Matthias Frings

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Matthias Frings (2008)

Matthias Frings (* 14. April 1953 in Aachen als Helmut Matthias Frings) ist ein deutscher Journalist, Fernsehmoderator und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Frings wuchs in Aachen auf und besuchte dort die Schule bis zum Abitur. Anschließend studierte er von 1974 bis 1977 an der RWTH Aachen Anglistik, Germanistik und Linguistik. Als homosexueller Student war er 1974 an der Gründung der lokalen Schwulengruppe Aachener Printenschwestern beteiligt. Nachdem er sein Studium als Magister abgeschlossen hatte, zog er nach Berlin.

Autograph

In Berlin war er in den späten siebziger Jahren Mitglied der freien Theatergruppe Zan Pollo. 1982 brachte er zusammen mit Elmar Kraushaar sein erstes Buch Männer-Liebe bei Rowohlt heraus. Ab 1985 arbeitete er als Radiomoderator beim Sender Freies Berlin. Große Beachtung fand die von ihm verfasste Biographie über Ronald M. Schernikau, mit dem er persönlich befreundet war. Mit diesem Werk war Frings für den Preis der Leipziger Buchmesse 2009 in der Kategorie Sachbuch nominiert worden.

Von 1992 an war er Produzent und Moderator der Erotiksendung Liebe Sünde beim Fernsehkanal VOX und wechselte 1993 zu ProSieben, wo er diese Sendung noch bis 1995 moderierte. Auf ihn folgten Andrea Thilo und Mo Asumang als Moderatoren.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Männer.Liebe. – Ein Handbuch für Schwule und alle, die es werden wollen. Reinbek 1982 (zusammen mit Elmar Kraushaar)
  • Heiße Jahre – Das Ding mit der Pubertät. Reinbek 1983 (zusammen mit Elmar Kraushaar)
  • Liebesdinge – Bemerkungen zur Sexualität des Mannes. Reinbek 1984
  • Ein Bild vom Mann. Reinbek 1986 (mit Fotografien von Thomas Henning)
  • AIDS – Dimensionen einer Krankheit. Reinbek 1986
  • Fleisch und Blut – Über Pornographie. Reinbek 1988
  • Der letzte Kommunist. Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau. Berlin 2009
  • Ein makelloser Abstieg. Aufbau-Verlag Berlin 2011
  • Manchmal ist das Leben, Berlin 2014
  • zahlreiche Buchbeiträge und Artikel, Kolumnen, Glossen für Zeitungen und Zeitschriften

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Matthias Frings – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien