Martin Wilke (Politiker)

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Martin Wilke (* 7. Juni 1957 in Frankfurt (Oder)) ist ein parteiloser deutscher Politiker. Er ist Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder).

Leben und Familie[Bearbeiten]

Wilke besuchte von 1962 bis 1972 die 7. Polytechnische Oberschule in Frankfurt (Oder) und anschließend die Spezialschule für physikalisch technische Richtung Carl-Friedrich-Gauß (das heutige Gauß-Gymnasium), wo er 1976 sein Abitur ablegte. Von 1976 bis 1978 leistete er seinen Grundwehrdienst in der Nationalen Volksarmee ab.

Von September 1978 bis Februar 1983 studierte er an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt Physik und vertiefte sich dabei auf Elektronische Bauelemente. Anschließend arbeitete er bis August 1985 als Entwicklungsingenieur in der Messverfahrensentwicklung im Halbleiterwerk Frankfurt (Oder). Ab September 1985 bis Dezember 1990 war er im gleichen Werk Gruppenleiter der Messverfahrensentwicklung für Logikbauelemente. Von Januar bis Juni 1991 hatte er einen Arbeitsauftrag der Geschäftsleitung des Halbleiterwerkes zum Aufbau neuer Geschäftsbereiche. Anschließend wechselte er an das Business and Innovation Centre Frankfurt (Oder) GmbH (BIC), wo er von Juli 1991 bis Januar 1993 als Projektmanager im Bereich Marketing tätig war, anschließend war er bis Februar 1996 Prokurist der BIC. Parallel dazu promovierte Wilke zwischen September 1991 und Januar 1993 zur Thematik „Konzept eines flexiblen Testsystems“ an der TU Chemnitz.

Nachdem er ab Oktober 1993 bereits stellvertretender Geschäftsführer der Technologiepark Ostbrandenburg GmbH (TPOB) gewesen war, übernahm er im März 1996 die Geschäftsführung. Zudem war er ab März 1996 Geschäftsführer des Investor Centers Ostbrandenburg, ab August 1999 der ETTC Entwicklungsgesellschaft Frankfurt (Oder) GmbH und ab Juni 2005 Geschäftsführer der World Trade Center Frankfurt (Oder) GmbH (WTC). Nach Fusion der genannten Gesellschaften zur Investor Center Ostbrandenburg GmbH übernahm er wiederum deren Geschäftsführung.

Politik[Bearbeiten]

Als parteiloser Kandidat trat er (aufgestellt durch die SPD und unterstützt durch ein Wahlbündnis aus SPD, CDU, FDP und zwei Bürgerbündnissen) am 14. März 2010 bei der Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt (Oder) an. Mit 59,5 % der gültigen Stimmen setzte er sich gegen seine Mitbewerber durch. Er trat sein Amt am 6. Mai 2010 an.