Matteo Thun

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Matteo Thun (* 17. Juni 1952 in Bozen; vollständiger Name Matthäus Antonius Maria Graf von Thun und Hohenstein) ist ein italienischer Architekt und Designer.

Werdegang[Bearbeiten]

Mattheus ist 1954 in Bozen als erster Sohn der Unternehmersfamilie Thun (Lene und Otmar von Thun und Hohenstein) geboren, sein jüngerer Bruder Peter führt das Unternehmen seit 1978.

Matteo Thun definiert sich in seiner Arbeit durch „eco-non ego!“ (Öko – statt Ego). Er war Schüler Oskar Kokoschkas an der Sommerakademie von Salzburg und promovierte 1975 an der Universität Florenz zum Doktor der Architektur. Er war 1981 Mitbegründer von Sottsass Associati und der Gruppe Memphis. 1983 bis 1996 war er Professor für Design an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. 1984 gründete er ein eigenes Studio in Mailand und gestaltet dort fachübergreifend Architektur, Design und Kommunikation.

Er ist mit Susanne Benger verheiratet und hat zwei Kinder. Thun lebt in Mailand.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Thun wurde dreimal mit dem „Compasso d’Oro“ für erstklassiges Design ausgezeichnet. Von 1990 bis 1993 war er Creative Director von „Swatch“. Sein Hotel Side in Hamburg, das er in Zusammenarbeit mit dem Künstler Robert Wilson realisierte, wurde 2001 „Hotel des Jahres“. Für die 61., 62. und 63. Filmfestspiele in Venedig 2004/2005/2006 gestaltete er die Fassade des „Palazzo del Cinema“ neu.

2004 bekam er den „Gala Spa Award“ und den „Wallpaper Design Award“ für das „Vigilius Mountain Resort“ in Lana, Südtirol. Des Weiteren wurde für den „Compasso d'Oro“ für die Kollektion „Girly“ (Sanitäranlagen) für „Catalano“ nominiert und in New York in die „Hall of Fame“ aufgenommen.

Im Jahr 2005 erhielt er für das „Vigilius Mountain Resort“ den Preis „Panda d'Oro“ vom WWF. Für das Hotel „Radisson SAS Frankfurt“ bekam er 2005 den „Worldwide Hospitality Award“ in der Kategorie „Best Hotel opened in the Year“.

Tätigkeit[Bearbeiten]

Matteo Thun, Laurum marinus, teapot and coffepot, Alessio Sarri Ceramiche, 1982

Als Architekt arbeitet Thun in folgenden Bereichen:

  • Einrichtung für den Edel-Club „P1“ in München;
  • Hotel, Design und Wellness
  • Privater Wohnungsbau, sowie exklusive Luxusprojekte
  • Industrie- und Verwaltungsgebäude
  • Energiesparende Fertigsysteme
  • Shop- und Display-Systeme
  • Corporate Facades und Installationen
  • Bio Power Station, Schwendi
  • Matteo Thun´scher Gucker in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, Meran
  • Healing Architecture, Waldkrankenhaus Eisenberg (in Planung)
Biomasse-Heizkraftwerk in Schwendi

Als Designer war er bereits in folgenden Bereichen tätig:

  • Design und Einrichtung der Zimmer im Radisson Blu Hotel, Frankfurt
  • Uhren für Bulgari und Swatch;
  • Gläser für Campari,
  • Espresso-Tassen für Illy, Lavazza, Hausbrandt und Meinl;
  • Lichtsysteme für AEG, Zumtobel, Flos und Artemide;
  • Bäder für Keramag, Rapsel, Zucchetti und Catalano;
  • Sonnenbrillen für Silhouette;
  • Bürostühle für Martin Stoll, United Office, Brunner, Schödes;
  • Besteck und Tableware für "ZWILLING J.A. HENCKELS",WMF, Alessi und Villeroy & Boch;
  • Porzellan für Rosenthal; Möbel für Kartell und Magis;
  • Polstermöbel für Wittmann und Rossi di Albizzate;
  • Teppiche für Vorwerk;
  • Stühle und Polstermöbel für Driade;
  • Akustik Paneel "Pannello" für Ruckstuhl.
  • Dusch-WC "AquaClean Sela" für Geberit

Im Bereich Kommunikation arbeitet er an der Corporate Identity und dem Brand Image seiner Design-Kunden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Matteo Thun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien