Marxen

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Marxen; zu weiteren Bedeutungen von Marxen siehe Marxen (Begriffsklärung).


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Marxen
Marxen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Marxen hervorgehoben
53.313710.005943Koordinaten: 53° 19′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Harburg
Samtgemeinde: Hanstedt
Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: 13,31 km²
Einwohner: 1365 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21439
Vorwahl: 04185
Kfz-Kennzeichen: WL
Gemeindeschlüssel: 03 3 53 024
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kamp 25
21439 Marxen
Bürgermeister: Christian Meyer (komm.)[2][3]
Lage der Gemeinde Marxen im Landkreis Harburg
Königsmoor Otter Welle Tostedt Wistedt Tostedt Handeloh Undeloh Dohren Heidenau Dohren Kakenstorf Drestedt Wenzendorf Halvesbostel Regesbostel Moisburg Hollenstedt Appel Neu Wulmstorf Rosengarten Buchholz in der Nordheide Egestorf Hanstedt Jesteburg Asendorf Marxen Harmstorf Bendestorf Brackel Seevetal Landkreis Harburg Niedersachsen Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Heidekreis Landkreis Lüneburg Landkreis Stade Freie und Hansestadt Hamburg Schleswig-Holstein Gödenstorf Eyendorf Vierhöfen Garlstorf Salzhausen Toppenstedt Wulfsen Garstedt Stelle Tespe Marschacht Drage WinsenKarte
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Marxen ist eine Gemeinde im Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Marxen liegt am Nordostrand des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Hanstedt an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Hanstedt hat. Im Westen des Ortes fließt, aus der Lüneburger Heide kommend, die Aue, welche in die Seeve mündet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind südwestlich die Gemeinde Jesteburg und nördlich die Gemeinde Seevetal. In östlicher Richtung befindet sich die Gemeinde Hanstedt, die weitergehend an die Samtgemeinde Salzhausen grenzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die beiden Ortsteile der Gemeinde sind:

  • Marxen und
  • Schmalenfelde

Geschichte[Bearbeiten]

Marxen wurde 1239 erstmals urkundlich erwähnt. Frühere Schreibweisen sind Marsem (1239), Marxem (1450) und Marksen (um 1800). 1450 gehört Marxen zum Goh Salzhausen. 1681 besteht Marxen aus neun Vollhöfen, einem Halbhof, fünf Koten und zwei Brinksitzerstellen. Zum Teil lassen sich frühere Besitzer der alten, heute noch existierenden Höfe bis in das Jahr 1540 (Klaas Hus) zurückverfolgen.[4] Die Reste der Hügel- und Ganggräber auf dem Jägerberg sowie rechts der Kreisstraße von Marxen in Richtung Ramelsloh lassen darauf schließen, dass die Gegend um Marxen bereits in der Bronzezeit, also von 2200 bis 1200 v. Chr. besiedelt war. Marxen liegt im früheren Siedlungsgebiet der Langobarden. Die Gegend der Lüneburger Heide wurde zur Langobardenzeit als Golaida bezeichnet. 1452 wurden die Einnahmen aus Marxen als Sicherheit für ein Darlehen der Gebrüder von dem Berge aus Lindhorst an das Kloster in Ramelsloh abgetreten.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat, der im September 2011 gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen: Freie Wähler Gemeinschaft Marxen (FWG Marxen) 11 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Christian Meyer wurde am 18. November 2013 gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Von Rot und Silber gespalten. Links ein silberner Kesselhaken, rechts ein grüner Eichenbruch mit zwei Eicheln.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

In Marxen befindet sich das Feuerwehrmuseum Marxen des Landkreises Harburg. Dieses Museum ist in der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. September eines Jahres geöffnet.

Musik[Bearbeiten]

In Marxen gibt es vier Chöre.

Den Nordheide-Chor e. V mit Sitz in Marxen

Ein Männerchor mit derzeit 27 aktiven Mitgliedern. Es wird unter anderem bei Hochzeiten, Geburtstagen und anderen Anlässen gesungen; das Repertoire ist umfassend, von alten Stücken bis zu modernen. Tradition hat bereits das alljährliche Herbstkonzert, das zusammen mit dem Frauenchor Nordheide e. V. veranstaltet wird. Zum Nordheide-Chor gehören der Kinderchor Kling und Klang Nordheide und der Jugendchor Kling und Klang Nordheide.

Der Frauenchor Nordheide e. V. der ebenfalls in Marxen ansässig ist, hat aktuell 31 aktive Mitglieder und hat sich in den Jahren 2009-2010 stark verjüngt. Die Lieder reichen von Altertümlich bis zu modernen Kompositionen.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Im Dorfkern von Marxen findet sich ein Denkmal namens "Unter den Eichen", das heute unter Denkmalschutz steht. Außerdem ist in Marxen ein Stein aufgestellt, der an das 750-jährige Bestehen der Gemeinde aufmerksam machen soll. Er trägt die Inschrift "750 Jahre Marxen - 1239-1989".

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Zur Autobahn 7-Anschlussstelle in der Nachbargemeinde Seevetal sind es ca. 5 km. Die Autobahnauffahrt Thieshope liegt ebenfalls an der A7 und ist ca. 6 km entfernt.

Marxen verfügte früher über einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Wittenberge–Buchholz, der bis 1994 im Güterverkehr bedient wurde. Im Jahre 2000 wurden sämtliche Gleisanlagen zwischen der ehemaligen Abzweigstelle Jesteburg und Lüneburg entfernt. Der Personenverkehr wurde bereits 1981 auf die Buslinie 4408 umgestellt, die heute Marxen mit Buchholz, Jesteburg und Winsen verbindet. Zur Schülerbeförderung gibt es zusätzlich Buslinien nach Brackel, Hanstedt, Buchholz, Winsen und Hittfeld.

Angesichts der steigenden Energiekosten wird über eine Reaktivierung der Bahnstrecke und die Anbindung an den Großraum Hamburg nachgedacht.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Marxen hat ein Gewerbegebiet, in dem unter anderem die Fa. Fehr-Edelhoff angesiedelt ist, die bis Ende 2007 im Landkreis Harburg die Abfallentsorgung durchführte. Jetzt macht das die Hamburger Firma Otto Dörner. Außerdem ist mit der Fa. Nikro Messebau ein deutschlandweit im Messebau bekannter Betrieb in Marxen ansässig. Weiterhin gibt es im Gewerbegebiet noch diverse Kleinbetriebe. Im Ort selbst findet sich ein Landmaschinenhandel (Fa. Schlichting,Hauptmarke John Deere), der neben einer Fahrzeugwerkstatt landwirtschaftliche Geräte vom Traktor bis zum Mähdrescher anbietet. Im Marxen selber finden sich ortsübliche Betriebe und zwei Gaststätten, eine davon mit Pensionsbetrieb.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Behörde Marxens ist im Kamp 25 ansässig.

Bildung[Bearbeiten]

In Marxen gibt es keine Schulen, jedoch existiert ein Kindergarten, der vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Sitzübergang im Rat der Gemeinde Marxen auf der Webseite der Gemeinde vom 8. November 2013, abgerufen am 13. November 2013
  3. Sitzung des Rates der Gemeinde Marxen am 18. November 2013 auf der Webseite der Gemeinde vom 8. November 2013, abgerufen am 13. November 2013
  4. Dorfchronik Marxen 1989

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marxen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien