Maserati Merak

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Maserati
Maserati Merak red front (2009-10-03).jpg
Merak
Produktionszeitraum: 1973–1982
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotoren:
2,0–3,0 Liter
(117–162 kW)
Länge: 4343 mm
Breite: 1784 mm
Höhe: 1149 mm
Radstand: 2600 mm
Leergewicht: 1350-1400 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Maserati Merak war ein vom italienischen Sportwagenhersteller Maserati von 1973 bis 1982 produzierter Sportwagen mit Mittelmotor. Der nach dem Stern Merak im Sternbild des Großen Bären benannte Wagen stellte eine leicht veränderte Variante des Maserati Bora dar; jedoch war der Merak nur mit hubraumschwächeren Motoren erhältlich.

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Auf dem Turiner Autosalon 1972 zeigte Maserati den Prototyp des Merak, der im folgenden Jahr in Produktion ging. Statt des V8-Motors des Bora wurde ein Dreiliter-V6 verwendet, der in ähnlicher Gestalt auch im Citroën SM Dienst tat; auch das ovale Armaturenbrett und das Hochdruck-Hydrauliksystem, das für die Hydropneumatik-Federung des Citroën nötig war, entstammten dem französischen Wagen. Die Heckpartie des Merak war nicht verglast, sondern hatte eine flache Motorhaube und zwei Stege, die von der hinteren Dachkante zum Heckabschluss liefen. Weil der V6 kleiner war als der Achtzylinder, blieb hinter den Vordersitzen des Merak Raum für zwei kleine Notsitzmulden. Diese Urform des Merak blieb bis 1976 in Produktion.

1975 erschien der Merak SS mit stärkerem Dreiliter-Motor, optisch erkennbar an dem schwarzen Grillgitter in der Vorderhaube.

Im selben Jahr lancierte Maserati speziell für den italienischen Markt, wo Fahrzeuge mit mehr als zwei Litern Hubraum deutlich stärker besteuert wurden, eine Zweiliter-Version des Merak, dessen V6 vom Dreiliter-Motor abgeleitet war.

Heckansicht

1977 erhielt der Merak eine Bremse mit konventioneller Hydraulik und ein weniger avantgardistisch gestaltetes Armaturenbrett.

1980 wurde die letzte und auch schnellste Modellvariante des Merak, der Merak SS Tipo 80, von Maserati hergestellt. Bei diesem Merak wurde eine üppig dimensionierte, konventionelle Bremsanlage mit den Bremsscheiben am Radträger, nicht wie bisher am Differential eingebaut. Der Motor des Tipo 80 leistet als Europaversion 162 kW (220 PS) bei 6500/min, das Fahrzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h. Äußerlich war dieses Model nicht von normalen SS-Varianten zu unterscheiden; im Innenraum wurden jetzt allerdings Armaturenbrett und Mittelkonsole in der luxuriösen und futuristischen Ausführung des Maserati Bora verbaut. Vom Merak SS Tipo 80 wurden insgesamt 65 Exemplare in ca. drei Jahren Bauzeit hergestellt.[1]

Der Merak wurde auch in die USA exportiert; diese Versionen erkennt man an den massigeren Stoßstangen, den seitlichen Markierungsleuchten und einer Ausbuchtung in der Motorhaube, da das Notlaufrad in den USA nicht erlaubt war und Maserati ein gewöhnliches Ersatzrad installieren musste, für das unter der regulären Haube zu wenig Platz war.

Merak SS und 2000 blieben bis zum Jahr 1982 in Produktion.

Literatur[Bearbeiten]

  • Cancellieri, Gianni et al. (Hrsg.): Maserati. Catalogue Raisonné 1926–2003. Automobilia, Mailand 2003. ISBN 88-7960-151-2
  • Tabucchi, Maurizio: Maserati. Alle Grand Prix-, Sport- und GT-Fahrzeuge von 1926 bis heute. Heel Verlag, Königswinter 2004. ISBN 3-89880-211-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maserati Merak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Archiv Maserati, Januar 2000.