenteams. Von den besten inspiriert, trainierten die Brüder hart, der Erfolg traf sehr bald ein. 1998 gewannen sie ihre ersten Europameister-Titel und schafften es sogar an die Spitze der World Tour im argentinischen Mar del Plata. Die Erfolge von Martin und Paul Laciga lösten einen regelrechten Beachvolley-Boom aus. Die ehemalige Randsportart erhielt immer mehr Aufmerksamkeit. Unter anderem ist es auch ihnen zu verdanken, dass heute praktisch jedes europäische Land ihre eigenen Mannschaften stellen kann.

Höhepunkte[Bearbeiten]

Martin Laciga blickt zufrieden auf seine Karriere: „Die sechs Turniersiege auf der World Tour sowie das EM-Triple von 1998 bis 2000 gehören zu meinen absoluten Karrierehöhepunkten! Als Schweizer an der Spitze der Weltrangliste zu stehen - vor allen Brasilianern und Amerikanern - war sportlich aber ebenso wertvoll, ja fast sensationell. Und natürlich ist das Heimturnier in Gstaad jedes Jahr ein Highlight!“ Mit seinem Partner Jefferson Bellaguarda gelang ihm bereits beim dritten gemeinsamen World-Tour-Start der sensationelle Sprung aufs Podest. Bellaguarda gehörte lange Zeit zu den brasilianischen Shooting Stars und hat für sein Heimatland Brasilien bereits etliche Auftritte an der World Tour absolviert. Nach dessen Hochzeit mit einer Schweizerin wurde er eingebürgert, ein Glück für Laciga. Das Team spielte intuitiv miteinander und funktionierte über längere Zeit als Dream Team.

Weblinks[Bearbeiten]