Matthias Behr

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Matthias Behr (* 1. April 1955 in Tauberbischofsheim) ist ein deutscher Florettfechter und Olympiasieger und dreifacher Weltmeister.

Leben[Bearbeiten]

Matthias Behr startete für den Fecht-Club Tauberbischofsheim und besuchte die Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim.[1] Matthias Behr ist in zweiter Ehe mit der ehemaligen Florettfechterin Zita Funkenhauser verheiratet. Nach Beendigung seiner Laufbahn als aktiver Leistungssportler wurde er Leiter des Teilzeitinternates im Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim.

Während seiner aktiven Zeit gehörte er zu einer Gruppe von Florettfechtern aus Tauberbischofsheim, beziehungsweise dem dortigen Leistungszentrum, die ihren Sport für fast 15 Jahre national und international dominierten.

Mitten in seiner aktiven Laufbahn, am 19. Juli 1982, rückten Matthias Behr und das Fechten allgemein in das öffentliche Interesse abseits des Sports, als bei den Weltmeisterschaften in Rom ein tödlicher Unfall passierte: Behrs Klinge brach und verletzte den damals erfolgreichsten Fechter und amtierenden Weltmeister Wladimir Smirnow tödlich am Kopf.[2][3]

Matthias Behr war einer der engen Vertrauten von Emil Beck und wurde für kurze Zeit sein Nachfolger als Teamchef der deutschen Fechtnationalmannschaft.[4] Im November 2009 wurde bekannt, dass Behr an einer schweren Depression gelitten hatte.[3]

Einzelerfolge[Bearbeiten]

Mannschaftserfolge[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 75 Jahre Kaufmännische Schule Tauberbischofsheim, StieberDruck GmbH, 113 Seiten, TBB 1997, S.49
  2. Christiane Moravetz: Ein tödlicher Stich und viele Wunden. FAZ, 26. März 2004, abgerufen am 2. Mai 2013.
  3. a b Fecht-Olympiasieger – „Depression ist heilbar“. Die Welt, 17. November 2009, abgerufen am 2. Mai 2013.
  4. Der Kronprinz fühlt sich ausgebootet. Die Welt, 24. September 2003, abgerufen am 2. Mai 2013.