Martina Müller (Fußballspielerin)

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Martina Müller

Martina Müller nach dem Gewinn des DFB-Pokals 2013

Informationen über die Spielerin
Voller Name Martina Müller
Geburtstag 18. April 1980
Geburtsort KasselDeutschland
Größe 161 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
SG Helsa
FSC Lohfelden
SG Kaufungen
TSV Jahn Calden
Vereine als Aktive
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1998–2000
2000–2005
2005–
FSV Frankfurt
SC 07 Bad Neuenahr
VfL Wolfsburg
18 0(15)
89 0(57)
192 (129)
Nationalmannschaft
2000–2012 Deutschland 101 0(37)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 6. September 2014

Martina Müller (* 18. April 1980 in Kassel) ist eine deutsche Fußballspielerin. Die Stürmerin spielt in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg und in der deutschen Nationalmannschaft. 2013 gewann sie mit dem VfL Wolfsburg das Triple.

Werdegang[Bearbeiten]

Martina Müller beim Länderspiel am 28. Februar 2008

Martina Müller spielte in verschiedenen nordhessischen Vereinen, bevor sie 1998 zum damals amtierenden Meister FSV Frankfurt wechselte. Da der FSV in jenem Sommer fast alle seine Stars wie Birgit Prinz oder Sandra Smisek verlor, wurde Müller gleich Stammspielerin und sorgte mit ihren Toren für den Klassenerhalt. Nach zwei Jahren in Frankfurt wechselte sie zum SC 07 Bad Neuenahr. Am 22. Juli 2000 debütierte sie im Spiel gegen die USA in der deutschen Nationalmannschaft. Ein Jahr später wurde sie mit der Nationalmannschaft Europameisterin. 2003 wurde Müller Weltmeisterin, ein Jahr später gewann sie die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Athen. Im Sommer 2005 wechselte sie überraschend zum VfL Wolfsburg, der gerade aus der Bundesliga abgestiegen war. Mit 36 Toren wurde Müller in der folgenden Saison Torschützenkönigin der 2. Bundesliga Nord und war somit Garantin für den direkten Wiederaufstieg.

Bei der EM 2009 kam sie zu zwei Einsätzen, wobei sie beim 1:0-Sieg gegen Island als „Spielerin des Spiels“ ausgezeichnet wurde. Für die WM 2011 wurde sie ebenfalls nominiert, kam aber zu keinem Einsatz.

Von den derzeit aktiven Nationalspielerinnen hat keine Feldspielerin mehr Länderspiele und Länderspieltoren wie sie. Sie kam aber vorwiegend als „Joker“ zum Einsatz (75 Einwechslungen, 25 Tore) und bestritt nur 11 Spiele über die volle Distanz, in denen ihr acht Tore gelangen. Am 19. September 2012 kam sie beim 10:0 gegen die Türkei zu ihrem 100. Länderspieleinsatz und erzielte zum zweiten Mal in einem Länderspiel drei Tore. Am 20. November 2012 gab sie ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt. Neun Tage später bestritt sie ihr letztes Länderspiel. Insgesamt schoss sie 37 Tore in 101 Spielen, von denen sie in 75 Partien eingewechselt wurde.

Im Jahr 2013 gewann sie erstmals in ihrer Karriere das Triple aus deutscher Meisterschaft, deutschem Pokalsieg und Champions League mit dem VfL Wolfsburg. Dies waren zugleich ihre ersten Vereinstitel. Im letzten Saisonspiel, dem Finale der Champions League gegen Olympique Lyon, erzielte sie per Strafstoß den entscheidenden Treffer zum 1:0-Endstand. Ein Jahr später gewann sie mit dem VfL Wolfsburg erneut die Champions League. Im Finale schoss sie zwei Treffer, darunter auch den Siegtreffer zum 4:3-Endstand. Im Turnier erzielte sie 10 Treffer.

Neben ihren Mannschaftskameraden Nilla Fischer und Nadine Keßler wurden Sie zur Wahl zum UEFA Best Women's Player in Europe Award nominiert. [1]

Erfolge[Bearbeiten]

Titel[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Privat[Bearbeiten]

Martina Müller arbeitet als kaufmännische Sachbearbeiterin bei VW in Wolfsburg.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martina Müller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfsburg's Fischer, Kessler, Müller shortlisted. UEFA, 14. August 2014, abgerufen am 15. August 2014 (englisch).
Vorgänger Amt Nachfolger
Anja Koser Torschützenkönigin der 2. Fußball-Bundesliga Nord
Saison 2005/06
Jennifer Ninaus
Célia Okoyino da Mbabi Deutsche Fußballerin des Jahres
2013
Alexandra Popp