Matala
Mátala (griechisch Μάταλα (n. pl.)) ist ein Dorf an der Südküste der griechischen Insel Kreta. Nach dem griechischen Mythos war Matala der Ort, an dem Zeus in Stiergestalt mit der von ihm entführten phönizischen Prinzessin Europa an Land ging. Er verwandelte sich hier in einen Adler und brachte Europa weiter nach Gortyn.
Matala zählte 2001 100 Einwohner[1] und ist heute eine Siedlung in der Ortschaft Pitsidia im Gemeindebezirk Tymbaki der Gemeinde Festos.
In der Jungsteinzeit wurden in das weiche, poröse Gestein der Bucht zahlreiche Wohnhöhlen gegraben, die in der Zeit der römischen Besetzung Kretas als Grabstätten genutzt wurden. Bis heute sind sie die berühmteste Attraktion von Matala geblieben. In der minoischen Epoche befand sich an dieser Stelle vermutlich der Hafen von Phaistos; in römischer Zeit war Matala der Hafen von Gortyn. Die Sarazenen unter Abu Hafs Omar, die 824 Kreta eroberten, gingen zuerst in Matala an Land.
In den 1960er Jahren siedelten sich in den neolithischen Wohnhöhlen Hippies aus aller Welt an (darunter viele junge US-Amerikaner, die ihre Teilnahme am Vietnamkrieg verweigerten), und gründeten dort eine große Kommune. Zeitweise lebten hier auch Cat Stevens, Bob Dylan und Joni Mitchell. Als eine der Höhlen einstürzte und dabei ein Mensch ums Leben kam, wurden die Hippies aus Matala vertrieben.
Südlich von Matala liegt der Strand Kokkini Ammos („Red Beach“), ein rötlicher, feinkörniger Sandstrand, der nur über einen steilen, schmalen Fußweg zugänglich ist.
Felshöhlen der nördlichen Steilküste [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Ergebnisse der Volkszählung 2001 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΣΥΕ) (PDF, 1.009 kb)
34.99472222222224.749166666667Koordinaten: 34° 59′ 41″ N, 24° 44′ 57″ O