Martin Pieckenhagen

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Martin Pieckenhagen
Spielerinformationen
Geburtstag 15. November 1971
Geburtsort BerlinDDR
Größe 186 cm
Position Tor
Vereine in der Jugend
1978-1980
1980–1990
BSG Medizin Berlin-Buch
1. FC Union Berlin
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1990–1993
1993–1994
1994–1996
1996–2001
2001–2005
2005–2010
2010-2011
2010-2011
1. FC Union Berlin
Tennis Borussia Berlin
MSV Duisburg
Hansa Rostock
Hamburger SV
Heracles Almelo
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05 II
43 (0)
8 (0)
15 (0)
110 (0)
100 (0)
167 (1)
1 (0)
3 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 21. Mai 2011

Martin Pieckenhagen (* 15. November 1971 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Fußballtorhüter. Zuletzt stand er beim deutschen Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag.

Inhaltsverzeichnis

Karriere [Bearbeiten]

Beginn in Berlin [Bearbeiten]

Der in Ost-Berlin geborene Pieckenhagen erlernte bei der BSG Medizin Buch das Fußballspielen und wechselte 1980 in die Jugend des 1. FC Union Berlin. Nach zehn Jahren stieg er in den Kader der ersten Männermannschaft auf und bestritt für diese 1991 sein Pflichtspieldebüt. In der Oberliga-Saison 1992/93 wurde er Stammtorhüter bei den „Eisernen“. Die Mannschaft belegte den ersten Platz ihrer Oberliga-Staffel und setzte sich zunächst in der Aufstiegsrunde gegen den Stadtrivalen Tennis Borussia durch. Aufgrund einer gefälschten Bankbürgschaft wurde dem Verein aber die Lizenz entzogen und TeBe stieg auf.[1]

Pieckenhagen wechselte daraufhin zur Spielzeit 1993/94 Tennis Borussia Berlin. Sein Profi-Debüt gab Pieckenhagen am 1. Spieltag der Saison im Heimspiel gegen seinen späteren Klub 1. FSV Mainz 05. Da er hinter Gerald Hillringhaus nur Ersatztorhüter des Vereins, musste er auf seinen nächsten Einsatz bis zum 29. Spieltag warten. Insgesamt kam er während dieser Zeit auf acht Einsätze. Als Tabellenletzter stieg Tennis Borussia am Saisonende in die Regionalliga ab.

Duisburg und Rostock [Bearbeiten]

Aus diesem Grund entschied sich Pieckenhagen zum Wechsel und unterzeichnete im Sommer 1994 beim Erstligisten MSV Duisburg. Auch hier war er nur Nummer zwei und somit Vertreter von Holger Gehrke. Um diesen Posten stritt der Torhüter sich mit dem fünf Jahre älteren Jürgen Rollmann. Trotz alledem kam er zu seiner Premiere in der 1. Bundesliga. Rollmann, der noch als Nummer eins in die Saison ging, wurde zur Halbzeit des 4. Spieltags der Spielzeit von Trainer Ewald Lienen, beim Stand von 0:3 gegen den FC Bayern München, ausgewechselt und durch Pieckenhagen ersetzt. Dieser hielt seinen Kasten bis zum Abpfiff sauber. Nach zwei weiteren Liga- und einem Pokalspiel in der Startelf, setzte Lienen ab dem 9. Spieltag auf Gehrke. Duisburg wurde letztlich nur Vorletzter und Pieckenhagen stieg erneut ab. Trotzdem blieb er dem Klub treu und ging mit diesem in die Zweitligasaison 1995/96. Aber auch hier war der Berliner nur die Nummer 2. Schließlich gehörte Pieckenhagen zum MSV-Kader, der den Wiederaufstieg schaffte.

Pieckenhagen blieb jedoch nicht und wechselte zum Ostseeklub FC Hansa Rostock. Für den Hanse-Verein trug der Torhüter in den folgenden fünf Jahren das Trikot. Nachdem er Fußball-Bundesliga 1996/97 nur zu Kurzeinsätzen kam und meist seinem Konkurrenten Perry Bräutigam nur von der Bank aus zusah. Im Laufe der Folgesaison löste er Bräutigam zwischen den Pfosten ab und wurde die neue Nummer 1. Im gleichen Jahr belegte Hansa den sechsten Platz mit insgesamt 51 Punkten. Nie erlangte der Klub in seiner Vereinsgeschichte mehr Punkte. Damit qualifizierte sich Rostock für den UEFA Intertoto Cup 1998, in welchem Pieckenhagen zwei Einsätze für Hansa absolvierte.

Hamburger SV und Heracles Almelo [Bearbeiten]

2001 ging Pieckenhagen zum Hamburger SV. Mit dem HSV konnte er zum Anfang der Saison 2003/04 den Ligapokal gewinnen. Im Finale schlug man Borussia Dortmund mit 4:2. Als Thomas Doll den Trainerposten in Hamburg übernahm, rückte Pieckenhagen auf die Bank und musste Stefan Wächter den Vorzug lassen.

Aus diesem Anlass wechselte er zur Saison 2005/06 zum niederländischen Ehrendivisions-Verein Heracles Almelo. Im November 2005 erregte er Aufmerksamkeit, als sein Team ein 2:2 gegen AZ Alkmaar erkämpfte. Pieckenhagen konnte dabei in der 90. Minute mit einem Kopfball das Spiel ausgleichen.[2] Am 7. Oktober 2007 kam er wieder in die Schlagzeilen, da Pieckenhagen und sein Team 0:9 beim SC Heerenveen verloren hatten.[3] Im März 2010 einigten sich Pieckenhagen und Heracles Almelo darauf, den zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Grund: Die Mannschaft müsse verjüngt werden.[4] Sein letztes Spiel für Heracles bestritt er am 9. Mai 2010, als er mit Heracles Almelo im Play-off-Rückspiel (1. Runde) gegen Roda JC Kerkrade antrat. Das Spiel verlor er mit Heracles 1:2 (Hinspiel: 0:2). Insgesamt kam er zu 167 Eredivisie-Einsätzen für den niederländischen Klub.[5]

FSV Mainz 05 [Bearbeiten]

Ab dem 10. August 2010 stand Pieckenhagen beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag.[6] Nach einer Verletzung von Stammtorhüter Heinz Müller sollte er im Notfall den zweiten Torhüter Christian Wetklo ersetzen. Sein erstes Ligaspiel für die Mainzer absolvierte er am 20. November 2010, dem 13. Spieltag der Saison 2010/11, als er beim 3:2-Auswärtssieg gegen Borussia Mönchengladbach im Alter von 39 Jahren noch in der ersten Halbzeit für Wetklo eingewechselt wurde, der sich zuvor verletzt hatte. Zum Ende der Saison beendete er seine aktive Laufbahn.

Pieckenhagen absolvierte insgesamt 215 Spiele in der deutschen Bundesliga und 19 Spiele in der 2. Bundesliga sowie zwei Europapokalspiele.

Erfolge [Bearbeiten]

  • Aufstieg in die 1. Bundesliga mit MSV Duisburg: 1996 (3. Platz)
  • DFB-Ligapokal mit Hamburger SV: 2003

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Pieckenhagen in der Datenbank von www.immerunioner.de. Abgerufen am 25. September 2012.
  2. Spielbericht: AZ Alkmaar - Heracles Almelo 2:2 (1:0) auf weltfussball.de
  3. Pieckes Nachmittag in Heerenveen - So richtig auf die Fresse vom 8. Oktober 2007 auf spox.com
  4. Geen nieuw contract Pieckenhagen NOS Sport
  5. Mainz holt Torwart-Oldie vom 10. August 2010 auf tz-online.de
  6. Der FSV holt Martin Pieckenhagen