Matthias Schweighöfer

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Matthias Schweighöfer auf der Berlinale 2008

Matthias Schweighöfer (* 11. März 1981 in Anklam) ist ein deutscher Schauspieler und Regisseur.

Leben

Matthias Schweighöfer, Sohn des Schauspielerehepaares Michael und Gitta Schweighöfer, wuchs anfangs in der DDR auf[1] und sammelte bereits im Jugendalter Bühnenerfahrung am Theater. Im Anschluss an sein Abitur am Chemnitzer Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium begann er ein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, gab es aber nach einem Jahr auf.

1997 stand er zum ersten Mal unter der Regie von Andreas Dresen für den Fernsehfilm Raus aus der Haut vor der Kamera. Sein Debüt auf der Kinoleinwand gab er 2001 in Herz im Kopf. Der endgültige Durchbruch gelang ihm 2003 an der Seite von Nora Tschirner in Soloalbum. Schweighöfer arbeitete seitdem in zahlreichen nationalen und internationalen Produktionen sowie an renommierten deutschen Theaterhäusern. Er gewann unter anderem die Goldene Kamera und den Bambi als bester deutscher Schauspieler.

2009 gründete er das Modelabel German Garment mit Joko Winterscheidt, Modedesigner Kilian Kerner und Musikproduzent Sebastian Radlmeier.[2]

2010 gab Schweighöfer sein Debüt als Regisseur mit der romantischen Komödie What a Man, bei der er auch als Hauptdarsteller und Koautor sowie über seine Produktionsfirma Pantaleon Films als Koproduzent tätig war.[3] Im August 2011 startete der Film in den deutschen Kinos, wo er rund 1,8 Millionen Besucher erreichte. Am 10. Januar 2013 kam sein zweiter Spielfilm Schlussmacher ins Kino, erneut von Pantaleon Films sowie 20th Century Fox realisiert und mit Schweighöfer als Regisseur und Hauptdarsteller.[4]

Persönliches

Schweighöfer lebte seit Anfang der 2000er Jahre in Berlin und zog Anfang 2009 mit seiner damaligen Lebensgefährtin in einen Vierseithof in Brandenburg.[5] Privat und in Interviews spricht er Berliner Dialekt.[6][5][7] Er war von 2004 bis 2012 mit der Regieassistentin Angelika Schromm liiert, mit der er eine Tochter (* 2009) und einen Sohn (* 2014) hat.[8]

Seit 2012 steht ein Wachsabbild von Matthias Schweighöfer im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds in Berlin.[9]

Filmografie

Kino

Kurzfilme

  • 2000: 3 Tage 44
  • 2000: Mein Freund, seine Mutter und die Elbe
  • 2001: Ballett ist ausgefallen
  • 2005: Hypochonder
  • 2005: Happy End
  • 2005: Der blaue Affe

Fernsehen

Sprecher/Synchronstimme

Musikvideos

Theater

Audiografie

Rezeption

Schweighöfer gilt bei Kritikern – auch aufgrund seiner Theatererfahrung – als Schauspieler, der sein Handwerk beherrscht. Gerade bezüglich seiner früheren Filme wird ihm eine enorme Wandelbarkeit zugesprochen.[10][11] Seit seiner Zusammenarbeit mit Til Schweiger nehmen aber auch kritische Stimmen zu, die Schweighöfer in den zwar kommerziell ausgesprochen erfolgreichen, aber wenig anspruchsvollen Komödien Schweigers sein Potential nicht in vollem Maße ausschöpfen sehen. Auch mit seinen eigenen Filmen What a Man und Schlussmacher bleibt Schweighöfer der seichten Komödie treu.[12][13]

Auszeichnungen

Bambi

  • 2007: Bester männlicher Hauptdarsteller, national
  • 2013: in der Kategorie Film national für Schlussmacher

Bayerischer Filmpreis

  • 2005: Bester Nachwuchsschauspieler für die Rolle des Crash in Kammerflimmern

Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis)

  • 2013: Kategorie: Film/Regie

Deutscher Fernsehpreis

  • 2001: Bester Nachwuchsdarsteller für die Rolle des Ben in Verbotenes Verlangen

DIVA-Award

  • 2006: Schauspieler des Jahres für Kammerflimmern, Schiller, Polly Blue Eyes

Fernsehfilmfestival Baden-Baden

  • 2004: Sonderpreis der Jury für herausragende darstellerische Leistungen in Kalter Frühling und Baal

Goldene Henne

  • 2012: Publikumspreis – Schauspiel

Goldene Kamera

Grimme-Preis

  • 2003: für seine Rolle als Gregor in dem Film Die Freunde der Freunde

Günter-Strack-Fernsehpreis

  • 2002: Bester Nachwuchsschauspieler für die Darstellung des Jacky Bräutigam im TatortGewaltfieber

New Faces Award

  • 2003: Bester Schauspieler für die Rolle des Ben in Soloalbum

Undine Award

  • 2005: Bester jugendlicher Schauspieler in einem Fernsehfilm
  • 2007: Bester jugendlicher Hauptdarsteller in einem Kinospielfilm für Das wilde Leben

Hessischer Fernsehpreis

Video Champion

  • 2010: Artist Award

Romy

Literatur

  • Matthias Schweighöfer im Gespräch mit Béatrice Ottersbach: Die Seele muss etwas zu erzählen haben. In: Béatrice Ottersbach, Thomas Schadt, Nina Haun: Schauspieler-Bekenntnisse. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2007, ISBN 978-3-89669-685-4.

Weblinks

 Commons: Matthias Schweighöfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Tagesspiegel: Schweighöfer spielt Literaturkritiker: Der junge Reich-Ranicki (5. April 2009)
  2. "German Garment" - Wenn vier Freunde Mode machen. welt.de. Abgerufen am 5. Mai 2012
  3. What a Man bei Filmportal.de
  4. Schlussmacher bei mediabiz.de
  5. a b Frankfurter Allgemeine Zeitung: Matthias Schweighöfer: „Ich gehe nie auf Partys“ (17. Februar 2010)
  6. Frankfurter Rundschau: Matthias Schweighöfer: "Ich habe hier immer tolle Zeiten" (25. August 2011)
  7. Hamburger Abendblatt: Matthias Schweighöfer: Himmelsstürmer mit Bodenhaftung (14. Januar 2010)
  8. Trennung - Matthias Schweighöfer ist wieder solo. spiegel.de. Abgerufen am 5. Mai 2012
  9. Madame Tussauds Berlin bei madametussauds.com
  10. Matthias Schweighöfer bei kino.de
  11. Schauspieler Matthias Schweighoefer – Narziss und Volksmund bei sueddeutsche.de
  12. Nummer Eins: Til Schweighöfer bei sueddeutsche.de
  13. Angelas Vorzeige-Junker: Das Prinzip Matthias Schweighöfer bei br.de