Matthias Kessler

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Matthias Kessler 2005
Matthias Kessler bei der 5. Etappe der Deutschland-Tour 2005 zum Rettenbachferner

Matthias Kessler (* 16. Mai 1979 in Nürnberg) ist ein ehemaliger deutscher Radrennfahrer.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Der Allrounder stand schon von Beginn seiner Radsportkarriere an in Diensten der Deutschen Telekom, zuerst im Junior Team Telekom und ab 2000 als Profi im Team Telekom, das spätere Team T-Mobile.

Zu seinen größten Erfolgen zählen der dritte Platz bei der Straßen-Radweltmeisterschaft in der U23-Klasse, der dritte Platz bei der deutschen U23-Meisterschaft im gleichen Jahr und ein Sieg auf der dritten Etappe der Tour de France 2006. Im selben Jahr stellte er auch seine Helferqualitäten unter Beweis und war maßgeblich am 2. Platz von Andreas Klöden in Paris beteiligt. Im Jahr 2004 landete er beim Flèche Wallonne mit dem 3. Platz bei einem wichtigen Eintagesrennen auf dem Podium. Die damaligen Weltcuprennen Amstel Gold Race und Lüttich-Bastogne-Lüttich beendete er im selben Jahr in den Top 10.

Ende des Jahres 2006 wechselte er unter anderem mit Andreas Klöden zum neu formierten Team Astana.

Nach Ablauf einer Dopingsperre stürzte Kessler, noch ohne Team für die Saison 2010, bei einer Trainingsfahrt auf Mallorca am 14. Januar 2010 schwer.[1] Sieben Monate nach seinem schweren Trainingsunfall war Kessler weiterhin in ärztlicher Behandlung und machte Fortschritte bei der Reha.[2] Seine Profi-Karriere konnte er jedoch nicht fortsetzen.

Im März 2014 soll Kessler, der nach seinem Trainingsunfall halbseitig gelähmt ist, zusammen mit Jan Ullrich, seinem ehemaligen Telekom-Teamkollegen, in Südafrika beim Breitensport-Rennen "Cape Argus" über 110 Kilometer auf dem Tandem starten.[3]

Doping[Bearbeiten]

Am 27. Juni 2007 wurde bekanntgegeben, dass Kessler bei einer unangemeldeten Trainingskontrolle am 24. April 2007 im belgischen Charleroi positiv auf Testosteron getestet worden war.[4] Er wurde zunächst von seinem Team Astana mit sofortiger Wirkung suspendiert. Am 11. Juli 2007 wurde bekannt gegeben, dass Kesslers B-Probe ebenfalls positiv ist.[5] Daraufhin gab Astana die sofortige Entlassung von Kessler bekannt.[6] Anfang des Jahres 2008 sperrte die Disziplinarkammer der Swiss Olympic Association Matthias Kessler für zwei Jahre bis zum 26. Juli 2009. Zudem wurde ihm die Prozesskosten auferlegt und er muss alle nach dem positiven Dopingbefund gewonnenen Preisgelder erstatten.[7]

Erfolge[Bearbeiten]

2002
2003
2004
2006

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Welt.de (16. Januar 2010)
  2. (Nürnberger-Zeitung, 9. August 2010)
  3. [1]
  4. rad-net.de: Matthias Kessler positiv abgerufen am 3. Juni 2008
  5. rad-net.de: Auch B-Probe von Matthias Kessler positiv abgerufen am 3. Juni 2008
  6. rad-net.de: Positive Doping-Probe - Astana entlässt Kessler abgerufen am 3. Juni 2008
  7. rad-net.de: Doping: Radprofi Kessler für zwei Jahre gesperrt abgerufen am 3. Juni 2008
  8. rad-net.de: Dirk Müller schafft DM-Sensationssieg abgerufen am 3. Juni 2008

Weblinks[Bearbeiten]