Matthew Modine

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Matthew Modine bei der Berlinale 2012

Matthew Modine (* 22. März 1959 in Loma Linda, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Matthew Modine wurde als jüngstes von sieben Kindern in Loma Linda geboren. Seine Eltern Mark Alexander und Dolores Modine lebten mit den Kindern in einer Mormonenfamilie. Seine Mutter war Buchhalterin und sein Vater leitete Drive-in-Kinos.[1][2] Als die Familie nach Utah zog, erhielt der Vater eine Anstellung als Manager in Salt Lake City beim Lyric Theater in Downtown. In diesem Kino begegnete Matthew dem Schauspieler Robert Redford, der seinen Film Barfuß im Park vorstellte.

Im Alter von zehn Jahren sah Matthew ein Making-of des Films Oliver und war davon so sehr begeistert, dass er selbst Schauspieler werden wollte. Im Alter von elf Jahren nahm er Tanzstunden, um den Stepptanz zu erlernen. Als Modine 14 Jahre alt war, zog die Familie wieder zum Geburtsort zurück, wo er dann die Mar Vista Junior Highschool besuchte und über Zwischenstationen dort einen Abschluss erhielt.

Ein Onkel überzeugte Modine, an der Brigham Young University in Provo Schauspiel zu studieren, doch die Empfehlung erwies sich als nicht so gut und er ging nach einem Monat wieder ab. Anschließend verdiente er mit Gelegenheitsjobs sein Geld. Einige Monate später zog er nach New York City, wo er wiederum Schauspiel studierte und von der Schauspiellehrerin Stella Adler bis 1980 ausgebildet wurde.

Matthew Modine ist seit 1980 mit seiner Frau Caridad Rivera verheiratet. Sie sind Eltern von zwei Kindern.

Karriere[Bearbeiten]

Modine 2008 beim Tribeca Film Festival

Seine erste Filmrolle erhielt er in Baby It’s You von John Sayles. Dabei wurde der Regisseur Robert Altman auf ihn aufmerksam und trieb seine Karriere mit dem Film Streamers an, wofür Modine mit den anderen Darstellern bei den Filmfestspielen in Venedig ausgezeichnet wurde. 1984 stand er mit Mel Gibson vor der Kamera und spielte dort seinen Bruder in Flucht zu dritt. Anschließend sah man ihn mit Nicolas Cage in Birdy vor der Kamera von Regisseur Alan Parker, der bei den internationalen Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet wurde.

Modine erhielt von Stanley Kubrick die Hauptrolle des Private Joker in Full Metal Jacket und schaffte mit diesem Kriegsfilm seinen Durchbruch. In Jonathan Demmes Komödie Die Mafiosi-Braut spielte er einen FBI-Agenten an der Seite von Michelle Pfeiffer und Alec Baldwin. Für seine Leistung in … und das Leben geht weiter wurde Matthew Modine für einen Emmy nominiert.

Im Jahr 1995 spielte er in Die Piratenbraut mit Geena Davis in der Hauptrolle einen Taschendieb. 1999 spielte er in der Filmkomödie Notting Hill mit Hugh Grant und Julia Roberts einen Schauspieler. Im selben Jahr spielte er einen Arzt des Footballteams der Miami Sharks, an der Seite von Al Pacino, Dennis Quaid, Cameron Diaz und Jamie Foxx in An jedem verdammten Sonntag. Nach seinen Hauptrollen spielte Modine in mehreren Fernsehfilmen mit und hatte 2003 einen Gastauftritt in der Serie The West Wing – Im Zentrum der Macht.

In zweiten Teil der Transporter-Serie, Transporter – The Mission, von Luc Besson geschrieben, spielte Modine einen Politiker, dessen Sohn entführt wurde. Mit Jason Statham in der Hauptrolle und Amber Valletta als seine Frau. In der Mini-Serie Into the West – In den Westen von Steven Spielberg wirkte Matthew Modine ebenfalls mit. In dem Sechsteiler wird die Geschichte aus der Sicht von zwei Familien, der weißen Amerikaner und der Lakota-Indianer, über mehrere Generationen erzählt.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Matthew Modine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Matthew Modine Biography (1959-) Filmreference.com (englisch)
  2. Matthew Modine Biography – Yahoo! Movies (englisch)