Martin Mombaur

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Martin Mombaur (* 2. August 1938 in Köln; † 9. Februar 1990 in Göhrde) war ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1982 bis 1985 Abgeordneter im Landtag von Niedersachsen.

Leben[Bearbeiten]

Mombaur besuchte bis 1957 die Volks- und die Realschule in Frechen. Anschließend arbeitete er bis 1967 in der Verwaltung und besuchte von 1966 bis 1969 ein Abendgymnasium in Saarbrücken, an dem er das Abitur machte. Er studierte danach neun Semester Philosophie, Geschichte, Politologie und Soziologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Von 1974 bis 1975 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Göttingen inne, und seit 1975 war er Dozent am Bildungszentrum Jagdschloss Göhrde.

Ab 1977 war er Mitglied und Pressesprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und im Jahr 1980 wurde er Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Politik[Bearbeiten]

1978 wurde er Mitglied der Grünen Liste Umweltschutz (GLU), später der Partei Die Grünen. Bei den Landtagswahlen am 4. Juni 1978 in Niedersachsen kandidierte er als Spitzenkandidat aus Gorleben, das symbolisch für die Anti-Atomkraft-Bewegung stand. Die GLU erreichte jedoch nur 3,9 Prozent und scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde.

Bei der Wahl zum 10. Niedersächsischen Landtag am 21. März 1982 gelang ihm schließlich mit zehn Parteifreunden der Einzug ins Parlament. Er gehörte bis 1985 dem Niedersächsischen Landtag an, wo er von 1982 bis 1983 Vorsitzender der Landtagsfraktion war. Seine vorzeitige Ablösung erfolgte aufgrund des damals geltenden Rotationsprinzips innerhalb der grünen Partei.

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994: Biographisches Handbuch, 1996, S.262.