Martin Rennert
Martin Rennert (* 2. Juli 1954 in New York City) ist Musiker und seit 2006 Präsident der Universität der Künste Berlin.
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Leben [Bearbeiten]
Rennert studierte von 1967 an in Wien, Graz und Granada Konzertgitarre. Seit 1972 tritt er weltweit in Konzerthäusern als Solist und Kammermusiker auf, ebenso in Funk und Fernsehen. Darüber hinaus hat er zahlreiche Werke für Gitarre in verschiedenen Verlagen herausgegeben, etliche Schallplatten und CDs mit Werken aus allen Epochen produziert und viele Artikel zur Kulturpolitik in europäischen Tageszeitungen und Periodika veröffentlicht. Seit 1985 ist er Professor für Konzertgitarre an der Universität der Künste Berlin und bietet jährlich Meisterkurse in vielen Ländern an. Von 1989 bis 1995 war er Dekan der Fakultät Musik. Zwischen 1995 und 1997 war er Präsident der von ihm 1990 mitbegründeten European League of Institutes of the Arts (ELIA), dem Zusammenschluss der europäischen Kunst- und Musikhochschulen. Im Dezember 2003 wurde er zum Ersten Vizepräsidenten der Universität der Künste Berlin gewählt, im Dezember 2005 zu deren Präsidenten. Seit dem Tod seines Vorgängers Lothar Romain im Juli hatte er die Universität bereits kommissarisch geleitet. 2009 wurde er mit großer Mehrheit vom erweiterten Akademischen Senat der größten künstlerischen Hochschule Europas für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.[1]
Wirken [Bearbeiten]
Während seiner Amtszeit hat Rennert insbesondere das Projekt Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften vorangetrieben, das im November 2008 mit Pilotphase gestartet ist und im Jahr 2009 durch die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit einer Anschubfinanzierung gefördert wird. Darüber hinaus ist es Rennert Ende 2008 gelungen, den dänischen Künstler Olafur Eliasson mit einer befristeten Professur ab 1. April 2009 an die Universität der Künste zu binden. Dieser hatte im Sommer 2008 mit vier riesigen künstlichen Wasserfällen in New York für Aufsehen gesorgt.[2]
Aktuelle Funktionen und öffentliche Ämter [Bearbeiten]
- Vorstandsmitglied und Vertreter der künstlerischen Hochschulen in der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen (LKRP)[3]
- Mitglied des Rundfunkrats des Rundfunks Berlin-Brandenburg (seit 2011)[4]
- Mitglied im Programmbeirat von ARTE G.E.I.E. (ab 2013)[5]
- Mitglied als Vertreter der Universität der Künste Berlin als Gründungsgesellschaft im Kuratorium des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG)[6]
Familie [Bearbeiten]
Rennert ist Vater dreier Töchter. Er besitzt die US-amerikanische und die österreichische Staatsbürgerschaft.
Literatur [Bearbeiten]
- Katja Gelinsky: Martin Rennert : Kommunikator der Künste, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18./19. September 2010, Seite C 2
- Rennert, Martin: Gastbeitrag: Wir diskutieren das falsche Tortenstück, Der Tagesspiegel, 17. Juli 2012
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Homepage der Universität der Künste Berlin
- Informationsdienst Wissenschaft
- Österreichisches Kulturforum Berlin
- Schupelius fragt! Mit Prof. Martin Rennert
- Kulturelle Außenpolitik: Erkenntnisse in Echtzeit. Von Prof. Martin Rennert (PDF; 1,6 MB) in: Stachlige Argumente 4/2010, Nr. 180
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ http://idw-online.de/pages/de/news342945
- ↑ art Das Kunstmagazin
- ↑ http://www.pressestelle.tu-berlin.de/fileadmin/a70100710/Medieninformationen/LKRP/LKRP_Vorsitz17102012.pdf
- ↑ http://www.rbb-online.de/rundfunkrat/mitglieder/2011-2014.html
- ↑ http://www.rbb-online.de/unternehmen/organisation/gremien/rundfunkrat/aktuell/2012/rbb_entsendet_prof.html
- ↑ http://www.hiig.de/institut/organisation/kuratorium/
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rennert, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Musiker und Präsident der Universität der Künste Berlin (seit 2006) |
| GEBURTSDATUM | 2. Juli 1954 |
| GEBURTSORT | New York City |