Matka-Klasse

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Projekt 206
Russisches Projekt-206-Boot (rechts) in Sewastopol, 2007.

Russisches Projekt-206-Boot (rechts) in Sewastopol, 2007.

Schiffsdaten
Schiffsart Tragflügelboot
Bauwerft Werft 363 „Sredne-Newski“ Leningrad
Bauzeitraum 1977 bis 1983
Gebaute Einheiten 11
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
38,6 m (Lüa)
Breite Rumpf:7,6 m

Tragflügel: 12,5 m

Tiefgang max. Rumpf: 2,1 m

Tragflügel: 3,26 m

Verdrängung Standard/voll: 230/257 t
 
Besatzung 29
Maschine
Maschine 3 × M504-Dieselmotor
Maschinen-
leistung
3 × 5.000 PS (3.677 kW)
Geschwindigkeit max. 43 kn (80 km/h)
Propeller 3
Bewaffnung

Projekt 206MR (russisch проект 206МР) ist eine Klasse von Flugkörperschnellbooten, die in der Sowjetunion unter dem Decknamen „Wichr“ (russisch Вихрь) während des Kalten Krieges entwickelt wurde. Die als Tragflügelboote konstruierten Boote wurden von der NATO als Matka-Klasse bezeichnet.

Es ist eine Weiterentwicklung der Projekt-206-Klasse, in die auch Erfahrungen beim Bau und Betrieb der Projekt-205-Klasse mit einflossen. Im Gegensatz zu den anderen Tragflügelbooten der Sowjetunion besteht die Hauptbewaffnung nicht aus Torpedos sondern aus Raketen. Nach russischer Klassifikation ist es ein „Raketen-Tragflügelboot“ (russisch Ракетный катер на подводных крыльях).

Die Klasse wurde in den 1970er-Jahren vom Konstruktionsbüro „Almas“ (russisch Центральное Морское Конструкторское Бюро (ЦМКБ) „Алмаз“) in Leningrad entwickelt. Zwischen 1977 und 1983 wurden elf Boote gebaut, bis der Bau zugunsten der Projekt-12411-Klasse aufgegeben wurde.

Technik[Bearbeiten]

Rumpf und Antrieb[Bearbeiten]

Wie bei der Projekt 206 wurden drei Dieselmotoren vom Typ M-504 mit je 3.677 kW (5.000 PS) verbaut. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 43 kn und die Reichweite liegt bei 600 sm mit 35 kn Fahrt oder 1500 sm bei 14 kn.

Bewaffnung[Bearbeiten]

Die Bewaffnung besteht aus:

Elektronik[Bearbeiten]

Es wurden unterschiedliche Radaranlagen verbaut, im Folgenden eine Auflistung der NATO-Bezeichnungen der Geräte:

  • Luftraum/Oberflächenradar „Plank Shave“ im E-Band
  • Navigationsradar SRN-207 im I-Band
  • Feuerleitradar „Bass Tilt“ im G/H-Band
  • IFF-Sender „High Pole B“ oder „Salt Pot B“

Varianten[Bearbeiten]

Projekt 2066[Bearbeiten]

Auf einem Boot dieser Klasse, R44 Korsar (ehemals 966) der russischen Marine montierte man im Jahr 2000 anstelle der beiden Startrohre für P-15M zwei Vierfachstarter für Flugkörper des Typs Ch-35 Uran (SS-N-25 Switchblade), entfernte sie nach dem Abschluss der Erprobungen im Jahr 2002 jedoch wieder.[1]

Derzeitiger Status[Bearbeiten]

2004 befanden sich noch einige Schiffe dieser Klasse im Dienst:

Belege und Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Юрий В. Апальков: Корабли ВМФ СССР. Том II. Ударные корабли. Часть II. Малые ракетные корабли и катера. (etwa: Juri W. Apalkow: Schiffe der sowjetischen Marine. Teil II „Angriffsschiffe“ Abschnitt 2 „Kleine-Raketen-Schiffe und Boote“) Galea Print, 2004, ISBN 5-8172-0087-2 (russisch).
  • Jane's Information Group, Jane's Fighting Ships 2004–2005, ISBN 0-7106-2623-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. R-44 auf flot.sevastopol.info, gesichtet am 2. Februar 2012
  2. http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E8DE5723B75804F59B136CD7B2116CF96~ATpl~Ecommon~Scontent.html