Martina GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Martinaf zu vermeiden.
Martina
Wappen von Martina
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Innw
Gemeinde: Valsoti2
Postleitzahl: 7560
Koordinaten: 830565 / 19709146.8849210.464391035Koordinaten: 46° 53′ 6″ N, 10° 27′ 52″ O; CH1903: 830565 / 197091
Höhe: 1'035 m ü. M.
Einwohner: 114
Website: www.tschlin.ch
Platz in Martina vor dem Zoll

Platz in Martina vor dem Zoll

Karte
Martina GR (Schweiz)
Martina GR
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Martina ( [mɐrˈtinɐ]?/i; dt.: Martinsbruck) ist ein kleines Dorf, Grenzort und eine der Fraktionen der Gemeinde Valsot im Schweizer Kanton Graubünden.

Geografie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt am Inn und der Hauptstrasse 27 am Grenzübergang zu Österreich. Der Tiroler Ort Nauders jenseits des Inns liegt einige Kilometer weiter östlich am Reschenpass. Vier Kilometer südlich liegt der „Dreiländergrenzstein“ (2179 m), das Dreiländereck zwischen der Schweiz, Österreich und Südtirol.

Der nächste grössere Ort auf Schweizer Gebiet ist der Hauptort des Engadin, Scuol, 17 km innaufwärts. Das Dorf liegt auf 1'035 m ü. M. und ist von Bergen umgeben. Auf der Nordseite des Inntals (Silvrettagruppe) liegt der 3146 m hohe Piz Mundin, im Süden der Piz Lad (2'808 m ü. M.).

Sprache und Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Sprache ist das Vallader, das Unterengadiner Idiom des Rätoromanischen.

Martina hat etwas über 100 Einwohner. Die meisten sind älter, aber es ziehen auch neue junge Leute dazu, insbesondere Grenzwächter. In Martina stehen eine katholische und eine reformierte Kirche. Fast alle Häuser im Dorf sind alte Engadinerhäuser. Zu Martina gehört der Grenzort Vinadi.

Wappen[Bearbeiten]

Auf dem Wappen ist ein stehender Steinbock mit senkrechtem Heurechen abgebildet.

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichtlich gehörte Martina, wie weite Teile des Unterengadins, zum Einflussbereich der Grafschaft Tirol und des Bistums Chur. Anders als weitläufig angenommen war Martina (dt. Martinsbruck) im 13. Jahrhundert jedoch nicht Grenzort des Unterengadins. Bereits um 1258 wurde Juvelle - anstelle von Martina - mit der damaligen Besiedelung Pontalt als Grenzpunkt des Unterengadins genannt.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martina, Graubünden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien