Mary Morris

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Frederick Hollyer: Mary Morris, 1887

Mary Morris (* 25. März 1862 in Bexley, London; † 17. Oktober 1938 in Kelmscott Manor, Oxfordshire) war eine britische Unternehmerin und Produktdesignerin für Bunt- und Weißstickerei.

Leben[Bearbeiten]

Mary, genannt May, war die jüngere Tochter des Architekten und Maler William Morris (1834–1896) und seiner Ehefrau Jane Burden (1839–1914). Ihre ältere Schwester Jenny litt unter Epilepsie. May studierte textile Kunst an der South Kensington School of Design von 1880 bis 1883. Im Jahr 1885 übernahm Morris die Leitung der Stickerei-Abteilung der Firma Morris & Co..

1886 verliebte sich Mary in Henry Halliday Sparling, den Sekretär der Sozialistischen Liga von Hammersmith. Trotz der Sorge ihrer Mutter wegen seiner bäuerlichen Herkunft heirateten sie am 14. Juni 1890 im Standesamt von Fulham. Sparling wurde bei der Kelmscott Druckerei angestellt und sie mieteten ein Haus in der Hammersmith Terrace 8, nicht weit entfernt vom Kelmscott House ihrer Eltern. Als Mary ihre frühere Liebesbeziehung zu George Bernard Shaw wieder aufnahm und mit diesem zum International Socialist Workers' Congress nach Zürich reiste, trennten sich ihre Wege. 1898 wurden sie geschieden und Mary nahm wieder ihren Geburtsnamen an.

Von 1899 bis 1908 gab sie Unterricht in Sticken sowohl an der Central School of Arts & Crafts und der School of Art Needlework (heute Royal School of Needlework). Sie war auch eine bedeutende Schmuck-Designerin.

1907 gründete sie die Women's Guild of Arts und blieb deren Präsidentin bis 1935.

Zusammen mit ihrem Vater und ihrem Ehemann gehörten sie zu den ersten britischen Sozialisten. Sie legten gemeinsam mit Eleanor Marx und Friedrich Engels die Grundlage zur sozialistischen Bewegung. Nach dem Tod ihres Vaters veröffentlichte sie seine Romane und Dichtungen.

Emery Walker schrieb am 19. Februar 1930 an May Morris, dass er noch einmal die Photos, die John Parsons 1865 für Rossetti von ihrer Mutter gemacht hat, fotografiert habe, um sie zu erhalten. Am 1. Dezember 1933 schrieb Gordon Bottomly an May Morris, dass er ein Photobuch erstellt habe. Er weist auch auf die Probleme hin, die ihm der Film, der ein kostbares Dokument sei, bereitet und viel Arbeit gekostet habe, um ihn zu erhalten. Album of Portraits of Mrs. William Morris (Jane Burden) Posed by Rossetti, 1865. Bearbeitet von Gordon Bottomly. Zusammengestellt 1933

May Morris wurde nahe ihrer Familie in Kelmscott bei der St George's Kirche beigesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jan Marsh: Jane and May Morris: A Biographical Story, 1839-1938, Pandora Pr (1986) ISBN 0-86358-113-7
  • Gay Daly: Pre-Raphaelites in Love, Ticknor & Fields (1989) ISBN 0-89919-450-8
  • Pamela Todd: Pre-Raphaelites at Home, Watson-Guptill Publications (2001) ISBN 0-8230-4285-5

Weblinks[Bearbeiten]