Maschinen-Traktoren-Station
Die Maschinen-Traktoren-Stationen (MTS) waren in sozialistischen Ländern Einrichtungen, in denen die Bauern landwirtschaftliche Maschinen und Traktoren zur Nutzung ausleihen konnten. Sie entstanden erstmals in Sowjetrussland ab 1920. In der DDR entstanden sie nach der Bodenreform (zunächst als Maschinen-Ausleih-Stationen), um den Maschinenpark der aufgelösten Güter zu verwalten und zu warten.
Die Maschinen und Traktoren wurden kein Eigentum der Bauern, sondern blieben in der Hand des sozialistischen Staates. Die MTS galten als Stützpunkte der Arbeiterklasse auf dem Lande.
Seit Anfang der 1960er Jahre erfolgte systematisch eine Übergabe der Landmaschinen an die LPGs. Die MTS wurden 1964 in Kreisbetriebe für Landtechnik (KfL) umbenannt und ihre Aufgabe auf reine Reparaturaufgaben reduziert.[1]
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Jens Schöne: Die Landwirtschaft der DDR 1945–1990. Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, ISBN 3-931426-90-4, Seite 44