Massif de la Sainte-Baume

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Massif de la Sainte-Baume
Die Heilige Höhle der Maria Magdalena

Das Massif de la Sainte-Baume ist ein Bergrücken, der sich im Süden Frankreichs zwischen den Départements Bouches-du-Rhône und Var erstreckt. Seine höchste Erhebung, der Joug de l’Aigle, erreicht 1147 Meter.

Geologie[Bearbeiten]

Das Massif de la Sainte-Baume ist ein Faltengebirge. Sein geologischer Ursprung ist wie die Pyrenäen-Faltung im Tertiär vor rund 50 bis 100 Millionen Jahren der Zusammenstoß der Iberischen Halbinsel mit dem europäischen Kontinent. Das Mittelmeer-Gebirgsklima mit seinen feuchten und milden Wintern lässt das Gebirge zu einem der wichtigsten Wasserspeicher der Region und zum Quellgebiet zahlreicher Flüsse werden. Hier entspringen Huveaune, Vède, Peyruis, Gaudin, Caramy, Issole, Gapeau und Fauge. Darüber hinaus durchziehen wichtige unterirdische Wasserläufe das Gebiet.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Rotbuchen- und Eichen-Wälder bestimmen die Landschaft des Massivs und bieten einer charakteristischen Flora und Fauna einen Lebensraum, der den Übergang von den Wäldern der Mittelmeerregion zu den auf mittlerer Ebene gelegenen Alpenwäldern darstellt. Es beherbergt zahlreiche seltene und bedrohte Käferarten und die nördlichsten Vertreter des provenzalischen Sandkrauts.

Wallfahrt[Bearbeiten]

Nach einer alten französischen Legende kam Maria Magdalena über Saintes-Maries-de-la-Mer ins Land und missionierte die Provence. Sie sei in eine Höhle auf einem Hügel, La Sainte-Baume (das provenzalische Wort baumo bedeutet Höhle), beerdigt worden. Die Höhle ist heute ein Wallfahrtsort.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Massif de la Sainte-Baume – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

43.3233333333335.751147Koordinaten: 43° 19′ N, 5° 45′ O