Massimo d’Azeglio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Massimo d’Azeglio, Porträt von Francesco Hayez (1860)

Massimo Taparelli d’Azeglio (Massimo Taparelli, Marquis d’Azeglio; * 24. Oktober 1798 in Turin; † 15. Januar 1866 in Turin) war ein italienischer Schriftsteller, Maler und Politiker.

Azeglio war vor allem romantischer Schriftsteller in der Nachfolge Alessandro Manzonis, er war zudem mit einer von dessen Töchtern verheiratet. D’Azeglio wurde durch historische Romane und romantisch inspirierte Gemälde bekannt.

Der Anfang seiner politischen Aktivität war eine Reise, die er 1845 auf Veranlassung seines Vetters Cesare Balbo durch die Romagna unternahm, um sich dort über die Zustände des Landes zu informieren. In seinem Reisebericht, den er ein Jahr später veröffentlichte, kritisierte er die päpstlichen Verwaltungsbehörden, warnte aber vor einer Revolution und sprach sich für liberale Reformen aus. Nach dem Amtsantritt Papst Pius IX. hoffte er auf ein geeintes Italien unter dessen Vorherrschaft. Während der Belagerung von Novara wurde er schwer verwundet.

König Viktor Emanuel II. ernannte d’Azeglio zum Premierminister des Königreiches Sardinien-Piemont und beauftragte ihn mit der Bildung eines Kabinetts. Seine Innenpolitik richtete sich auf den Aufbau eines liberalen Staatswesens, während er sich nach außen gegen die Ansprüche Österreichs auf Italien wehren musste. Nachdem er jedoch im Kabinett mit seinem Ministerkollegen Camillo Benso von Cavour in scharfe, auch persönliche Auseinandersetzungen geraten war, schied er 1852 aus dem Kabinett aus und wandte sich bis 1859 verstärkt der Malerei zu. Erst kurz vor dem Vorfrieden von Villafranca wurde Azeglio wieder mit politischen Dingen beauftragt.

Azeglio übersiedelte in seinen letzten Lebensjahren nach Cannero am Lago Maggiore. Dort entstanden seine berühmten Memoiren (I miei ricordi).

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Massimo d'Azeglio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien