Mathematics Genealogy Project

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Das Mathematics Genealogy Project (deutsch: mathematisches Genealogieprojekt) ist eine frei zugängliche Datenbank im Internet mit dem Ziel, möglichst viele Dissertationen in der Mathematik und in verwandten Gebieten wie der theoretischen Physik zu erfassen und zu einem Stammbaum zu verknüpfen.

In diese an der North Dakota State University beheimateten Datenbank werden die Namen des Autors und des Betreuers (Doktorvaters), das Jahr, die Universität und der Titel der Dissertation eingetragen. Für ältere Zeiten, als die Promotion noch nicht Standard war, werden andere Studienabschlüsse eingetragen, oder einfach nur Lehrer-Schüler-Beziehungen, wie zwischen Leonhard Euler und Joseph-Louis Lagrange. In diesem Stammbaum stellt die Beziehung zwischen Doktorvater und Doktorand das Verwandtschaftsverhältnis dar.

Im Juni 2011, als das Projekt über 150.000 Einträge besaß, konnte man ihm beispielsweise entnehmen, dass Carl Friedrich Gauß (1777–1855) inzwischen mehr als 54.000 „mathematische Nachkommen“ hat, Luca Pacioli (1445–1517) sogar mehr als 84.000. In seiner Linie stehen Nikolaus Kopernikus (1473–1543), Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716), Jakob I. Bernoulli (1655–1705) und Leonhard Euler (1707–1783). Eine andere interessante Linie startet mit Niccolò Tartaglia, der Autodidakt war, und führt über Ostilio Ricci, Galileo Galilei, dessen Schüler Benedetto Castelli und Vincenzo Viviani zu Isaac Barrow, Isaac Newton, Roger Cotes bis zu George Gabriel Stokes, James Clerk Maxwell, Arthur Cayley, John William Strutt, Ernest Rutherford, Edward Victor Appleton, Paul Langevin, Hans Geiger und Douglas Rayner Hartree. Umgekehrt lassen sich die meisten heutigen Wissenschaftler auf einige wenige Urahnen zurückführen.

Weblinks[Bearbeiten]