Maschendraht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Maschendraht als Zaundraht. Für das Lied Maschen-Draht-Zaun siehe dort.
Vermutlich handgebogene Manufakturware um 1900 (Deutschland)
Aufgespannter Maschendrahtzaun auf Kreta
sogenannter „Hasendraht“

Maschendraht ist ein Geflecht aus in der Regel korrosionsgeschützten Drähten. Der Korrosionsschutz erfolgt zumeist durch Verzinkung oder einen Kunststoffüberzug. Beim Ballieren von Gehölzen (vgl. Ballenschneider) findet aber auch Maschendraht ohne Korrosionsschutz Verwendung, weil dieser aufgrund der korrosionsbedingten Zersetzung im Boden bei der Gehölzpflanzung nicht entfernt zu werden braucht.[1] Maschendraht ist in diversen Drahtstärken und Maschengrößen sowie Arten der Maschinenbildung erhältlich. Grober Maschendraht wird oft als Zaunmaterial zur Einfriedung von Grundstücken eingesetzt. Feinmaschiger Draht wird auch „Karnickel-“, „Kaninchen-“ oder „Hasendraht“, in Österreich „Hasenstallgitter“ genannt, da er zum einen zur Abwehr von Kleintieren wie Hasen oder Kaninchen von gärtnerisch genutzten Grundstücken[2] als auch zum Bau von Türen für Kaninchen-Ställe verwendet werden kann.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ulrich Sachweh (Herausgeber): Der Gärtner, Band 3, Baumschule, Obstbau, Samenbau, Gemüsebau. 2. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1986/1989, ISBN 3-8001-1148-9, S. 156 f.
  2. vgl. Ulrich Sachweh (Herausgeber): Der Gärtner, Band 3, Baumschule, Obstbau, Samenbau, Gemüsebau. 2. Auflage, Ulmer, Stuttgart 1986/1989, ISBN 3-8001-1148-9, S. 258 zum Einsatz von Kaninchendraht im Obstbau.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maschendraht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Maschendrahtzaun – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen