Masaru Emoto

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Masaru Emoto (jap. 江本 勝, Emoto Masaru; * 22. Juli 1943 in Yokohama, Japan) ist ein japanischer Parawissenschaftler und Alternativmediziner. Er ist Präsident der International Hado Membership (IHM), die er 1986 in Tokio gegründet hat, und war der Präsident des mittlerweile aufgelösten Schweizer Instituts Wise Crystal. Er ist außerdem Vorsitzender des I.H.M. General Research Institute und emeritierter Präsident der International Water for Life Foundation, einer Not-for-Profit-Organisation. Des Weiteren ist er Präsident der Office Masaru Emoto, LLC und Präsident der Emoto Peace Project Foundation.[1]

Ausbildung[Bearbeiten]

Emoto studierte Politikwissenschaften und graduierte mit Schwerpunkt auf Internationale Beziehungen an der Städtischen Universität Yokohama. Im Oktober 1992 schloss er seine Ausbildung als Alternativmediziner an der International Open University ab. Auf das Konzept der strukturellen Zusammenballung von Wasser auf mikroskopischer Ebene stieß er in den USA und durch die Technologie der Magnetfeldresonanz-Analyse.[1]

Arbeit mit Wasser[Bearbeiten]

Emoto beschäftigt sich seit Anfang der 1990er-Jahre mit Wasser. Er vertritt die Auffassung, dass Wasser die Einflüsse von Gedanken und Gefühlen aufnehmen und speichern könne. Zu dieser Auffassung gelangt er durch Experimente mit Wasser in Flaschen, die er entweder mit positiven Botschaften wie „Danke“ oder negativen Botschaften wie „Krieg“ beschriftet und anschließend gefriert, fotografiert und anhand von ästhetisch-morphologischen Kriterien den entstehenden Eiskristall beurteilt. So versucht er einen Zusammenhang zwischen dem Aussehen des Eiskristalls und der Qualität bzw. dem Zustand des Wassers darzustellen.[1] Wasser, welches mit positiven Botschaften beschriftet wird, forme stets vollkommene Eiskristalle, während Wasser mit negativen Botschaften unvollkommene, missgebildete Kristalle bilde.

Emotos Behauptungen bilden zusammen mit weiteren als para- bzw. pseudowissenschaftlich bezeichneten Ansätzen von Viktor Schauberger, Johann Grander u. a. die Ausgangslage für die Behandlung, Herstellung und Vermarktung von sogenanntem „belebtem“ Wasser.

Verwandte Theorien[Bearbeiten]

Jacques Benveniste, ein französischer Mediziner, veröffentlichte 1988 in der Zeitschrift Nature Ergebnisse, nach denen hochgradig verdünnte Antigene über einen „Gedächtniseffekt“ des Wassers weiße Blutzellen (Leukozyten) beeinflussen. Die Ergebnisse sind in wissenschaftlichen Kreisen stark umstritten. Der französische Virologe Luc Montagnier entdeckte, dass Lösungen mit DNS eines Virus oder Bakteriums „Radiowellen im Niedrigfrequenzbereich ausstrahlen“. Diese Radiowellen behalte das Wasser auch nach zahlreichen Verdünnungen bei.

Kritik[Bearbeiten]

Emotos Annahmen stehen in erheblichem Widerspruch zu bestehenden Erkenntnissen der Wasserchemie und -physik. Insbesondere seine Methodik kann nach den für die Wissenschaft geltenden Qualitätsanforderungen nicht bestehen. Da sich seine vermeintlichen Erkenntnisse weder logisch noch empirisch nachvollziehen lassen, werden seine Ideen von der Fachwelt nicht ernstgenommen.[2] Masaru Emoto selbst beschreibt auf seiner Webseite die Fotografien als eine neue Art der Kunst, die weder als Naturwissenschaft, noch als Religion gelten solle (“Therefore, the photograph of crystals is neither science nor religion. I hope it is enjoyed as a new type of art.”).[3]

2003 bot die James Randi Educational Foundation Emoto eine Million Dollar, wenn er die Ergebnisse seiner Studien in einem Doppelblindversuch reproduzieren könne.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Masaru Emoto - Biographie, Webseite von Masaro Emoto. Abgerufen am 12. April 2014
  2. Klaus Bachmann: Wasser. H2O ist nicht zu fassen: Wie Forscher versuchen, die Rätsel des exzentrischen Elements zu entschlüsseln. In: Geo, Jg. 31 (2006), Heft 7, ISSN 0342-8311.
  3. Masaru Emoto's Statement im Bezug auf seine Fotografien, Webseite von Masaro Emoto. Abgerufen am 12. April 2014
  4. Online-Newsletter der James Randi Educational Foundation (Version vom 9. Juli 2012 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]