Massingir-Talsperre

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Massingir
Barragem de Massingir
Satellitenbild des Stausees mit dem Zusammenfluss von Shingwedzi und Rio dos Elefantes
Satellitenbild des Stausees mit dem Zusammenfluss von Shingwedzi und Rio dos Elefantes
Lage: Massingir, Distrikt Massingir, Provinz Gaza, Mosambik
Zuflüsse: Lepelle (Rio dos Elefantes, Olifants River)
Größere Städte in der Nähe: Maputo, Pretoria, Johannesburg
Massingir (Mosambik)
Massingir
Koordinaten 23° 53′ 5″ S, 32° 8′ 40″ O-23.88472222222232.144444444444Koordinaten: 23° 53′ 5″ S, 32° 8′ 40″ O
Daten zum Bauwerk
Sperrentyp: Erdschüttdamm
Bauzeit: 1971 – 2006
Höhe des Absperrbauwerks: 46 m
Bauwerksvolumen: 10,435 Mio. m³
Kronenlänge: 4600 m
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 150 km²
Speicherraum 2880 Mio. m³

Die Massingir-Talsperre ist eine Talsperre am Rio dos Elefantes (Olifants, Lepelle) in der Provinz Gaza in Mosambik. Sie wurde nach der Stadt Massingir im Distrikt Massingir benannt. Das Absperrbauwerk der Massingir-Talsperre ist ein Erdschüttdamm. Er ist 46 m hoch und 4600 m lang.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Die Bauarbeiten begannen 1971 in der Kolonialzeit durch ein portugiesisches Unternehmen. Bevor der Damm 1975 fertiggestellt war, erlangte Mosambik die Unabhängigkeit und die Bauarbeiten wurden unterbrochen, es fehlten vor allem die Schleusentore (Verschlusseinrichtungen). Der folgende Bürgerkrieg hinderte die FRELIMO-Regierung an der Fertigstellung, das Baugelände war von der RENAMO besetzt.[1]

Nach politischen Reformen in Mosambik begannen 1988 Wiederherstellungsarbeiten an dem Damm.[2] Mit einem Kredit über 800 Millionen $ von der Afrikanischen Entwicklungsbank gelang es der Regierung schließlich im Oktober 2006, die Talsperre fertigzustellen und gleichzeitig den Damm zu erhöhen.

Krokodil-Schlucht[Bearbeiten]

Die Massingir-Talsperre liegt im Nationalpark Limpopo. Das Gebiet ist ein wichtiger Raum für die Fortpflanzung des Nilkrokodils. Deswegen gab es Bedenken der Krüger-Nationalpark-Verwaltung bezüglich der Flutung der Olifants-Schlucht, weil diese Gebiete zerstört werden könnten. Gegenwärtig liegt die Talsperre im Great Limpopo Transfrontier Park.[3]

Der höhere Staudamm verursacht, dass sich Sedimente in der 8 km langen Krokodil-Schlucht ansammeln. Diese Schlucht ist für Touristen nicht zugänglich und das weltgrößte Brutgebiet für das Nilkrokodil.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Christina Folke Ax, Niels Brimnes, Niklas Thode Jensen & Karen Oslund, Cultivating the Colonies: Colonial States and Their Environmental Legacies, August 2011, ISBN 978-0896802827
  2. Massingir Dam Emergency Rehabilitation Project
  3. Massingir Dam & Flooding of Olifants Gorge

Weblinks[Bearbeiten]