Matthias Reim

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Konzert im Familiengarten Eberswalde am 24. 8 2007
Konzert im Familiengarten Eberswalde am 27. Mai 2006

Matthias Reim (* 26. November 1957 in Korbach, Hessen) ist ein deutscher Popsänger.

Geboren wurde Matthias Reim im Nordhessischen Korbach, aufgewachsen ist er in der Kreisstadt Homberg (Efze). Sein Vater war Direktor des Gymnasiums in Homberg.

Nach dem Abitur nahm er ein Studium der Germanistik und Anglistik in Göttingen auf, welches er jedoch zugunsten der Musik vernachlässigte. Er komponierte für Interpreten wie Bernhard Brink, Roberto Blanco, Jürgen Drews und Tina York. Erste eigene LPs mit den Bands Fallen Dice und Fair Fax brachten keinen kommerziellen Erfolg.

Seinen ersten - und größten - Hit landete Reim 1990 mit Verdammt, ich lieb' Dich. Die Single wurde weltweit 2,5 Millionen Mal verkauft und stand insgesamt 16 Wochen lang - vom 18. Mai bis zum 6. September - auf Platz 1 der deutschen Charts. Seit 1971 stand keine Single ohne Unterbrechung länger auf Platz 1. Diesen Rekord teilt sich Matthias Reim mit Boney M.. Das erste Album Reim erschien bald darauf. Bis 1999 wurden neun weitere Alben bei Polydor veröffentlicht. Sein Album Zauberland erschien zusätzlich als englischsprachige Version in Kanada unter dem Namen Wonderland. Im Jahre 2000 erschien mit Wolkenreiter das erste von bislang vier Alben bei Reims neuer Plattenfirma EMI. Es folgten die Alben Morgenrot, Reim und Unverwundbar. Letzteres erschien im September 2005. Reims aktuellstes Album (Stand: Dezember 2008) erschien am 11. Mai 2007 und trägt den Titel Männer sind Krieger.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familie

Matthias Reims Bruder Christoph ist Börsenmakler, sein zweiter Bruder Alexander Chemie-Ingenieur.

Matthias Reim hat mit vier Frauen je ein gemeinsames Kind. Er ist zum dritten Mal verheiratet. Seine zweite Frau Mago war auch die weibliche Stimme auf Verdammt, ich lieb' Dich. Schlagersängerin Michelle (Tanja Hewer) war bis 2001 ebenfalls Reims Lebensgefährtin.


[Bearbeiten] Karriere

Der Sänger komponiert, textet, mischt und spielt seine Lieder selbst.

Reim studierte mit 18 Semestern Deutsch und Englisch überdurchschnittlich lange, da er seine Zeit überwiegend im Musikstudio und nicht im Hörsaal verbrachte. Bei der Musik bewies er jedoch Kreativität und beharrliche Eigenständigkeit – er spielte alle Instrumente selbst und mischte die Aufnahmen dann auch.

In den 90ern hielt der damalige Bürokaufmann Alfred Reimann 50 % an der Firma R&R-Audio (Reim/Reimann) mit Firmensitz in der Stadt Lohne. Es handelt sich dabei um ein Musikstudio in der Nähe von Göttingen, in dem die Erfolgssingle Verdammt ich lieb' Dich produziert wurde. Die anderen 50 % an der Firma hielt Matthias Reim selbst. Zusammen mit Reimann hielt der Schlagerstar zudem Anteile an verschiedenen Computerhandelsketten.

1990 kam dann der ersehnte große Erfolg. Matthias Reim schickte eine Kassette mit dem Titel Verdammt, ich lieb' Dich an den ZDF-Moderator Wim Thoelke. Dem gefiel das eingesandte Band so gut, dass er Reim in seine Sendung einlud.

Einigen Medienberichten zu Folge habe Reim später Verbindlichkeiten in Höhe von 10-15 Millionen Euro gehabt; Reim bestreitet die Höhe der Schulden allerdings und beschuldigt gleichzeitig seinen ehemaligen Manager Alfred Reimann, ihn durch Misswirtschaft in eine finanzielle Krise getrieben zu haben. Reimann, dem Reim 1990 eine Generalvollmacht über seine Geschäfte übertragen hätte, habe sich beim Kauf von Immobilien und Firmen verspekuliert.

Im Sommer 2007 parodierte er seine Single Verdammt ich lieb' Dich in einem Sixt-Werbespot. Darin singt er, in Anspielung auf seine Schulden, „Verdammt, ich hab nichts, ich miet bei Sixt“. [1]

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] CDs

  • 2007: Männer sind Krieger
  • 2006: Die Fan-Edition
  • 2005: Unverwundbar
  • 2004: Déjà Vu
  • 2003: Reim
  • 2002: Morgenrot
  • 2000: Wolkenreiter
  • 1999: 10 Jahre intensiv
  • 1998: Sensationell
  • 1997: Reim 3
  • 1995: Alles Klar
  • 1995: Wonderland (Kanada)
  • 1994: Zauberland
  • 1993: Sabotage
  • 1991: Reim 2
  • 1990: Reim

[Bearbeiten] Singles (in den Charts)

  • 1990: Verdammt, ich lieb' dich D #1, A #1, CH #1, NL #1
  • 1990: Ich hab' geträumt von dir D #2, A #2, CH #8
  • 1991: Ganz egal D #34
  • 1991: Ich hab' mich so auf dich gefreut D #4, A #6. CH #22
  • 1992: Warum D #70
  • 1993: Küssen Oder So D #27, CH #26
  • 1994: Im Himmel Geht Es Weiter D #88
  • 1997: Hallo, Ich möcht' gern wissen wie's Dir geht D #82
  • 2002: Hallelujah D #62
  • 2002: Idiot mit Michelle D #34
  • 2003: Ich liebe dich D #63
  • 2003: Träumer D #92
  • 2004: Halt durch D #88
  • 2004: Vergiss es mit Bonnie Tyler D #64
  • 2004: Jedes Bild von dir D #89
  • 2005: Ich bin nicht verliebt D #61
  • 2006: Te Quiero A Veces (Verdammt, ich lieb' dich) mit Azuquita D #75
  • 2007: Verdammt ich hab' nix D #66
  • 2007: Unberechenbar D #91

[Bearbeiten] DVDs

  • 2003: Morgenrot – die DVD
  • 2004: Halt durch (Single-DVD)
  • 2005: reim - unverwundbar Live in Chemnitz 2005

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Artikel bei Spiegel Online

[Bearbeiten] Weblinks

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