Matriarchat
Matriarchat bezeichnet einen Gesellschaftstyp, in dem alle sozialen und rechtlichen Beziehungen über die Abstammung der mütterlichen Linie organisiert sind, die religiösen Vorstellungen auf eine Ahnfrau oder Urgöttin zurückgeführt werden und Frauen eine zentrale Rolle in Gesellschaft und Religion einnehmen. Es wird dabei oft nicht unterschieden, ob die Stellung den Müttern oder Frauen allgemein zugeschrieben wird. Auch eine Gesellschaftsordnung, in der Frauen oder Mütter darüber hinaus exklusiv die politische Macht innehaben (herrschen), wird als Martiarchat bezeichnet.[1] Im populären Sprachgebrauch der Gegenwart wird unter Matriarchat eine Gesellschaftsordnung verstanden, die vorrangig von Frauen geprägt ist.[2] Es gibt jedoch keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition von Matriarchat. Als Synonyme für matriarchal oder matriarchalisch sind gebräuchlich: mutterrechtlich und gynäkokratisch (Johann Jakob Bachofen), matrizentrisch (Marija Gimbutas) oder matristisch (Wilhelm Reich, Carola Meier Seethaler), matrifokal (Uwe Wesel, Hartmut Zinser) oder gylanisch (Riane Eisler). "Seit ihrer ersten Erwähnung sind diese Begriffe immer wieder mit anderen Vorstellungen und Inhalten aufgeladen und entsprechend verwendet worden." [3] Davon abgegrenzt beschreiben die verwandtschaftsethnologischen Begriffe matrilinear, matrilokal und uxorilokal Abstammungs- und Wohnsitzregeln.
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[Bearbeiten] Etymologie
Der Terminus Matriarchat ist ein Kunstwort, das im deutschen Sprachraum erstmals Ende des 19. Jahrhunderts[4] auftauchte, in Anlehnung an die bis dahin gebräuchlichen Begriffe Mutterrecht und Gynaikokratie.[5] Es setzt sich zusammen aus lateinisch mater (Mutter) und altgriechisch archein (herrschen) oder auch arché (Beginn, Ursprung).
[Bearbeiten] Geschichte
Die Anfänge der Theorien zu Matriarchaten entstammen rechtshistorischen und ethnologischen Beiträgen des 18. und des 19. Jahrhunderts.[6] Der historische Materialismus (aber auch schon Bachofen) verstehen das Matriachat als eine allgemeine und notwendige Stufe der Gesellschaften der Ur- und Frühgeschichte.[7] Im zwanzigsten Jahrhundert gehörten sie zum Bestand marxistisch orientierter Kulturwissenschaften.[8] Dabei wurden auch schwärmerische Elemente mit historischen Tatsachen verbunden, um einen Gegenentwurf zur patriarchalischen Struktur westlicher Industriegesellschaften zu gewinnen. Das Patriarchat wurde weitgehend für soziale Zustände und moralische sowie psychologische Haltungen und Zwänge verantwortlich gemacht und das Matriarchat dabei positiv als utopischer Urzustand der Gesellschaft oder abwertend als rückschrittliche Kulturstufe gedeutet.[9]
Während fachwissenschaftlich der Rückgriff auf den Matriarchatsbegriff als ungeeignet für die Erforschung von sozialen Systemen und der ihnen innewohnenden Macht- und Geschlechterverhältnisse abgelehnt wird[10][11], erfolgt seit Ende der 1970er Jahre eine Aneignung durch Vertreter der essentialistischen Zweige des Second Wave-Feminismus. Sie gehen davon aus, dass das Matriarchat im besonderen eine Zeit der Ur- und Frühgeschichte war, in der vor allem Frauen kulturschöpferisch und -prägend waren, aber nicht geherrscht haben. Es ist weitgehender Forschungskonsens, dass "sich das Matriarchat als Mutterherrschaft spiegelbildlich zum Patriarchat historisch nicht nachweisen läßt“[12]
[Bearbeiten] Vorschläge zur Bestimmung des Matriarchatsbegriffs
In den Fachwissenschaften und auch in sonstigen Publikationen wurden und werden unterschiedlichste Präzisierungen des Begriffs „Matriarchat“ vorgeschlagen.
Johann Jakob Bachofen und in dessen Rezeption u.a. Friedrich Heiler[13] sahen als konstitutive Merkmale einerseits das Bestehen mutterrechtlicher Institutionen, andererseits
- eine „hervorragende Stellung der Frau in Kult u[nd] Religion (z.B. als Ahnfrau, Seherin, Priesterin)“
- „die Verehrung einer weibl[ichen] Gottheit“[14]
Birgit Heller umreisst den Matriarchatsbegriff wie folgt: „Gemeint ist meistens eine Ges[ellschafts]-Form, die durch die Dominanz der Mutter bzw. Frau gekennzeichnet ist, od[er] die Abstammungs- u[nd] Erbfolge nach der Mutter, die sich mehr od[er] weniger günstig auf die Stellung v[on] Frauen auswirkt.“[15]
Angela Schenkluhn schlägt vor, kulturwissenschaftliche Begriffe wie Matrilinearität, Matrilokalität oder Matrifokalität, die sich auf die Organisation von Verwandtschaftsbeziehungen beziehen, strikt zu trennen von Matriarchatsbegriffen, die sich demgegenüber auf einen bestimmten Gesellschaftstyp beziehen. Da für einen solchen Gesellschaftstyp des „Matriarchats“ bisher weder historische noch archäologische Evidenzen existierten, sollte der Matriarchatsbegriff verstanden werden als „sozialer Mythos innerhalb bestimmter ideologischer Systeme“.[16] Als Basiselemente wichtiger Theorien zu "Matriarchaten" macht sie aus:
- eine dominierende Rolle der Frau in Gesellschaft und Politik ("Matriarchat" im engeren Sinne)
- Bestimmung von Rechtsverhältnissen der Abstammung, Erbschaft, Familie und Wohnung durch die Mutterlinie ("Matrilinearität", "Matriarchat" [im weiteren Sinne])
- Verehrung weiblicher Gottheiten in Religion und Mythologie[17]
Heide Göttner-Abendroth setzt in ihren umstrittenen Beiträgen zu diesem Thema die Existenz von Matriarchaten in Vergangenheit und Gegenwart voraus[18] als von Frauen geschaffene und in allen Bereichen geprägte Gesellschaften mit "komplementärer Gleichheit", in denen die "Mutter als Prototyp" gelte, "denn vom mütterlichen Verhalten sind die tragenden Werte der Gesellschaft abgeleitet."[19] Diesen Gesellschaftstyp definiert sie auf vier Ebenen:
- Soziale Merkmale: Matrilinearität, Matrilokalität und Matri-Uxorilokalität. Biologische Vaterschaft ist neben der sozialen Vaterschaft zweitrangig.
- Politische Merkmale: Konsensdemokratie auf verschiedenen Ebenen (Sippenhaus, Dorf, Region). Delegierte agieren als Kommunikationsträger. Es handele sich um segmentäre Gesellschaften, die sich nach Sigrist durch das Fehlen einer Zentralinstanz auszeichnen. Abweichend dazu definiert Göttner-Abendroth historische Matriarchate auch als "[...] Herrschaft einer Stammmutter über die Sippe (= Clan = Dorfgemeinschaft) bzw. eines Priesterinnenkollegiums über einen theakratisch aufgefassten Stadtstaat oder einen Bund solcher Stadtstaaten."[20]
- Ökonomische Merkmale: Meist Garten- oder Ackerbau in Subsistenzwirtschaft. Kein Privateigentum. Die Frauen haben die Kontrolle über die wesentlichen Lebensgüter. Das Ideal ist Verteilung und Ausgleich und nicht Akkumulation. Dieser Ausgleich werde durch gemeinschaftliche Feste erreicht.
- Weltanschauliche Merkmale: Ahnenkult. Die Natur gilt als heilig. Die Erde als die Große Mutter ist die eine Urgöttin, die andere ist die kosmische Göttin als Schöpferin des Universums. Es handele sich um "sakrale Gesellschaften".
Cäcilia Rentmeister definiert - Göttner-Abendroth vorgreifend - Matriarchat ausdrücklich nicht als spiegelbildliche Umkehrung von Patriarchat, sondern als Mutter-Anfang oder Mutterprinzip und nimmt eine Merkmalsdefinition vor, mit der sie hervohebt, welche Vorteile diese Sozialform für Frauen und Mütter und für die Konfliktbewältigung und Gewaltvermeidung insb. in rezenten Bevölkerungsgruppen dieses Typs habe. Vergl. Merkmalsdefinition nach Rentmeister.
Kein Konsens besteht darin, ob es bei strenger Anwendung aller vorbenannter Kriterien derzeit Matriarchate gibt (bei Konversionenen zu Islam oder Christentum, Aufgeben der Clanhäuser und somit Abkehr von der Matrilokalität, Abkehr von Subsistenzwirtschaft etc.). Bei selektiver Anwendung einzelner Kriterien ist die Identifikation derart umschriebener Sozialformen unstrittiger. Fraglich ist, ob dann von einem "Matriarchat" gesprochen werden kann.
[Bearbeiten] Rezente matrilineare Ethnien
Der Terminus "Matrilinearität" beschreibt "die soziale Definition der Verwandtschaft und der daraus abgeleiteten individuellen Rechte und Pflichten, insbesondere auch der Erbansprüche, sowie der sozialen Gruppenzugehörigkeit nach der Deszendenz aus der mütterlichen Linie."[21] Der Terminus "Matrilokalität" beschreibt die soziale Norm, dass "Töchter im Hause ihrer Mutter" wohnen, "während die Söhne im Hause ihrer Ehefrauen bzw. deren Mutter wohnen".[22]
Gegenwärtig existieren auf allen außereuropäischen Kontinenten Völker (Ethnien) mit matrilinearem Abstammungssystem, von welchen einige zusätzlich die Matrilokalität praktizieren, darunter:
- die Khasi und die Nayar in Indien,
- die Irokesen in den USA und Kanada,
- Navajo in New Mexiko und Hopi in Arizona, USA,
- die Tuareg in Nordafrika,
- die Mosuo in China,
- die Wayúu (auch Guajiro) in Kolumbien und in Venezuela.
Aufgrund von Kolonisierung und Missionierung, wegen Interaktionsprozessen mit angrenzenden Nationen oder anderen gesellschaftlichen Prozessen weisen diese Ethnien allerdings nur noch selten alle Züge ihrer ursprünglichen Kultur auf, wie es am Beispiel der Minangkabau gezeigt werden kann, deren Strukturen und gegenwärtige Situation gut belegt sind. [23][24].
- Mit insgesamt über drei Millionen Menschen sind die Minangkabau auf Sumatra das größte bekannte matrilineare Volk der Welt. Die Minangkabau sind Moslems, tradieren jedoch auch das Adat, ihr ungeschriebenes Gesetz, und integrieren dessen Regeln in ihren Alltag. Ursprünglich praktizierten sie matrilokale Wohnsitzregeln, heute jedoch sind Kernfamilien eine gängige Lebensform. In Indonesien gelten sie als ein Volk von hoher Bildung, Kultur, Weltoffenheit und großer Wirtschaftskraft.
[Bearbeiten] Matrilinearität, Macht und Geschlechterverhältnis
Das Verwandtschaftssystem sagt noch nichts über die politische Machtverteilung in einer Kultur aus. Insbesondere lässt sich vom Befund matrilinearer Verwandtschaftsorganisation nicht darauf schließen, dass Frauen die alleinige politische Macht inne haben. In vielen Gesellschaften matrilinearer und matrilokaler Sozialform werden repräsentative Aufgaben außerhalb der Sippe von den Männern wahrgenommen, wie bspw. bei den Minangkabau.
In Gesellschaften mit matrilinearem Verwandtschaftssystem wird häufig die Verantwortung für Ämter auf zwei Personen zu verteilt, die nicht selten denselben Aufgabenbereich zu betreuen haben (→Dyarchie). Wenn weiblichen Häuptlingen oder Clan-Vorständen jeweils männliche gegenüberstehen, ergibt sich daraus ein allgemeines Prinzip der Ämterdoppelung. Wie Henry Lewis Morgan für die Irokesen feststellte, resultiert daraus ein Zwang zu Absprachen und zu einem regelmäßigen Wechsel der Führungsrolle.
Dieses Prinzip der Ämterteilung entspricht der Übereinkunft auf allen gesellschaftlichen Ebenen, wo sich jeweils reziproke Hälften gegenüberstehen. Das kann innerhalb einer Sippe oder eines Gefüges mehrerer Sippen sein, die sich untereinander als "Geschwister" verstehen. Solche dualen Institutionalisierungen sind nach Claude Lévi-Strauss eine Verwirklichungsform des Prinzips der Gegenseitigkeit, die von Levi-Strauss jedoch auch bei patrilinearen Gesellschaften beschrieben werden.[25]
[Bearbeiten] Prähistorisches Matriarchat
Es gibt gegenwärtig gemäß weitestgehendem fachwissenschaftlichem Konsens zwar matrilineare und matrilokale Gesellschaftsformen, es gibt aber keine anthropologischen oder archäologischen Belege für die Idee einer allgemeinen „matriarchalen Phase“ menschlicher Gesellschaften. Matrilinearität wird – beispielsweise von Sarah Blaffer Hrdy[26] - interpretiert als Effekt tribaler Hortikultur, wo Frauen das Land bewirteten, weshalb die Verwandtschaftslinie von der Mutter zur Tochter folgte.[27]
Während ältere Publikationen versuchten, paläolithische Figuren heranzuziehen, um die Idee einer Existenz von Matriarchaten zu stützen, wird dieses Vorgehen seit Mitte des 20. Jahrhunderts[28] fachwissenschaftlich weithin als unhaltbar zurückgewiesen. Über die "Venus von Willendorf", eine berühmte Frauenstatuette aus dem Jungpaläolithikum, von deren sakrale Bedeutung und Beweisstück für eine matriarchale Kosmologie der spirituelle Feminismus überzeugt ist, schreibt die Ur- und Frühgeschichtlerin und Ethnologin Bärbel Auffermann:
- " ... eines werden wir nie erklären können: Warum die Figur angefertigt wurde. Die Antwort auf diese Frage ist seit Jahrzehntausenden von Jahren verstummt. Jeder heutige Versuch einer Antwort bleibt Spekulation."[29]
Für weibliche Statuetten, wie sie aus vordynastischen Kulturen Ägyptens, dem neolithischen Kreta und griechischen Festland sowie dem prähistorischen Nahen Osten bekannt sind, gibt es insb. keine Belege einer religiösen Funktion.[30] Von Fachwissenschaftlern wird zudem verneint, dass mit archäologischen Methoden überhaupt Aussagen dieser Reichweite über Gesellschaftsstrukturen zu gewinnen sind.[31] Umstritten ist auch die Anwendung von ethnologischen und anthropologischen Daten auf die Auswertung archäologischer Funde und vergleichende Annahmen von heute existierenden Ethnien mit prähistorischen Kulturen, ein Vorgehen des kulturellen Evolutionismus des 19. Jahrhunderts. Im universitären Wissenschaftsbetrieb werden zudem zahlreiche Hypothesen und Methoden insbesondere von Klassikern der Matriarchatsforschung abgelehnt, wie beispielsweise eine historische Spekulation auf der alleinigen Basis der Interpretationen von Mythen.[32]
Als Reaktion darauf schlagen einige Autoren, die an der Matriarchatsidee festhalten, vor, eine komplexere Methodologie zu befolgen. Dabei sollen Fachdisziplinen wie Archäologie, Ethnologie, Religionswissenschaft, Volkskunde und "Oral History", Geschichte, Soziologie u. a. kombiniert werden.[33] Mythen, Legenden und Märchen werden ebenfalls als Überreste einer matriarchalen Gesellschaftsordnung zu interpretieren versucht.[34]
Stefanie Knauß merkt dazu kritisch an, dass diese Matriarchatsforschung häufig aus dem Sammeln und Zusammenfügen von Mosaiksteinchen aus verschiedensten Quellen und Gesellschaften bestehe, und es fraglich bleibe, ob diese Quellen vergleichbar sind. "[…] aus einer Sammlung bunter Steine können schließlich sehr verschiedene Bilder entstehen. Dass in diesem Fall das Bild der idealen matriarchalen Gesellschaft entsteht, liegt […] an der Vorannahme, […] dass Matriarchate existierten und 'nur noch' im Detail beschrieben werden müssen."[35]
[Bearbeiten] Für Matriarchatstheorien angeführte Kulturen
Der matriarchale Gesellschaftstyp soll in der Jungsteinzeit (Neolithikum) global entstanden und am Ende der Bronzezeit gewaltsam abgelöst worden sein.[36][37] Mit dieser Vorannahme interpretieren feministische Matriarchatsautoren alle neolithischen Fundorte als matriarchal und im Zirkelschluss als archäologischen Beweis einer matriarchalen Vorzeit. Als matriarchale Kulturen in Europa und Vorderasien werden demnach diskutiert:
- die neolithischen Siedlungen des fruchtbaren Halbmonds wie Çayönü, Çatalhöyük; Hacilar, Nevali Cori, Jericho und Beidha;
- die frühesten Siedlungen in Mesopotamien und am Indus;
- die jungsteinzeitliche Vinča-Kultur;
- die Bandkeramiker;
- die Megalithkulturen, der zum Beispiel das Hypogäum von Ħal-Saflieni auf Malta zugerechnet wird;
- die minoische Kultur auf Kreta.
Die Vorstellung eines neolithischen Matriarchats ist vor allem durch die Werke des Archäologen James Mellaart, dem Entdecker von Çatalhöyük in den frühen 1960er Jahren, und der Archäologin Marija Gimbutas popularisiert worden, weil sich ihre Publikationen nicht ausschließlich an ein universitäres Fachpublikum richten und indem die Resultate ihrer Arbeiten und Ausgrabungen vom spirituellen Feminismus und der feministischen Matriarchatsforschung vereinnahmt und weiter popularisert wurden, insb. Heide Göttner-Abendroth verbreitet sie als Annahme einer geschichtlichen Wirklichkeit.[38] Dies wird u.a. damit zu begründen versucht, dass archäologische Befunde aus dieser Zeit angeblich keine Anzeichen für die Dominanz des Mannes und für Gewalt, Krieg oder Klassenunterschiede ergaben.[39]. Seit den 1980er Jahren sind jedoch vermehrt archäologische Befunde entdeckt worden, wie das Massaker von Talheim in Baden-Württemberg.[40], die dieses Bild gewaltfreier neolithischer Gesellschaften erschüttern. So weist die Prähistorikerin Eva-Maria Mertens anhand der Bandkeramiker nach, dass diese Kultur keine friedliche im Sinne der Matriarchatsanhänger war.[41]
Mit dem Neolithikum ging als Folge der mit Ackerbau und Viehzucht verbundenen Sesshaftigkeit ein Anwachsen der Bevölkerung einher und die Herausbildung erster sozialer Unterschiede. Anhand der Skelettfunde lässt sich eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung nachweisen, wobei hauptsächlich die weiblichen Skelette Handarthrosen und andere Abnutzungserscheinungen aufweisen, die auf das Mahlen des Getreides in knieender Haltung hinweisen, außerdem "werden weibliche Skelette zusehends kleiner und zierlicher". Verletzungen und Krankheiten, die sich am Skelett nachweisen lassen, nehmen drastisch zu (es gibt Hinweise auf ernährungsbedingte Krankheiten, bspw. nachgewiesen bei der Hälfte der Bewohner von Çatalhöyük); und nicht nur bei den Bandkeramikern finden sich Skelette - Frauen und Männer -, die auf einen gewaltsamen Tod schließen lassen. Ebenso ist die Vorstellung eines friedlichen Umgangs mit der Natur wahrscheinlich falsch, "die ersten Bauern wiesen vermutlich allen Ressourcen - Pflanzen, Tieren, Menschen - gegenüber eine ausbeuterische Haltung auf."[42]
Auch weitere Annahmen, die die Idee eines neolithischen Matriarchats stützen sollen, werden fachwissenschaftlich zurückgewiesen, gelten in der Archäologie als widerlegt und methodisch als unwissenschaftlich, bspw. die Bedeutungskontinuität von Symbolen über Jahrtausende, die von Matriarchatstheoretikern als Sprache der Urzeit und vereinfacht als Symbole der Göttin verstanden werden sowie die pauschale Deutung weiblicher oder anthropomorpher Darstellungen als Göttinnen und Ausdruck einer religiösen Kontinuität vom Paläolithikum zum Neolithikum (und darüber hinaus), einem Zeitraum, der mehr als 20.000 Jahre umspannt und mit tief greifenden sozialen und kulturellen Veränderungen verbunden war.[43]
[Bearbeiten] Hypothesen zur Religion historischer Matriarchate
Prägend für viele Vertreter von Matriarchatsideen war die Idee eines Kults der Großen Göttin. Hypothesen zu Religion und Kult historischer Matriarchate hat nach den diesbezüglichen Hypothesen von Johann Jakob Bachofen und Robert Graves Göttner-Abendroth vorgelegt.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ E. W. Müller, Eintrag Mutterrecht in: Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. 6, S. 261
- ↑ Elke Hartmann: Zur Geschichte der Matriarchatsidee. Antrittsvorlesung 2. Februar 2004, Humboldt-Universität zu Berlin.
- ↑ Meret Fehlmann: Die Rede vom Matriarchat. Zur Gebrauchsgeschichte eine Arguments. Chronos Verlag Zürich 2011, S. 21
- ↑ Der niederländische Rechtsethnologe George Alexander Wilken hat den Terminus Matriarchat 1884 mit seinem Buch Das Matriarchat (Das Mutterrecht) bei den alten Arabern als Erster benutzt. Vergl. Meret Fehlmann: Die Rede vom Matriarchat (2011), S. 19
- ↑ Der Begriff Gynaikokratie von altgriechisch gynaikokratia (Frauenherrschaft) ist seit dem 4. Jahrhundert vor Christus nachweisbar. Vergl. Uwe Wesel: Der Mythos vom Matriarchat(1980), S. 35. Johann Jakob Bachofen benutzte die Begriffe Mutterrecht und Gynaikokratie ebenfalls.
- ↑ Die erste Beschreibung einer mutterrechtlichen Gesellschaft stammt von dem Irokesen-Missionar J. F. Lafitau: Moeurs des sauvages amér. comparées aux moeurs des premiers temps 1. 2 (Paris 1724). J. J. Bachofen: Das Mutterrecht. Eine Untersuchung der Gynaikokratie der alten Welt (1861). stellt eine theoretisch-spekulative Rekonstruktion des Matriarchats in der Frühgeschichte des nahen Ostens dar. Vgl. E. W. Müller, Eintrag Mutterrecht in Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. 6, S. 261
- ↑ E. W. Müller, Eintrag Mutterrecht in: Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. 6, S. 261
- ↑ Vgl. etwa Franz Borkenau, Von der minoischen zur griechischen Kultur, in: ders.: Ende und Anfang, Stuttgart 1984 (Ursprünglich unter dem Titel Zwei Abhandlungen über griechische Mythologie in der Zeitschrift Psyche, April 1953)
- ↑ Vgl. Birgit Heller: Artikel Matriarchat, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 6, 1997, Sp. 1475: "Die M[atriarchat]-Kontroverse ist bis heute ideologisch überfrachtet u[nd] dient oft der Legitimierung gesellschaftl[icher] Machtverhältnisse".
- ↑ vergl. etwa Elke Hartmann: Zur Geschichte der Matriarchatsidee. Antrittsvorlesung (= Öffentliche Vorlesungen der Humboldt-Universität zu Berlin 133). Berlin 2004, 2. A. 2006
- ↑ vergl. etwa Ilse Lenz: Geschlechtssymmetrische Gesellschaften: Wo weder Frauen noch Männer herrschen. in: Ruth Becker; Beate Kortendiek: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. VS Verlag für Sozialwissenschaften 2010, S.30 ff.
- ↑ Birgit Heller: Artikel Matriarchat, In: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 6, 1997, Sp. 1475. Ähnlich Gerda Lerner: The Creation of Patriarchy, Oxford University Press, New York 1986, ISBN 0-19-503996-3, S. 31.
- ↑ Friedrich Heiler: Die Frau in den Religionen der Menschheit. (= Theologische Bibliothek Töpelmann 33), De Gruyter , Berlin 1977.
- ↑ Birgit Heller: Artikel Matriarchat, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 6, 1997, Sp. 1475.
- ↑ Birgit Heller: Artikel Matriarchat, In: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 6, 1997, Sp. 1475.
- ↑ Angela Schenkluhn: Artikel Matriarchy / Patriarchy, in: Kocku von Stuckrad (Hg.): The Brill Dictionary of Religion, Brill, Leiden - Boston 2006, S. 1177-1179, hier 1177: „Concepts of matriarchy are radically distinguished here from notions of cultural science like 'matrilinearity,’ 'matrilocality,’ and 'matrifocality,’ which describe the organization of kinship in the 'succession of the mother.’ But since matriarchy ... as a societal type is thus far sufficiently evidenced neither historically nor archaeologically, the central consideration of the concept of matriarchy should become that of a social myth within certain ideological systems.“
- ↑ Angela Schenkluhn: Artikel Matriarchy / Patriarchy, in: Kocku von Stuckrad (Hg.): The Brill Dictionary of Religion, Brill, Leiden - Boston 2006, S. 1177-1179, hier 1177: "Dominant role of woman in society and politics (‘matriarchy’ in the strict sense)", "Descendancy, and inheritance, family, or domicile rights determined through the maternal line (‘matrilinearity,’ ‘matriarchy’)", "Veneration of female divinities in religion and mythology (‘mother deities’/ goddesses)".
- ↑ vergl. Heide Göttner-Abendroth: Die Göttin und ihr Heros. München 1980, S. 30
- ↑ H. Göttner-Abendroth: Moderne Matriarchatsforchung. Ihre Grundlagen und der heutige Stand. Vortrag am 13. Mai 2011, St. Gallen [1]
- ↑ vergl. Helga Laugsch: Der Matriarchatsdiskurs. München 2011, S. 201
- ↑ G. Wilhelm: Matrilinearität. B. Bei den Hethitern. in: Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie Bd. 7/7.-8. Lieferung, de Gruyter, Berlin u.a. 1990, S. 588-590, hier 588.
- ↑ G. Wilhelm: Matrilinearität. B. Bei den Hethitern. in: Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie Bd. 7/7.-8. Lieferung, de Gruyter, Berlin u.a. 1990, S. 588-590, hier 588.
- ↑ Franz v. Benda-Beckmann: Struggles over communal property rights and law in Minangkabau, West Sumatra, Max Planck Institute for Social Anthropology. 2004, Working Papers No. 64
- ↑ Ute Metje: Bei den Minangkabau. Über die Geschlechterbeziehungen in Westsumatra. (Artikel auf journal-ethnolgie.de, Hrsg.: Museum der Weltkulturen, Frankfurt a. M. 2004)
- ↑ vgl. hierzu Claude Lévi-Strauss|Lévi-Strauss: Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft, Suhrkamp Verlag, 3. Auflage 1992, ISBN 978-3518286449
- ↑ S. B. Hrdy: The sex that never woived, Harvard University Press, Cambridge 1981.
- ↑ Russell Dale Guthrie: The nature of Paleolithic art, University of Chicago Press, London 2005, S. 368 (einsehbar bei Google Books) mit Bezug auf Hrdy 1981 und S. Goldberg: The erosion of the social sciences, in: K. Washburn, J. F. Thornton (Hgg.): Dumbing Down, W.W. Norton, New York 1996, 97-113.
- ↑ V. G. Childe: Social organzisation, Watts, London 1951; angeführt bei Russell Dale Guthrie: The nature of Paleolithic art, University of Chicago Press, London 2005, 368 (einsehbar bei Google Books).
- ↑ Bärbel Auffermann in: Frauen - Zeiten - Spuren. Textbuch zur Ausstellung im Neanderthal-Museum Mettmann, 1998, S. 193. Auffermann ist stellvertretende Direktorin des Museums.
- ↑ Russell Dale Guthrie: The nature of Paleolithic art, University of Chicago Press, London 2005, S. 368f (einsehbar bei Google Books) mit Bezug auf Peter Ucko: Anthropomorphic figurines of predynastic Egypt and neolithic Crete with comparative material from the prehistoric Near East and mainland Greece, London 1968. Vgl. auch Mary M. Voigt: Çatal Höyük in context: Ritual at early Neolithic sites in Central and eastern Turkey, in: Ian Kuijt (Hrsg.): Life in Neolithic farming communities: social organization, identity, and differentiation. Plenum, New York 2000, S. 253-293.
- ↑ vgl. Brigitte Röder, Juliane Hummel, Brigitta Kunz: Göttinnendämmerung. Das Matriarchat aus archäologischer Sicht Droemer Knaur, München 1996, ISBN 3426268876
- ↑ .Margaret Ehrenberg: Women in Prehistory, London British Museum Publications 1989, ISBN 978-0714113883, Bruce Trigger: A History of Archaeological Thoughts, Cambridge University Press, zweite Auflage 2006, zitiert bei: Meret Fehlmann: Die Rede vom Matriarchat, Zürich 2011, S. 135 ff.
- ↑ Stefanie Knauß: Heide Göttner-Abendroth (geb. 1941). Eine kritische Vorstellung der Klassikerin der Matriarchatforschung, in: A.-K. Höpflinger, A. Jeffers, D. Pezzoli-Olgiati (Hgg.): Handbuch Gender und Religion, UTB / Vandenhoeck & Ruprecht, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-3062-3, S. 100. ([2] teilweise einsehbar bei Libreka)
- ↑ vgl. Heide Göttner-Abendroth: Die Göttin und ihre Heros, München 1984
- ↑ Stefanie Knauß: Heide Göttner-Abendroth (geb. 1941). Eine kritische Vorstellung der Klassikerin der Matriarchatforschung, in: A.-K. Höpflinger, A. Jeffers, D. Pezzoli-Olgiati (Hgg.): Handbuch Gender und Religion, UTB / Vandenhoeck & Ruprecht, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-3062-3, S. 100
- ↑ Heide Göttner-Abendroth: Matriarchat. Forschung und Zukunftsvision. in: Hrg.: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung: Theorie, Methoden, Empirie. VS Verlag für Sozialwissenschaften 2010, S.23. (teilweise einsehbar bei google books).
- ↑ "Diese Überzeugung speist sich [...] aus archäologischen Werken, die [... ] nicht mehr den neuesten wissenschaftlichen Stand abbildeten und davon zeugten, dass eine Reihe großer Namen, vor allem der englischsprachigen Archäologie (bspw. Jacquetta Hawkes, James Mellaart, Marija Gimbutaers) nicht nur mit streng wissenschaftlichen Werken hervortrat, sondern auch Bücher publizierte, die sich an ein weiteres Publikum richteten. Hierdurch wurde die Vorstellung der matriarchalen Vorzeit popularisiert." Meret Fehlmann: Die Rede vom Matriarchat. Zur Gebrauchsgeschichte eines Arguments. Chronos Verlag, Zürich 2011, S. 135 ff., S. 162
- ↑ Stefanie Knauß: Heide Göttner-Abendroth (geb. 1941). Eine kritische Vorstellung der Klassikerin der Matriarchatforschung. In: A.-K. Höpflinger, A. Jeffers, D. Pezzoli-Olgiati (Hrsg.): Handbuch Gender und Religion, UTB / Vandenhoeck & Ruprecht, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-3062-3, S. 95–106. (teilweise einsehbar bei Libreka) Hier S. 99
- ↑ vgl. James deMeo: Update on Saharasia, 1998
- ↑ Ursula Eisenhauer: Jüngerbandkeramische Residenzregeln. Patrilokalität in Talheim. In: Jörg Eckert, Ursula Eisenhauer, Andreas Zimmermann (Hrsg.): Archäologische Perspektiven. Analysen und Interpretationen im Wandel. Rahden Westf. 2003, S.562–573, ISBN 3896464000.
- ↑ Eva-Maria Mertens: Der Mythos vom friedlichen Matriarchat. In: Antje Hilbig / Claudia Kajatin / Ingrid Miethe (Hrsg.): Frauen und Gewalt. Interdisziplinäre Untersuchungen zu geschlechtsgebundener Gewalt in Theorie und Praxis, Königshausen & Neumann, Würzburg 2003, S. 33–46. (einsehbar[3] bei Google Books). Mertens weist daraufhin, dass bspw. beim Masenfund von Thalheim als Waffen auch solche benutzt worden waren, die als Grabbeilagen in Frauengräbern üblich waren. Somit kämen auch Frauen als Täterinnen in Frage. Opfer waren Männer, Frauen und Kinder. Mertens kommt in ihrer Studie zu dem Schluss: "Wenn die These der Matriarchatsforscherinnen stimmt, dass die Zeit des Neolithikums von Matriarchaten bestimmt war, dann war es trotz der Frauenherrschaft keine friedliche Zeit. Wenn aber die Kernprämisse für den Nachweis eines Matriarchats Gewaltlosigkeit bzw. Friedlichkeit ist, dann ist am Ende der Bandkeramik nicht von einem Matriarchat zu sprechen."
- ↑ Margaret Ehrenberg: Women in Prehistory, 1996 / Röder, Hummel, Kunz: Göttinnendämmerung, 1996 / Timothy Taylor: The Prehistory of Sex, 1998 / Gilles und Brigitte Delluc: Le sexe au temps des Cro-Magnons, 2006, zitiert bei bei Meret Fehlmann: Die Rede vom Matriarchat, Zürich 2011, Kapitel Archäologie oder die Suche nach dem Matriarchat, S. 144 - 159
- ↑ "The common practice of jumping from Bronze Age European figurines to Paläolitic Venuses and back again to neolithic material is in itself unscientific ..." (Peter J. Ucko: The Interpretation of Prehistoric Anthropomorphic Figurines) in: Meret Fehlmann: Die Rede vom Matriarchat, Zürich 2011, S. 159
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Carol B. Duncan: Matriarchy and Patriarchy, in: William H. McNeill u.a. (Hgg.): Berkshire Encyclopedia Of World History, Bd. 3, Berkshire Publishing Group, Great Barrington, Massachusetts 2005, S. 1218-1223.
- Lucy Goodison, Christine Morris (Hgg.): Ancient Goddesses. The Myths and the Evidence. University of Wisconsin Press / British Museum Press, Madison 1999, ISBN 0-299-16320-2.
- Mary R. Lefkowitz: Review, in: Bryn Mawr Classical Review 10/03 (1999).
- Heide Göttner-Abendroth, Kurt Derungs: Matriarchate als herrschaftsfreie Gesellschaften. Edition Amalia 1997, ISBN 3-905581-01-9.
- dies.: Das Matriarchat II.1.Stammesgesellschaften in Ostasien, Indonesien, Ozeanien. 2. ergänzte Auflage, Kohlhammer, Stuttgart 1999, ISBN 3-17-014995-4.
- dies.: Das Matriarchat II.2. Stammesgesellschaften in Amerika, Indien, Afrika. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-010568-x.
- dies.(Hg.): Matriarchat in Südchina – Eine Forschungsreise zu den Mosuo; Kohlhammer Verlag, Stuttgart, Berlin, Köln 1998, ISBN 3-17-014006-X
- Janet Alison Hoskins: Artikel Matriarchy, in: M. C. Horowitz (Hg.): New Dictionary of the History of Ideas, Bd. 4, Routledge, London, UK / New York, NY 2004 / Thomson Gale 2005, S. 1384-1389. (online einsehbar, verlinkt der erste Unterabschnitt, weitere Abschnitt über "next" erreichbar)
- Claude Lévi-Strauss: Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993 (Erstauflage 1949), ISBN 3-518-28644-7.
- Claude Meillassoux: Die wilden Früchte der Frau. Syndikat, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-8108-0010-4.
- Wilhelm Emil Mühlmann, Ernst Wilhelm Müller: Artikel Mutterrecht. In: W. Bernsdorf (Hrsg.): Wörterbuch der Soziologie. Enke, Stuttgart 2. A. 1969, S. S. 727–729.
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- Walter Pötscher: Artikel Mutterrecht, in: Der Kleine Pauly, Band 3, Stuttgart 1969, Sp. 1499-1501.
- Cäcilia Rentmeister: Frauenwelten - Männerwelten, Leske+Budrich, Opladen 1985, ISBN 3-8100-0474-x. Volltext zum Download [4]
- W. H. R. Rivers: Mother-right, in: James Hastings (Hg.): Encyclopaedia of Religion and Ethics, T. & T. Clark, Edinburgh / Charles Scribner's Sons, New York 1915, Bd. 8, 851-859, Digitalisat bei archive.org.
- Brigitte Röder, Juliane Hummel, Brigitta Kunz (Hgg.): Göttinnendämmerung. Das Matriarchat aus archäologischer Sicht. Droemer Knaur, München 1996. ISBN 3-426-26887-6
- David Schneider, Kathleen Gough (Hgg.): Matrilineal Kinship, University of California Press, Berkeley 1961.
- Beate Wagner-Hasel (Hg.): Matriarchatstheorien der Altertumswissenschaft. Wege der Forschung Bd. 561. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-01496-0.
- dies.: Matriarchat, in: Rolf Wilhelm Bednich (Hg.): Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung, Walter de Gruyter, Berlin - New York 1997, Band 9 / Lieferung 1, Sp. 407-415.
- dies.: Beate Wagner-Hasel: Matriarchat. in: Manfred Landfester (Hg.): Der Neue Pauly, J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, Bd. 15: Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte, Sp. 321-329.
- George Alexander Wilken: Das Matriarchat (das Mutterrecht) bei den alten Arabern, Otto Schulze, Leipzig 1884. (Digitalisat ULB Sachsen-Anhalt)
[Bearbeiten] Weblinks
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Wiktionary: Matriarchat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen - Isabella Andrej: Matrilineare Gesellschaften – Eine Untersuchung aus ethnologischer und historischer Sicht (Wien 1998, Diplomarbeit online)
- Renate Jost: Artikel Matriarchat / Mutterrecht, in: Michaela Bauks/Klaus Koenen (Hrsg.), Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006.
- Christl M. Maier: Artikel Muttergöttin, in: Michaela Bauks/Klaus Koenen (Hrsg.), Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2008.
- Christian Meyer: Man the Hunted, Mainzer Archäologie Online 8 (2006).