Marvin Oppong

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Marvin Oppong (* 1982 in Münster) ist ein deutscher investigativer und freier Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Oppong studierte Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht.[1] Das Studium beendete er ohne Abschluss. Er ist seit 2000 als freier Journalist und Dozent tätig. Die bekannteste Recherche betrifft den WDR und die WDR mediagroup. Er übersandte dem WDR 2006 eine Liste mit Unternehmen und fragte an, mit welchen der WDR im geschäftlichen Kontakt stehe, um herauszufinden, ob der WDR Unternehmen beauftragt, die mit Rundfunkratsmitgliedern verbunden sind. Nach Verweigerung der Auskunft erhob er 2008 Klage gegen den WDR. Mit seiner Auskunftsklage nach dem Informationsfreiheitsgesetz Nordrhein-Westfalen hatte er 2013 Erfolg.[2]

Er gehörte 2009 zur Autorenschaft des Autorenblogs Carta, dem der Grimme Online Award für Redaktion und Autorenschaft verliehen wurde.[3] 2010 schied er dort im Streit aus.[4] Seine Recherche zu PR in der deutschsprachigen Wikipedia wurde 2010 mit einem Recherche-Stipendium des Otto-Brenner-Preises gefördert.[1] 2014 erhielt er beim Alternativen Medienpreis den Sonderpreis Medienkritik.[5]

Oppong gehört als Schriftführer dem Vorstand der FDP-nahen „Liberalen Türkisch-Deutschen Vereinigung e.V.“ an und ist seit November 2010 ordentliches Mitglied des Landesfachausschusses Innen und Recht des FDP-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen sowie seit April 2014 Mitglied des Bundesfachausschusses Justiz, Innen, Integration und Verbraucherschutz der FDP.[6]

Wikipedia-Studie[Bearbeiten]

2014 wurde eine Studie von Oppong veröffentlicht, in welcher er den Einfluss von bezahlten Auftragsautoren in der Wikipedia untersuchte. Die Studie wurde vielfach in den Medien verbreitet, allerdings auch stark inhaltlich und methodisch kritisiert.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Autor[Bearbeiten]

Herausgeber[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Recherche-Stipendium 1 – Marvin Oppong, Webseite des Otto-Brenner-Preises, abgerufen am 6. April 2014.
  2. Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 27. Mai 2013 (Akz. 7 B 30.12); Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 9. Februar 2012 (Akz. 5 A 166/10); Christoph Degenhart: Anmerkung zu OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 9. Februar 2012 – 5 A 166/10, ZUM, S. 521; Verwaltungsgericht Köln, Urteil vom 19. November 2009 (Akz. 6 K 2032/08).
  3. Preisträger 2009: Carta - Preis verliehen für Redaktion und Autorenschaft, Webseite des Grimme-Instituts, abgerufen am 6. April 2014.
  4. Ich verabschiede mich bei Carta, Carta, abgerufen am 31. Januar 2015.
  5. Preisträger 2014, Webseite des Alternativen Medienpreis, abgerufen am 31. Januar 2015.
  6. Der LTD-Vorstand stellt sich vor auf der Website der Liberalen Türkisch-Deutschen Vereinigung e.V. Abgerufen am 15. September 2014.