Matrei am Brenner

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Matrei am Brenner
Wappen von Matrei am Brenner
Matrei am Brenner (Österreich)
Matrei am Brenner
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 0,35 km²
Koordinaten: 47° 8′ N, 11° 27′ O47.13083333333311.453055555556992Koordinaten: 47° 7′ 51″ N, 11° 27′ 11″ O
Höhe: 992 m ü. A.
Einwohner: 881 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 2517 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6143
Vorwahl: 05273
Gemeindekennziffer: 7 03 27
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Brennerstraße 59
6143 Matrei am Brenner
Website: www.matrei-brenner.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Paul Hauser
Lage der Marktgemeinde Matrei am Brenner im Bezirk Innsbruck Land
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Brennerpassstraße in Matrei
Brennerpassstraße in Matrei
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Matrei, ehemals Deutsch-Matrei,[1] (in Abgrenzung zu Windisch-Matrei) ist eine Marktgemeinde mit 881 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Matrei liegt im nördlichen Teil des Wipptals, etwa 17 km südlich von Innsbruck. Matrei mit seinem geschlossenen Ortskern mit teils reich verzierten Bürger- und Gasthäusern ist flächenmäßig die zweitkleinste Gemeinde Österreichs (nach Rattenberg).

Kulturell, wirtschaftlich und siedlungsmäßig ist die Gemeinde stark mit Pfons und Mühlbachl verbunden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Funde der späten Bronzezeit und der Hallstattkultur beweisen eine frühe Besiedelung an einer verkehrsgeografisch wichtigen Stelle. Der Name leitet sich von der römischen Straßenstation Matreium ab, die in der Tabula Peutingeriana verzeichnet ist. 955 wurde der Ort als "locus Matereia" erstmals urkundlich erwähnt.

1251 wurde Matrei zum Markt erhoben. 1497 traten die Bischöfe von Brixen den Markt an Tirol ab, das Marktgericht blieb jedoch bis 1810 bestehen und wurde dann dem Landgericht Steinach einverleibt. Matrei gehörte lange Zeit zum Besitz der Grafen und Fürsten von Trautson. Der rege Personen- und Warenverkehr über den Brennerpaß machte Matrei zu einer wichtigen Station im Fuhrverkehr. Er hörte mit der Eröffnung der Brennerbahn 1867 fast gänzlich auf.

Am 22. März 1945 wurde der Ort stark bombardiert, was 48 Todesopfer forderte. Die zerstörten Häuserreihen wurden nach dem Krieg in der ortsüblichen Bauweise wiedererrichtet.

Eine Gemeindezusammenlegung mit Mühlbachl und Pfons wurde in einer Volksabstimmung 1974 abgelehnt.

Oberhalb von Matrei in der Gemeinde Mühlbachl steht die 1622 errichtete Wallfahrtskirche und das Kloster von Maria Waldrast.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt.[2]

Paul Hauser wurde zum Bürgermeister und Lisa Jenewein zur Vizebürgermeisterin gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im Gemeinderat Koppelung
Liste für Arbeiter, Angestellte und Wirtschaftstreibende 43,43 % 248 5 A
Aktiv für Matrei 19,96 % 114 2 B
Matreier Liste 16,11 % 92 2 A
Unser Matrei-Unsere Zukunft 20,49 % 117 2 B

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Matreier Pfarrkirche bzw. Wallfahrtskirche Unser Herr im Elend und die Friedhofskirche hl. Johannes stehen auf der anderen Seite der Sill auf Pfonser Gemeindegebiet.
  • Spitalskirche Heiliger Geist
  • Die Burgruine Matrei steht auf einer das Wipptal sperrenden Hügelkette in Mühlbachl
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Matrei am Brenner

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind Tourismus und Gewerbebetriebe. Die Wasserkraft der Sill wird durch das 1898 errichtete Laufkraftwerk Brennerwerk mit einer Leistung von 7,7 MW genutzt.

Verkehrsmäßig ist der Ort durch die Brenner-Bundesstraße, die Brennerautobahn und mit einem Bahnhof der Brennerbahn erschlossen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Matrei am Brenner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Matrei am Brenner – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Große Brockhaus, Leipzig, 15. Aufl. 1932, Bd. 12, S. 254
  2. [1] tirol Unser Land