Marvin Oppong

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Marvin Oppong (* 1982 in Münster) ist ein deutscher investigativer und freier Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Oppong begann 2002 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, ging 2004 für ein Jahr an die Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und setzte es dann an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht fort. Er ist seit 2000 als freier Journalist und Dozent tätig. Die bekannteste Recherche betrifft den WDR und die WDR mediagroup. Er übersandte dem WDR 2006 eine Liste mit Unternehmen und fragte an, mit welchen der WDR im geschäftlichen Kontakt stehe, um herauszufinden, ob der WDR Unternehmen beauftragt, die mit Rundfunkratsmitgliedern verbunden sind. Gegen die Verweigerung der Auskunft klagte er 2008 nach dem Informationsfreiheitsgesetz Nordrhein-Westfalen und war damit 2013 in dritter Instanz vor dem Bundesverwaltungsgericht erfolgreich.[1]

Er gehörte 2009 zur Autorenschaft des Autorenblogs Carta, dem der Grimme Online Award für Redaktion und Autorenschaft verliehen wurde.[2] Unter anderem aufgrund redaktioneller Differenzen beendete er Ende 2010 seine Mitarbeit.[3] Seine Recherche zu PR in der deutschsprachigen Wikipedia wurde 2010 mit einem Recherche-Stipendium des Otto-Brenner-Preises gefördert.[4] 2014 erhielt er beim Alternativen Medienpreis den Sonderpreis Medienkritik.[5]

Oppong gehört als Schriftführer dem Vorstand der FDP-nahen „Liberalen Türkisch-Deutschen Vereinigung e. V.“ an und ist seit November 2010 ordentliches Mitglied des Landesfachausschusses Innen und Recht des FDP-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen sowie seit April 2014 Mitglied des Bundesfachausschusses Justiz, Innen, Integration und Verbraucherschutz der FDP.[6]

Wikipedia-Studie[Bearbeiten]

2014 wurde eine Studie von Oppong veröffentlicht, in welcher er den Einfluss von bezahlten Auftragsautoren in der deutschsprachigen Wikipedia untersuchte. Die Studie wurde vielfach in den Medien verbreitet, allerdings auch stark inhaltlich und methodisch kritisiert.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Autor[Bearbeiten]

Herausgeber[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 27. Mai 2013 (Akz. 7 B 30.12); Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 9. Februar 2012 (Akz. 5 A 166/10); Christoph Degenhart: Anmerkung zu OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 9. Februar 2012 – 5 A 166/10, ZUM, S. 521; Verwaltungsgericht Köln, Urteil vom 19. November 2009 (Akz. 6 K 2032/08).
  2. Preisträger 2009: Carta - Preis verliehen für Redaktion und Autorenschaft, Webseite des Grimme-Instituts, abgerufen am 6. April 2014.
  3. Ich verabschiede mich bei Carta, Carta, abgerufen am 31. Januar 2015.
  4. Recherche-Stipendium 1 – Marvin Oppong, Webseite des Otto-Brenner-Preises, abgerufen am 6. April 2014.
  5. Preisträger 2014, Webseite des Alternativen Medienpreis, abgerufen am 31. Januar 2015.
  6. Der LTD-Vorstand stellt sich vor auf der Website der Liberalen Türkisch-Deutschen Vereinigung e.V. Abgerufen am 15. September 2014.