Massarosa

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Massarosa
Kein Wappen vorhanden.
Massarosa (Italien)
Massarosa
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Lucca (LU)
Koordinaten: 43° 52′ N, 10° 20′ O43.86666666666710.33333333333310Koordinaten: 43° 52′ 0″ N, 10° 20′ 0″ O
Höhe: 10 m s.l.m.
Fläche: 68 km²
Einwohner: 22.272 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 328 Einw./km²
Postleitzahl: 55054
Vorwahl: 0584
ISTAT-Nummer: 046018
Volksbezeichnung: Massarosesi
Schutzpatron: San Iacopo (25. Juli)
Website: http://www.comune.massarosa.lu.it/ Gemeinde Massarosa
Panorama von Massarosa
Panorama von Massarosa

Massarosa ist eine italienische Gemeinde mit 22.272 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Provinz Lucca in der Toskana.

Geographie[Bearbeiten]

Lage von Massarosa in der Provinz Lucca

Massarosa liegt an der östlich von Viareggio nahe der Tyrrhenischen Küste. Der Ort liegt ca. 14 km westlich der Provinzhauptstadt Lucca und ca. 75 km westlich der Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 433 GG[2]

Der Ort streckt sich vom ehemals sumpfigen Hinterland bis Berge. Der Ortsteil Massaciuccoli ist Namensgeber für den Lago di Massaciuccoli (Lago Puccini), eine ausgedehnte Süßwasserlagune. Das längeste Gewässer der Gemeinde ist der Canale Burlamacca, der neun seiner insgesamt 12 km im Gemeindegebiet verbringt. [3] Der Passort Quiesa bildet den Übergang zur Gemeinde Lucca.

Die Gemeinde besteht aus den Fraktionen (Ortsteilen, ital. Frazioni) Massarosa (Hauptort (Capoluogo), ca. 9300 Einwohner), Corsanico-Bargecchia (235 m, ca. 1500 Einwohner), Gualdo (341 m, ca. 280 Einwohner), Massaciuccoli (25 m, ca. 1500 Einwohner), Mommio Castello (234 m, ca. 700 Einwohner), Montigiano (305 m, ca. 150 Einwohner), Piano di Conca (10 m, ca. 1800 Einwohner), Piano di Mommio (5 m, ca. 2250 Einwohner, Teils auch zu Camaiore zugehörig), Pieve a Elici (176 m, ca. 270 Einwohner), Stiava (12 m, ca. 2900 Einwohner) und Valpromaro (141 m, ca. 20 Einwohner). [4]

Die Nachbargemeinden sind Camaiore, Lucca, Vecchiano (PI) und Viareggio.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Umland des Sees ist seit prähistorischen Zeiten besiedelt. In estruskischer und römischer Zeit war der See zum Meer hin offen und diente als Landungstelle und Handelsplatz. Archäologische Funde belegen eine etrurische Siedlung und eine römische Villa. Im Mittelalter waren die Ortschaften und ihre Befestigungen zwischen Pisa, Lucca und Florenz umstritten. Die südliche Versilia mit den Orten Massarosa, Viareggio und Camaiore war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts Teil der Republik Lucca und teilte ihr weiteres Schicksal. Luccheser Kaufleute errichteten in der Gemeinde seit dem 16. Jahrhundert ihre Villen. In den trockeneren Zonen wurden Getreide und Gemüse angebaut, in den Sümpfen auch Reis. Daneben spielte der Fischfang eine gewisse Rolle. Die Zahl der Einwohner hat sich seit 1880 etwa verdoppelt.

Markgräfin Willa von Tuszien, Tochter des Herzogs und Markgrafen Hugo († 1001) aus dem Haus der Bosoniden, gründete 1025 das Kloster San Michele im Ortsteil Quiesa.

Natur[Bearbeiten]

Der See und Teile des Gemeindegebiets gehören zum Naturpark Migliarino - San Rossore - Massaciuccoli. [5] Er ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel.

Verkehr[Bearbeiten]

Massarosa liegt an der Bahnstrecke Lucca-Viareggio und an der Autostrada A11/A12.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Pieve a Elici
  • Chiesa dei Santi Jacopo e Andrea, Kirche im Hauptort aus dem 16. Jahrhundert, wurde 1895 komplett restauriert, vergrößert und verändert. [6]
  • San Panatalone in Elci, Pieve, die auf vorromanische Zeit zurückgeht und zuerst 892 erwähnt wurde. [6] Nach mehreren Umbauten wurde die Kirche 1906 und 1956 restauriert und wieder näher an den mittelalterlichen Zustand gebracht.
  • Chiesa di Santa Lucia, bereits 984 erwähnte Kirche im Ortsteil Montigiano. Wurde 1687 umgestaltet und zur Parochialkirche ernannt. [7]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Massarosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 1. August 2013 (ital.) (PDF; 330 kB)
  3. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Gewässern in Massarosa, abgerufen am 1. August 2013 (ital.)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Lucca, abgerufen am 1. August 2013 (ital.)
  5. Webseite des Parco Regionale Migliarino San Rossore Massaciuccoli
  6. a b I luoghi della Fede Webseite der Region Toskana zu den Kirchengebäuden der Region, abgerufen am 1. August 2013 (ital.)
  7. Offizielle Webseite der Arcidiocesi di Lucca, abgerufen am 1. August 2013 (ital.)