Matthias Tretzscher

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Matthias Tretzscher (* 2. April 1626 in Lichtenstadt, Böhmen; † 1686 in Kulmbach) war ein deutsch-böhmischer Orgelbauer.

Nach dem frühen Tod seines Vater Paul Tretscher, der bis 1633 in Lichtenstadt als Verwaltungsbeamter und Organist tätig war, besuchte er in seiner Heimatstadt die Elementarschule. 1636 heiratete seine Mutter den ebenfalls verwitweten Bürgermeister und Orgelbauer Jacob Schedlich aus dem benachbarten St. Joachimsthal. Er erlernte das Orgelspiel und vertiefte seine Fähigkeiten 1643–1644 bei David Schedlich, dem Bruder seines Stiefvaters, in Nürnberg. Sein Stiefvater bildete ihn ab Oktober 1644 zum Orgelbauer aus. 1651 exultierte er wegen seines evangelischen Glaubens und nahm die hauptamtliche Organistenstelle in Marienberg an. 1654 siedelte er nach Kulmbach über und begründete seine eigene Orgelwerkstatt. Tretzscher gilt als führender Orgelbauer des 17. Jahrhunderts in Franken.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Matthias Tretzscher. In: Lebensbilder zur Geschichte der böhmischen Länder Bd. 4, hrsg. von Ferdinand Seibt, München, 1981, S. 71-90
  • H. Hofner: Matthias Tretzscher, ein Kulmbacher Orgelbauer der Barockzeit. In: Ars Organi. 1963, S. 655 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahrbuch für fränkische Landesforschung, Degener, 1975, S. 326