Martin M-130

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Martin M-130
Martin M-130 während eines Fluges.
Typ: Verkehrsflugboot
Entwurfsland: Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller: Martin
Erstflug: 30. Dezember 1934
Indienststellung: 1935
Produktionszeit: 1934 - 1936
Stückzahl: 3

Die Martin M-130 war ein viermotoriges Verkehrsflugboot des US-amerikanischen Herstellers Glenn L. Martin Company aus den 1930er Jahren. Die drei gebauten Maschinen wurden nur von Pan Am eingesetzt und flogen auf der Pazifikroute von San Francisco nach Manila. Sie trugen die Namen China Clipper, Philippine Clipper und Hawaii Clipper.

Geschichte[Bearbeiten]

Pan Am gab bereits 1931 die technischen Anforderungen an ein Langstrecken-Flugboot bekannt. Darauf wurden zwei Entwürfe eingereicht: die Sikorsky S-42 und die Martin M-130. Der Gründer und Chef der Pan American Juan Trippe akzeptierte beide Vorschläge. Voll ausgerüstet kostete eine M-130 417.000 US-$, verglichen mit 242.000 US-$ für die S-42. Zum Vergleich kann der damalige Preis von 78.000 US-$ für eine Douglas DC-2 dienen.

Die M-130 wurde fast ausschließlich im Pazifik eingesetzt. Die Einführung des Transpazifik-Liniendienstes durch Pan Am vom 22. bis 29. November 1935 war ein historisches Ereignis der Luftfahrtgeschichte. Für die 13.100 km (8210 mls) lange Strecke benötigte die China Clipper (Kennung NC 14716) 59 Stunden und 48 Minuten reine Flugzeit. Auf diesem Flug wurde nur Luftpost mitgeführt, die Einführung des Passagierdienstes auf der Strecke fand am 21. Oktober 1936 statt.

Kritisch im Hinblick auf die Passagierkapazität war der 3800 km (2400 mls) lange Abschnitt von Kalifornien bis Hawaii. Wegen der notwendigen Treibstoffreserven konnten hier nur maximal acht Fluggäste transportiert werden, bei insgesamt 41 verfügbaren Sitzplätzen. Der Preis für die einfache Strecke San Francisco - Manila betrug damals 799 US-$, was übertragen auf die heutigen Verhältnisse etwa dem doppelten des Niveaus von Concordeflügen entspricht.

Konstruktion[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die M-130 war ein Schulterdecker, der mit Ausnahme der Tragflächen hinter dem Hauptholm als Ganzmetallkonstruktion ausgeführt war. Zwischen den kurzen Rumpfauslegern, die neben der Stabilitätsverbesserung auf dem Wasser, auch zum Auftrieb beitrugen und der Tragfläche befand sich eine X-förmige Verstrebung. Die Wasserungsgeschwindigkeit betrug 105-113 km/h. Die M-130 war das erste Transportflugzeug, das zweireihige Sternmotoren und verstellbare Triebwerksklappen zur Temperaturregelung verwendete. Selbst beim Zweimotorenflug konnte eine Höhe von 1829 m eingehalten werden. Daneben war sie auch das Transportflugzeug, das Integral-Treibstofftanks einsetzte.

Die 13,70 m lange Passagierkabine war in drei Abteile aufgeteilt, es gab zwei Waschräume und eine Küche.

Verbleib[Bearbeiten]

Die Hawaiian Clipper verschwand spurlos am 28. Juli 1938 östlich von Manila. Die Philippine Clipper flog am 21. Januar 1943 etwa 160 km nördlich von San Francisco gegen einen Berg, während die China Clipper am 8. Januar 1945 in Port of Spain auf Trinidad gesunken ist.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 5
Passagiere max. 36-41
Länge 27,62 m
Spannweite 39,62 m m
Nutzlast 12.000 kg
Leermasse 11.505 kg
Reisegeschwindigkeit 262 km/h
Höchstgeschwindigkeit  ? km/h oder kts
Dienstgipfelhöhe 5200 m
Reichweite 5150 km
Triebwerke Vier Pratt & Whitney R-1830 Twin Wasp mit je 618 kW (840 PS).
1939 erfolgte bei den beiden verbleibenden Maschinen
ein Austausch gegen stärkere Triebwerke.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gene Banning: Pan Am's Clippers, in Flightpath Vol.1, S. 152-167, Herbst 2003, AIRtime Publishing, ISBN 1-880588-65-X
  • R.E.G. Davies: PAN AM - An airline and its aircraft, S. 38f., Hamlyn Publ. Group, 1987

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martin 130 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien