Matrei am Brenner
| Matrei am Brenner | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Tirol | |
| Politischer Bezirk: | Innsbruck Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | IL | |
| Fläche: | 0,35 km² | |
| Koordinaten: | 47° 8′ N, 11° 27′ O47.13083333333311.453055555556992Koordinaten: 47° 7′ 51″ N, 11° 27′ 11″ O | |
| Höhe: | 992 m ü. A. | |
| Einwohner: | 900 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 2.571 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6143 | |
| Vorwahl: | 05273 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 03 27 | |
| NUTS-Region | AT332 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Brennerstraße 59 6143 Matrei am Brenner |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Paul Hauser | |
| Lage der Marktgemeinde Matrei am Brenner im Bezirk Innsbruck Land | ||
Brennerpassstraße in Matrei |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Matrei, ehemals Deutsch-Matrei,[1] (in Abgrenzung zu Windisch-Matrei) ist eine Marktgemeinde mit 900 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Lage [Bearbeiten]
Matrei liegt im nördlichen Teil des Wipptals, etwa 17 km südlich von Innsbruck. Matrei mit seinem geschlossenen Ortskern mit teils reich verzierten Bürger- und Gasthäusern ist flächenmäßig die zweitkleinste Gemeinde Tirols (nach Rattenberg).
Kulturell, wirtschaftlich und siedlungsmäßig ist die Gemeinde stark mit Pfons und Mühlbachl verbunden.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Geschichte [Bearbeiten]
Funde der späten Bronzezeit und der Hallstattkultur beweisen eine frühe Besiedelung an einer verkehrsgeografisch wichtigen Stelle. Der Name leitet sich von der römischen Straßenstation Matreium ab, die in der Tabula Peutingeriana verzeichnet ist. 955 wurde der Ort als "locus Matereia" erstmals urkundlich erwähnt.
1251 wurde Matrei zum Markt erhoben. 1497 traten die Bischöfe von Brixen den Markt an Tirol ab, das Marktgericht blieb jedoch bis 1810 bestehen und wurde dann dem Landgericht Steinach einverleibt. Matrei gehörte lange Zeit zum Besitz der Grafen und Fürsten von Trautson. Der rege Personen- und Warenverkehr über den Brennerpaß machte Matrei zu einer wichtigen Station im Fuhrverkehr. Er hörte mit der Eröffnung der Brennerbahn 1867 fast gänzlich auf.
Am 22. März 1945 wurde der Ort stark bombardiert, was 48 Todesopfer forderte. Die zerstörten Häuserreihen wurden nach dem Krieg in der ortsüblichen Bauweise wiedererrichtet.
Eine Gemeindezusammenlegung mit Mühlbachl und Pfons wurde in einer Volksabstimmung 1974 abgelehnt.
Oberhalb von Matrei in der Gemeinde Mühlbachl steht die 1622 errichtete Wallfahrtskirche und das Kloster von Maria Waldrast.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]

Politik [Bearbeiten]
Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt.[2]
Paul Hauser wurde zum Bürgermeister und Lisa Jenewein zur Vizebürgermeisterin gewählt.
| Partei | Prozent | Stimmen | Sitze im Gemeinderat | Koppelung |
|---|---|---|---|---|
| Liste für Arbeiter, Angestellte und Wirtschaftstreibende | 43,43 % | 248 | 5 | A |
| Aktiv für Matrei | 19,96 % | 114 | 2 | B |
| Matreier Liste | 16,11 % | 92 | 2 | A |
| Unser Matrei-Unsere Zukunft | 20,49 % | 117 | 2 | B |
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Die Matreier Pfarrkirche bzw. Wallfahrtskirche Unser Herr im Elend und die Friedhofskirche hl. Johannes stehen auf der anderen Seite der Sill auf Pfonser Gemeindegebiet.
- Spitalskirche Heiliger Geist
- Die Burgruine Matrei steht auf einer das Wipptal sperrenden Hügelkette in Mühlbachl
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Von wirtschaftlicher Bedeutung sind Tourismus und Gewerbebetriebe. Die Wasserkraft der Sill wird durch das 1898 errichtete Laufkraftwerk Brennerwerk mit einer Leistung von 7,7 MW genutzt.
Verkehrsmäßig ist der Ort durch die Brenner-Bundesstraße, die Brennerautobahn und mit einem Bahnhof der Brennerbahn erschlossen.
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Josef Eisenstecken (1779–1827), Tiroler Freiheitskämpfer und k.k. Major
- Max Bair (1917–2000), erster Landessekretär der Kommunistischen Partei Österreichs in Tirol
- Alfred Hörtnagl (* 1966), ehemaliger österreichischer Fußballspieler
- Andreas Hörtnagl (* 1942), ehemaliger Bürgermeister in Gries am Brenner
- Günther Mader (* 1964), ehemaliger österreichischer Skirennläufer
- Marianne Stöger (* 1934), ehemalige Lepra-Krankenschwester in Südkorea
- Sepp Tanzer (1907–1983), Komponist und langjähriger Kapellmeister der Stadtmusikkapelle Wilten (Innsbruck)
- DI Cornelia Dejakum (* 1983), ehemaliges Mitglied im Jugend- und Juniorennationalteam des österreichischen Basketballverbandes
Weblinks [Bearbeiten]
- Die Gemeinde auf der Seite von Tirol
- Eintrag über Matrei am Brenner in der Datenbank Geschichte Tirol des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“
- Gemeindedaten von Matrei am Brenner. In: Statistik Austria.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
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